Ganz dünnes Eis – die Fortsetzung

26.8.2014
09:56 Uhr

Achtung, jetzt kommt’s dicke. Ein ganz persönlicher Langzeit-Erfahrungsbericht über meinen eigenen Weg, bewusster zu essen. Ohne Anklage an irgendwen, der anders lebt und isst. Das ist FÜR MICH der ideale Weg, das fühlt sich FÜR MICH gut und richtig und gesund an. Das ist es sicher nicht für jede/n. Ich will niemandem an die Wampe legen, mir auf diesem Weg zu folgen. Ich will nur zeigen, daß es eine Menge mehr gibt als Frauenzeitschriften-Diäten, Wunderpillen, Kalorienzählen oder gar Operationen. Und daß Gewohnheiten tatsächlich überwunden werden können.

guertel

So, ich habe also abgenommen. In eineinhalb Jahren ungefähr zehn, zwölf Kilo, vielleicht ein bißchen mehr, die Zahlen interessieren mich nicht. Ich passe wieder in Klamotten von vor zehn Jahren (allein, die Mode hat sich geändert… so ein Mist).
Das ganze in zwei Etappen. In der ersten mit viel Disziplin und Verzicht, in der zweiten mit Infragestellen meiner Eßgewohnheiten: will ich das essen aus Gewohnheit oder habe ich da Appetit drauf?

Es geht immer weiter. Hier hier »


technische Meldung: Layoutanpassung für mobile Geräte

22.8.2014
10:31 Uhr

Achtung, bitte nicht an tägliche Einträge gewöhnen! Das ist Zufall.

Kleine Eilmeldung am Rande: ich selbst surfe ja nicht mobil, aber ich habe unlängst gesehen, wie beschissen das stilhäschen auf einem Smartphone aussieht. Weia!
Daher habe ich mich heute mal drangesetzt, um wenigstens auf die Schnelle eine Alternative zu bieten. Dank WordPress ging das auch tatsächlich in unter einer Stunde ab – ich bin vollkommen begeistert, ich hatte mit ähnlichem Aufwand wie damals beim Update gerechnet…
Ich habe nämlich einfach nur das „mobile smart”-Plugin installiert (das erkennen soll, ob der benutzte Browser mobil ist), das Theme „Twenty Eleven” minimalst angepasst (Header, Textfarbe, sonst nix) und als Theme für mobile Geräte eingestellt. Voilà!
Jedenfalls der mobilephoneemulator.com zeigt mir, daß es geklappt hat. Das Layout, v.a. der schwarze Balken, ist noch nicht schön, aber sicher besser als vorher. Oder?
Weitere Verbesserungsvorschläge bitte in die Kommentare. Ich bin jetzt grade wieder mit drei Zehen drin im Thema…


Viel Spaß für keine zehn Euro

21.8.2014
13:12 Uhr

Diese Woche begab es sich, daß ich von einem Provinzei beauftragt wurde, eine digitale Küchenwaage im Discounter zu besorgen. In unserem Haushalt gibt es eine schöne alte, die man von der Wand klappen kann, ich brauche dieses moderne Zeugs mit Batterien ja nicht.

Abends sah der Mann das Päckchen liegen. Öffnete es, stellte seine Bierflasche drauf. Ich sagte „36 Gramm, hopp!”, er verstand, drückte auf Tara und trank. 35 Gramm, nicht schlecht. „Jetzt Du. 44.”

So viel Mehrwert zu zwei, drei Feierabendbieren! Und man lernt soviel über Physik! Wieviel Spaß das erst zu mehreren machen muss! Ganz dringend brauchen wir jetzt auch so ein Zieltrink-Spiel. Morgen nochmal in den Discounter. Nostalgie schön und gut, manchmal braucht man Präzision.


Ganz dünnes Eis – Vorgeplänkel

20.8.2014
16:29 Uhr

Ich reg’ mich ja selber immer wieder auf über Size-Zero-Mädels, die ja ach so zugenommen haben und über dieses vermeintliche Idealgewicht, dem fast alle nachrennen und das meiner Meinung nach Schuld ist an Genußfeindlichkeit, Verhärmtheit und beschissener Laune ganz allgemein.
Deswegen war das Thema „Figur” hier nie ein Thema – einfach, weil ich eben doch immer nur „Kilos sind wurscht, Genuß ist alles” geschrieben hätte und natürlich Tiraden gegen Dünne, ganz allgemein. Und weil ich genau wusste, daß mein Gejammer über meine MIR zu üppigen Kilos von einigen Dickeren genauso ausgelegt werden würden: worüber heult die dürre Zicke denn so, ich wäre froh, wenn ich nur 75 wöge!

Jetzt isses aber so, daß ich mir mit dem besten Willen und den besten Theorien („wenn ich abnehme und niemand sonst in meiner unmittelbaren Umgebung dafür zunimmt, dann bekommt ja die Erde beim Drehen Unwucht!”) nicht mehr einreden konnte, daß ich mich wohlfühle mit der Figur und dem Gewicht, das sich so angesammelt hat die letzten Jahre. Gertenschlank war ich noch nie, aber letzten Sommer war der Punkt, an dem ich nicht mehr einsah, warum der einzige Weg weiter in die Breite gehen soll. Ich war auch die Fragen leid, wann „es denn wieder so weit wäre”. Für mich war es allerhöchste Zeit: ich wollte nicht mehr alle paar Jahre die zu enge Hälfte meiner Klamotten aussortieren müssen. Und dann wurde ich ein bißchen größenwahnsinnig (hihi): ich wollte eigentlich ganz gerne wieder in ein paar Sachen passen, die ich schon vor Jahren aussortiert habe. Aber eines wollte ich nicht: Diät machen.

Eigentlich wollte ich eine ganze Menge nicht. Diät machen nach irgendeinem Plan, extra einkaufen, Essen abwiegen. Irgendwelche Sondersachen kochen während der Rest der Famile das Zeug isst, auf das ich eigentlich auch Lust habe. Selbsthilfegruppen, irgendwohin gehen müssen, Zeit dafür brauchen, mit anderen ständig über Gewicht und Kalorien reden. Überhaupt: Kalorien zählen. Geld ausgeben für irgendein Abnehmprogramm. Sport machen zum Abnehmen. Am Ende noch auf den Vegan-Zug aufspringen oder teure Wundermittelchen kaufen. Mich einschränken, auf irgendwas verzichten, hungern gar. Kein Bierchen mehr, kein Wein, nur Wasser. Nee, so nicht. Dann lieber doch noch mal ne Jeansgröße mehr, ist halt so. Schlechter Stoffwechsel. Nicht mein Fehler.
Aufmerksame Leser ahnen: die Verwendung des Imperfekts heißt irgendwas. In meinem Falle: nicht, daß jetzt alles perfekt wäre, aber vieles ist auf einem guten Weg dorthin.

[Hier müsste ein Bild hin; allein ich habe keines zur Hand. Denken Sie sich jetzt bitte das Bild einer strahlenden Frau im Ganzkörperprofil, die ihre Hose vorne am Bauch wegzieht, um einen Zimmerpalmentopf mitreinzustellen. Naja gut, bleiben wir realistisch, denken Sie sich einen Gürtel, der an einem Loch ziemlich ausgeleiert ist, deutlich sichtbar die Spur der Schnalle. Und jetzt sitzt der Dorn in einem neu gebohrten Loch, gut 10cm enger. Allerdings reden wir hier auch von einem Jahr. Keine Wunder also.]

Und ich schwöre Ihnen, das hier soll kein billiger Cliffhanger sein. Ich merke nur: ich muss noch weiter ausholen. Ich will so vieles noch niederschreiben, so vieles erklären. Das wird mir zu lang für heute. Ganz bald mehr, versprochen. Aber echt.


Pausenzeichen

28.7.2014
10:39 Uhr

Hier ist alles gut. Nur reichen Zeit und Lust so selten zum Bloggen.
pause
Demnächst mehr, eines Tages wird ja doch leider wieder Herbst oder Winter sein. Bis dahin: raus an die Sonne, Leute!


Glücksmoment, drastisch

28.5.2014
07:17 Uhr

Gestern, als ich mal wieder ein paar Tonnen Lebensmittel für die gefrässige Brut die unzähligen Treppen ins Häschenhaus hochwuchtete, drosch auf einmal eine riesige Welle Glück auf mich ein.
Ich hielt inne und erkannte den Ursprung: unten im Treppenhaus jammerte ein kleines Baby und ES WAR NICHT MEINS!


Die schönsten Gerüche der Welt (für eine Mutter)

8.4.2014
20:05 Uhr

Gemeinhin wird ja immer der Geruch von Babys als das olfaktorische Nonplusultra gefeiert; auch mir hatte die Geburtsvorbereitungskurshebamme eingetrichtert, doch ja nicht in all der Geburtsaufregung das Köpfchenschnuppern zu vergessen. Brav zog ich also das Näschen kraus, und: naja. Daß das kleine Wesen lebt und Fingerchen und Füßchen und ein Schnütchen hat, hat mich mehr überzeugt von diesem Wunderdingens.
Danach kamen ein paar Wochen, da roch das Kind tatsächlich am Kopf ganz angenehm, aber in der Gesamtheit gesehen: was nutzt das schon, wenn es unten stinkt? Nullsummenspiel.
Risiko ist jetzt kurz nach zwei und das Töpfchen juckt ihn wenig. Am Schädel trägt er mittlerweile eine veritable Matte, auf die Gottschalk bereits in dessen besten Jahren neidisch gewesen wäre. In der Matte trägt er meist eine veritable Menge Essensreste spazieren. Dementsprechend riecht er oben.
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Was untenrum an Gerüchen herausdringt und entsorgt werden will, möchte ich nicht weiter ausführen, am Ende kriegt er später deswegen keine Lehrstelle. Das Internet vergisst ja nix. Nur soviel: am Anfang dachte ich, die Umstellung von Muttermilch auf Gläschen sei schlimm gewesen. Dann kam das erste Mal Fleisch dazu und auch nach Tausenden Wickelungen schockt mich die Duftwelle täglich neu ob ihrer Intensität.
Jedenfalls, um es kurz zu machen: meine Nase kann inzwischen einiges ab. Aber dann überrascht sie mich auf einmal doch: die riecht ja auch noch schönes! Aus aktuellem Anlass (und weil immer nur motzen auf Dauer ja auch langweilt) daher meine aktuelle TOP 3 der schönsten Gerüche der Welt:

3. Wenn der Windeleimer ausnahmsweise nicht stinkt wie ein Biogastank, sondern den Duft von Raketes Bastelattacken verströmt: Spitzdreck. Welch wunderbarer Kindheitsflash. (In room-scent-Kreisen heißt das bestimmt „bunte Zeder”.)

2. Wenn das patschnasse Kissen mitten in der Nacht nicht riecht und nur aus der Wasserflasche kam.

1. Wir Eltern sind ja schmerzfrei. Ohne Kinder schockt einen der Anblick von Müttern/Vätern, die beherzt ihr Kleinkind schnappen, um ihre Nase in deren Hosenboden zu bohren, ich weiß. Dennoch tue ich das mittlerweile reflexhaft selbst, denn ich weiß, wie wenig meinem Sohn zu trauen ist, wenn ich ihn frage, ob Wickeln angebracht sei. Platz eins belegt daher:
Nach einem langen Winter im Garten sein, zum Inspektionszwecke des Windelstandes am Kindspo zu schnuppern und dann riechen: Nichts, oder noch besser: frisches Gras auf Jeans.

Annähernd gleich gut riecht höchstens ein frisches, kühles Bier, wenn die Kinder endlich schlafen.

In diesem Sinne: auf den Frühling!


Fußballfetzen

24.3.2014
13:15 Uhr

Wenn Eltern von früher sprechen, dann meinen sie dieses alte Leben. Ohne Kinder. Früher waren der Möhrchenprinz und ich gerne mal im Stadion und notfalls wenigstens in der Kneipe, um uns wochenends das Clubspiel anzusehen (romantische Erinnerung: wir waren schon nach dem ersten gemeinsamen Monat verheiratet – auf dem Papier des Mitgliedsausweises der Fußballkneipe. War ein Bier billiger als zwei Singlebeiträge.).
Das Leben ist kein Ponyhof. Jetzt sind die Kinder zwei und vier und können ruhig langsam mal rangeführt werden ans Fansein. Langsam heißt: mit weniger Dezibel, vorhersehbarerem Klima und kürzeren Schlangen an Verpflegungsstand und Klo. In der Kneipe also, nicht im Stadion.
Risiko war schon zweimal mit uns dort, als seine große Schwester auswärts spielte. Gestern war sie mit dabei. Und stellte eine Menge kluger Fragen:
„Mama, warum spielen die Fußball und nicht zum Beispiel Ballett?”
„Weil sie das besser können.”
„Und wenn man gut Tore schießen kann, dann soll man Fußball spielen. Dann kann man das nämlich gut.”
„Das stimmt.”
„Und wenn man was richtig gut kann, dann macht das auch mehr Spaß. Das stimmt nämlich auch.”
Sagt’s und malt weiter.

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Jetzt hab’ ich schon insgesamt fast fünf Jahre Wickelerfahrung (auf Knien, Klodeckeln, zu hoch und zu niedrig montierten Wickeltischen…) und gestern dann doch noch ein erweckendes Erstes-Mal-Erlebnis gehabt: So ein Flipper im Klovorraum ist ja ergonomisch die allergroßartigste Unterlage! Wenn das ein Tor für den Club geholt hätte, ich hätte geschworen, bei jedem Spiel freiwillig fünfmal zu wickeln. Mindestens. Half aber nix.

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Ein Witz, den einem gestern nur ein Fürther (oder Münchner, natürlich) erzählen konnte: Die Kassierin im Supermarkt fragt den Kunden: „Sammeln Sie Punkte?” – „Nein, ich bin Clubfan.”

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Nach ungefähr einer halben Stunde Spielzeit lässt Rakete den Stift mal wieder sinken und sieht der Übertragung zu. Lange.
„Papa, macht denen das wirklich Spaß? Oder warum spielen die dann nochmal Fußball?”
”?”
„Wenn die das gar nicht können?”
”?”
„Die schießen doch nämlich ja gar keine Tore!”

Ich hatte auch keine Antwort. Nach dem Spiel habe ich nur mal wieder an Hannes, den Nachbarsjungen meiner Kindheit, gedacht.
Er reiße sich zusammen, der Depp, zefix.


Für Sie probiert (Ostertip für Übermuttis)

24.3.2014
11:39 Uhr

Jaja, Bioeier gibt’s nicht in weiß. Das wissen wir jetzt.
Wenn die Kinder fürs Basteln im Kindergarten aber drei ausgeblasene weiße mitbringen sollen, dann mach’ ich das natürlich brav. Und weil mir heute nach Übertreiben ist (und ich nach dem Einkauf Wartezeit zu überbrücken hatte & das Werkzeug der Fingernägel wegen eh immer im Geldbeutel dabei): unsere sind knalleweiß und ohne Stempel!
Der Trick: 100er Schleifpapier – vor dem Ausblasen. So sieht keiner mehr gar nix – kein Stempel, keine Schublade („Aha, aus NL. Die Stilhäschens haben’s natürlich wieder nur zum Discounter geschafft.”).

Jetzt muß ich Rakete nur noch schnell von unserer neuen Tante Agathe mit den eigenen Hühnern überzeugen. Mehr Fleißsternchen gehen ja wohl nicht.


Frühlingsfetzen

13.3.2014
09:51 Uhr

Elternabend im Kindergarten. Angeblich gibt’s da schon Bücher über die Grundsatzdiskussionen, die man auf viel zu kleinen Stühlen führen muss. Kein Buch könnte mir so helfen wie die Ansage des Mitvaters, der den Zettel „bitte was zum Knabbern/Naschen mitbringen” kurzerhand mit einem Sixpack Bier beantwortete. Seither sind Elternabende erträglicher.
Gestern entgleiste mein Gesicht aber wohl doch kurz. Eine Erzieherin wies aufs kommende Osterfest hin, die Kinder dürfen wieder Eier zum Aufhängen gestalten, für jedes Kind solle man doch in den nächsten Tagen mal drei ausgeblasene weiße Eier mitbringen, bitte. Und die Mutter, die mir bislang ganz sympathisch war, warf ein: „Aber Bio-Eier gibt es nicht in weiß!” (Die anschließende Diskussion habe ich nicht mitgekriegt, ich musste mich so konzentrieren auf meine Atmung.)
Ich glaube, ich fahre die Woche mal in die Metro und kaufe drei Paletten weiße Eier, puste die aus (geht das auch mit Druckluft?) und bring sie in den Kindergarten. Damit die anderen Kinder „Ausgrenzung” erst in der Grundschule erfahren müssen.

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Wie gesagt, die genaue Diskussion dazu habe ich nicht mitgekriegt, aber sie war kurz, wenn überhaupt.
Das Feiern des Osterfestes immerhin muss man ja in einem kirchlichen Kindergarten nicht diskutieren… aber erstaunlich eigentlich, daß da keiner aufstand und Eier generell in Frage stellte. Werdet vegan, Euren Kindern zuliebe und so. (Ein fantastischer Artikel zu Missionierung und Toleranz drüben bei nutriculinary, übrigens. Leider zu lange fürs T-Shirt.)
Eine Freundin von mir hat ihre Kinder in einem alternativeren Kindergarten, da wäre das sicher passiert. Beim nächsten Elternabend aber hat sie ein Ass im Ärmel: bei einem Mädelsabend fielen wir letztens nach Mitternacht noch in eine Currywurstbude. Dort begrüsste sie herzlich und breit grinsend einen Mann, der genüsslich kaute. Keine Pommes. „Die ganze Familie lebt vegan, übrigens”, raunte sie mir zu.
Sie wird sicher nichts sagen beim nächsten Elternabend. Nur still lächeln.

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Still lächeln durfte auch ich, unlängst in unserem Schrebergarten. Da war ich gefühlt eine Ewigkeit nicht mehr und über den Winter habe ich ein paar Kilo und ordentlich Haarlänge verloren. Die Gartennachbarin grüßte freundlich zurück und krähte dann zu ihrem Mann, bei uns im Garten sei eine Fremde, „a jungs Maadla!” (=ein junges Mädchen). Dem war’s wurscht.
Mein Mann übrigens reagierte auf den praktischen Kurzhaarschnitt (ich nenn’s beim Namen, wozu drumrumeiern a la „moderne Trendfrisur”?) ganz lapidar mit „jetzt siehst Du wirklich aus wie eine Kindergartenmutti”. So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen, gell, Frau Nachbarin?

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Apropos Selbstwahrnehmung:
Ich komme ins Bad, um Rakete noch die Zähne zu putzen; sie hat schon selbst angefangen und mit der Zahnbürste im Mund beginnt sie ihren heutigen Philosophie-Exkurs. „Mama, ich bin gar nichts zum Putzen.” (Meine Tochter!) – „Soso, was bist du denn dann?” – „Was zum Sitzen.” – „Aha.” – „Ach nein, ich glaube, ich bin einfach der liebe Gott.” – „Das glaube ich nicht, den gibt’s nämlich nur einmal.” – „Aber ein Drache kann ich ja nicht sein. Die sind alle schon tot. Wie die Dinosaurier. Also: lieber Gott. Völlig klar.”
Total klar. Ich bin ja auch nichts zum Putzen. In diesem Sinne: fröhliches Frühjahr!