Frage an die Techniker

17.9.2014
19:26 Uhr

Mein Provider möchte, daß ich von PHP 5.2 auf min. 5.4, lieber noch auf 5.5 wechsle. Ich habe keine Ahnung, was das überhaupt ist, und ehrlich: ich hab’ auch keinen Bock, mich da reinzuknien.
Wenn ich das ändere, ist die Seite weg. Woran kann das liegen (WordPress 4.0, aktuellste Version)? Was soll ich tun (außer Providerwechsel, bitte keine Grundsatzdebatten)?


Restaurantkritik für Anfänger

9.9.2014
12:37 Uhr

Meine Kinder sind das, was Großeltern „gute Esser” nennen.
Genau so hatte ich ja schonmal angefangen!

Risiko und Rakete essen gerne und gut. Dank des väterlich ererbten Stoffwechsels sieht man das zwar nicht, aber die Häufigkeit, in der nach Nachschub verlangt wird, ist offensichtlich.
Und wenn man den ganzen Tag über im Stundenrhythmus in sich hineinschlingt, was sich bietet, wundert es mich nicht, daß abends der Hunger nicht mehr sooo groß ist. Abends bleiben die Kinderteller meist mindestens halbvoll. Es würde mich nicht groß stören – behaupteteten sie nicht, es läge an mir!

Ich koche nicht besonders gerne, aber abends stelle ich mich meist an den Herd, um wenigstens eine gemeinsame Mahlzeit zu machen. Das Abendessen ist mir als Familienritual wichtig. Und so schnipple und brate und koche und rotiere ich dann so vor mich hin, während die Kinder sich gegenseitig mit Kettensägen zerschneiden oder von vierfachen Stuhltürmen in die Badewanne springen. Sie kennen das vielleicht. Ganz entspannt, immer, alles.
Dann kommt der Möhrchenprinz von der Arbeit, der Tisch deckt sich in Windeseile schnell selbst, alle sitzen, die große Schüssel kommt auf den Tisch, Bilderbuchfamilie, es könnte so schön sein – da quäkt es von einer Seite „Mama, das schmeckt mir nicht!” und von der anderen „Iiiihgittibäh, will Nudeln.”
Noch bevor die Quatschbirnen überhaupt probiert haben! Es nervt! Mich! Ungemein! Ich bin sehr oft sehr knapp davor, die ganze Schose einfach sein zu lassen und für mich alleine beim Asiaten zu bestellen. Dann folgen meist ein paar Tage oder gar Wochen, in denen es nur Abendbrot gibt (oder ein langer Urlaub, in dem der Möhrchenprinz kocht. Leckere Sachen für uns und blanke Nudeln für die Kinder. Das ist so ein Good-Cop-Ding, für das ich zuhause zu sehr Bad Cop Nährstoff-Mutti bin). Aber irgendwann habe ich dann selbst wieder Lust auf Warm (oder der Alltag hat uns wieder) und der Mist geht von vorne los.

Das letzte erste Koch-Mahl nach langer Pause kommentierte Risiko mit einem traurigen Blick zu mir und der herzzerreissend dargebrachten Bitte „Mama, bitte nicht mehr kochen”, es folgte eine lange Pause, „das.” Der Möhrchenprinz wies auf das „das” hin: „er meint ja nur diesen Auflauf, nicht alles!”. Ich kann aber nicht viel mehr!

(Und dann waren da die paar Tage, in denen ich allein mit den Kindern war und als Vermeidungstaktik vor dem Horrorabendtisch ohne Papaunterstützung einfach abends mit den Kindern in die umliegenden Wirtschaften und Biergärten stiefelte. Rakete dankte es mir am letzten Abend mit einem Extra-Kuss: „Und der ist für Dich, dafür, daß Du jeden Abend mit uns in die Kneipe bist!” So geht’s also auch. Das Good-Cop-Ding. Warum nochmal bin ich das nicht immer?)

Ein paar Wochen und viele Enttäuschungen am Abendessen-Tisch gingen seither ins Land. Risiko hat seinen Wortschatz erweitert. Und kann jetzt auch Lob!

Gestern musste alles noch viel schneller gehen als sonst. Trotzdem stand abends Warmes auf dem Tisch.
Risiko ruft „Gut kocht hast, Mama. Lecker!” und schaufelt die Fertiglasagne aus der Kühltheke (immerhin selbst in den Ofen gestellt…) in sich hinein.

Ich mag nicht mehr.


Ich habe erstmal Kinder. Und dann erst eine Tochter und einen Sohn.

6.9.2014
11:32 Uhr

Ich war wohl so sechs Jahre alt, als mir ein elementarer Unterschied zwischen Mädchen und Jungen klarwurde. Und ich war sehr froh, ein Mädchen und damit in meinen Augen extrem privilegiert zu sein: Ich kann mir morgens aussuchen, ob ich eine Hose oder einen Rock anziehe! Jungs haben gar keine Wahl!
Jaja, sicher, die Schotten und überhaupt. Aber so generell und allgemein gibt es doch so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens, und an den muß sich keine/r halten, aber er prägt halt extrem das Bild, das wir von der Welt bekommen. Und jaja, sicher, ich wurde älter, und das mit dem privilegiert sehe ich mittlerweile anders.

Ich hatte es hier schon mal mit dem Thema Klamotten für Kinder*, und aktuell beschwert sich das Nuf über die Schwierigkeit, in ihren (und meinen und vieler anderer Mütter) Augen schöne Kinderklamotten zu finden. Zu Recht! Es ist nicht einfach, Klamotten zu kaufen, die Jungs wie Mädchen tragen können ohne schräg angesehen zu werden. Gefühlt war das in meiner Jugend noch nicht so schwer, da die meisten Klamotten (abgesehen von Röcken und Kleidern natürlich) noch nicht so eindeutig für eins der beiden Geschlechter gemacht waren.

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Wenigstens für immer

3.9.2014
10:20 Uhr

Rakete ist nicht so die Gefühlsbezeugerin. Sie würde niemals von sich aus jemandem sagen, daß sie sie/ihn mag oder gar liebhat. Uns Eltern schon gar nicht!
Und dann schmettert sie mir letztens unvermittelt beim Abendessen so einen Satz entgegen:

„Mama, wenn ich mal sterbe, dann will ich in das selbe Grab fallen wie du.”

Das muß mich jetzt hinüberretten über ihre nächsten tausend Tobsuchtsanfälle. Ich erwäge aus Gedächtnisstärkungsgründen eine Tätowierung am Handrücken.


Ganz dünnes Eis – die Fortsetzung

26.8.2014
09:56 Uhr

Achtung, jetzt kommt’s dicke. Ein ganz persönlicher Langzeit-Erfahrungsbericht über meinen eigenen Weg, bewusster zu essen. Ohne Anklage an irgendwen, der anders lebt und isst. Das ist FÜR MICH der ideale Weg, das fühlt sich FÜR MICH gut und richtig und gesund an. Das ist es sicher nicht für jede/n. Ich will niemandem an die Wampe legen, mir auf diesem Weg zu folgen. Ich will nur zeigen, daß es eine Menge mehr gibt als Frauenzeitschriften-Diäten, Wunderpillen, Kalorienzählen oder gar Operationen. Und daß Gewohnheiten tatsächlich überwunden werden können.

guertel

So, ich habe also abgenommen. In eineinhalb Jahren ungefähr zehn, zwölf Kilo, vielleicht ein bißchen mehr, die Zahlen interessieren mich nicht. Ich passe wieder in Klamotten von vor zehn Jahren (allein, die Mode hat sich geändert… so ein Mist).
Das ganze in zwei Etappen. In der ersten mit viel Disziplin und Verzicht, in der zweiten mit Infragestellen meiner Eßgewohnheiten: will ich das essen aus Gewohnheit oder habe ich da Appetit drauf?

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technische Meldung: Layoutanpassung für mobile Geräte

22.8.2014
10:31 Uhr

Achtung, bitte nicht an tägliche Einträge gewöhnen! Das ist Zufall.

Kleine Eilmeldung am Rande: ich selbst surfe ja nicht mobil, aber ich habe unlängst gesehen, wie beschissen das stilhäschen auf einem Smartphone aussieht. Weia!
Daher habe ich mich heute mal drangesetzt, um wenigstens auf die Schnelle eine Alternative zu bieten. Dank WordPress ging das auch tatsächlich in unter einer Stunde ab – ich bin vollkommen begeistert, ich hatte mit ähnlichem Aufwand wie damals beim Update gerechnet…
Ich habe nämlich einfach nur das „mobile smart”-Plugin installiert (das erkennen soll, ob der benutzte Browser mobil ist), das Theme „Twenty Eleven” minimalst angepasst (Header, Textfarbe, sonst nix) und als Theme für mobile Geräte eingestellt. Voilà!
Jedenfalls der mobilephoneemulator.com zeigt mir, daß es geklappt hat. Das Layout, v.a. der schwarze Balken, ist noch nicht schön, aber sicher besser als vorher. Oder?
Weitere Verbesserungsvorschläge bitte in die Kommentare. Ich bin jetzt grade wieder mit drei Zehen drin im Thema…


Viel Spaß für keine zehn Euro

21.8.2014
13:12 Uhr

Diese Woche begab es sich, daß ich von einem Provinzei beauftragt wurde, eine digitale Küchenwaage im Discounter zu besorgen. In unserem Haushalt gibt es eine schöne alte, die man von der Wand klappen kann, ich brauche dieses moderne Zeugs mit Batterien ja nicht.

Abends sah der Mann das Päckchen liegen. Öffnete es, stellte seine Bierflasche drauf. Ich sagte „36 Gramm, hopp!”, er verstand, drückte auf Tara und trank. 35 Gramm, nicht schlecht. „Jetzt Du. 44.”

So viel Mehrwert zu zwei, drei Feierabendbieren! Und man lernt soviel über Physik! Wieviel Spaß das erst zu mehreren machen muss! Ganz dringend brauchen wir jetzt auch so ein Zieltrink-Spiel. Morgen nochmal in den Discounter. Nostalgie schön und gut, manchmal braucht man Präzision.


Ganz dünnes Eis – Vorgeplänkel

20.8.2014
16:29 Uhr

Ich reg’ mich ja selber immer wieder auf über Size-Zero-Mädels, die ja ach so zugenommen haben und über dieses vermeintliche Idealgewicht, dem fast alle nachrennen und das meiner Meinung nach Schuld ist an Genußfeindlichkeit, Verhärmtheit und beschissener Laune ganz allgemein.
Deswegen war das Thema „Figur” hier nie ein Thema – einfach, weil ich eben doch immer nur „Kilos sind wurscht, Genuß ist alles” geschrieben hätte und natürlich Tiraden gegen Dünne, ganz allgemein. Und weil ich genau wusste, daß mein Gejammer über meine MIR zu üppigen Kilos von einigen Dickeren genauso ausgelegt werden würden: worüber heult die dürre Zicke denn so, ich wäre froh, wenn ich nur 75 wöge!

Jetzt isses aber so, daß ich mir mit dem besten Willen und den besten Theorien („wenn ich abnehme und niemand sonst in meiner unmittelbaren Umgebung dafür zunimmt, dann bekommt ja die Erde beim Drehen Unwucht!”) nicht mehr einreden konnte, daß ich mich wohlfühle mit der Figur und dem Gewicht, das sich so angesammelt hat die letzten Jahre. Gertenschlank war ich noch nie, aber letzten Sommer war der Punkt, an dem ich nicht mehr einsah, warum der einzige Weg weiter in die Breite gehen soll. Ich war auch die Fragen leid, wann „es denn wieder so weit wäre”. Für mich war es allerhöchste Zeit: ich wollte nicht mehr alle paar Jahre die zu enge Hälfte meiner Klamotten aussortieren müssen. Und dann wurde ich ein bißchen größenwahnsinnig (hihi): ich wollte eigentlich ganz gerne wieder in ein paar Sachen passen, die ich schon vor Jahren aussortiert habe. Aber eines wollte ich nicht: Diät machen.

Eigentlich wollte ich eine ganze Menge nicht. Diät machen nach irgendeinem Plan, extra einkaufen, Essen abwiegen. Irgendwelche Sondersachen kochen während der Rest der Famile das Zeug isst, auf das ich eigentlich auch Lust habe. Selbsthilfegruppen, irgendwohin gehen müssen, Zeit dafür brauchen, mit anderen ständig über Gewicht und Kalorien reden. Überhaupt: Kalorien zählen. Geld ausgeben für irgendein Abnehmprogramm. Sport machen zum Abnehmen. Am Ende noch auf den Vegan-Zug aufspringen oder teure Wundermittelchen kaufen. Mich einschränken, auf irgendwas verzichten, hungern gar. Kein Bierchen mehr, kein Wein, nur Wasser. Nee, so nicht. Dann lieber doch noch mal ne Jeansgröße mehr, ist halt so. Schlechter Stoffwechsel. Nicht mein Fehler.
Aufmerksame Leser ahnen: die Verwendung des Imperfekts heißt irgendwas. In meinem Falle: nicht, daß jetzt alles perfekt wäre, aber vieles ist auf einem guten Weg dorthin.

[Hier müsste ein Bild hin; allein ich habe keines zur Hand. Denken Sie sich jetzt bitte das Bild einer strahlenden Frau im Ganzkörperprofil, die ihre Hose vorne am Bauch wegzieht, um einen Zimmerpalmentopf mitreinzustellen. Naja gut, bleiben wir realistisch, denken Sie sich einen Gürtel, der an einem Loch ziemlich ausgeleiert ist, deutlich sichtbar die Spur der Schnalle. Und jetzt sitzt der Dorn in einem neu gebohrten Loch, gut 10cm enger. Allerdings reden wir hier auch von einem Jahr. Keine Wunder also.]

Und ich schwöre Ihnen, das hier soll kein billiger Cliffhanger sein. Ich merke nur: ich muss noch weiter ausholen. Ich will so vieles noch niederschreiben, so vieles erklären. Das wird mir zu lang für heute. Ganz bald mehr, versprochen. Aber echt.


Pausenzeichen

28.7.2014
10:39 Uhr

Hier ist alles gut. Nur reichen Zeit und Lust so selten zum Bloggen.
pause
Demnächst mehr, eines Tages wird ja doch leider wieder Herbst oder Winter sein. Bis dahin: raus an die Sonne, Leute!


Glücksmoment, drastisch

28.5.2014
07:17 Uhr

Gestern, als ich mal wieder ein paar Tonnen Lebensmittel für die gefrässige Brut die unzähligen Treppen ins Häschenhaus hochwuchtete, drosch auf einmal eine riesige Welle Glück auf mich ein.
Ich hielt inne und erkannte den Ursprung: unten im Treppenhaus jammerte ein kleines Baby und ES WAR NICHT MEINS!