Wochenfetzen, Teil 1


A jehds schlechds hadd sei guhds sagt meine Oma oft und ab und zu verstehe auch ich den Sinn und halte inne im Schimpfen.
Nennt mich Eso-Häschen, aber Beschränkung kann auch Möglichkeit sein, Scheitern als Chance, Nichts-Haben als Freiheit, Loslösen als Erlösung – die Schiene, Ihr wißt schon.
Kleinheit als Vorteil, mobil statt statisch, ab mit dem Miniding ins Bad mit den gesprungenen Kacheln. Tatort aus der Badewanne, ein ganz neues Erlebnis.
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Das Schöne an der Pampa: die Weite. Das Gute an Fotos: die Geruchsfreiheit.
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100 Kilometer Landstraße jenseits jeder Stadt, wildromantische Alleen zwischen sanften grünen Hügeln, ab und zu Bauernhöfe aus rotem Backstein, malerisch as hell, aber dich jagt die Zeit und vor Dir schleichen LKWs und Trecker. Auf der Gegenspur zuckeln Rentner mit Hüten auf jeder Geraden und du bist gefangen in dieser lahmen Kolonne und wartest nur auf den Radfahrer im rechten Rückspiegel, der euch alle feixend überholt. Die Uhr tickt, der Traktor tuckert und schwankt, der LKW im Spiegel ist Dir zu nah, Unwohlsein trifft die Sache nicht, es ist eine aggressive Kribbeligkeit, die dich gleich brüllen lässt; wieder um eine Kurve gezuckelt, und am Beginn der nächsten Allee steht ein großes altes Steinkreuz, baumhoch, und auf dem schweren Sockel nur ein Wort, in Versalien: GEDULD.
Und auf einmal verpufft deine Anspannung und du schneckst gelassen weiter und nimmst dir vor, auf der Rückfahrt ein Foto zu machen, für den Geldbeutel und die Schlafzimmerwand und den Meditationskalender 2008.
(Warum kein Foto da ist? Weil das Ding sich auf der Rückfahrt versteckt hat, bimbam. Und das Internet spuckt auf die Schnelle nichts aus, auch hier nicht. Wenn aber einer der geschätzten Leser irgendwann mal dieses Bild für mich machen könnte – irgendwo an der B252 zwischen Warburg und Blomberg, in Fahrtrichtung links – ich wäre entzückt.)


Auch kurz das Näschen reingesteckt:

Sollte Dein Kommentar nicht an den beiden Türstehern Akismet und SpamKarma vorbeikommen, obwohl Du nicht für Deinen Viagrashop geworben oder Nacktbilder Deiner Oma angepriesen hast: bitte kurz per Mail (info[ät]stilhaeschen[punkt]de) melden, dann fisch' ich ihn gern von Hand raus. Danke.