DHL – das heißt langsam.


„Unvorhersehbare Gründe” sind übrigens laut DHL-Hotline: Wetterunbill oder plötzlich hereinbrechender Feierabend. Superduper-Tracking-Hightech-Overkill; daß ich da aber erst anrufen muß, um vorzuschlagen, die Runde morgen bitte einfach mal andersherum zu fahren („die letzten werden die ersten sein”, manchmal möchte man mit Bibeln Köpfe einschlagen), wenn bereits zum fünften Mal die letzten Adressaten ausgelassen werden – ich verstehe es nicht. Oder die Restfuhre zum Selbstabholen in der Filiale lassen, den Abholwisch meinetwegen per Post, auch das wäre noch schneller gegangen und ich kenne die halbe Stunde Fußweg („holen Sie es in der nächsten Filiale ab (…) heute jedoch nicht”, haha, ich lache immernoch jedes Mal. Geht ja schon rein technisch nicht, bei 412km.) mittlerweile gut. DHL, gebt mir doch einfach einen Berater-Vertrag.

10 Tage für ein Päckchen. Aber wahrscheinlich ist das nur irgendeine Kampagne zur Schwächung des Online-Handels, und ich Depp rege mich auch noch auf. Nie wieder Brötchen aus dem Internet.


8 Näschen reingesteckt bei “DHL – das heißt langsam.”

  1. … immerhin kriegt man bei DHL (meist) eine entsprechende Tracking-Meldung.
    Wenn der Götterbote seine Route mal wieder komplett verkalkuliert hat, protokolliert der auch gern, dass niemand erreichbar war (obwohl man extra frei genommen hatte) und fährt stattdessen einfach vorbei. Spart halt Zeit, wenn man so ein Päckchen gar nicht erst anfassen muss.
    Der ultimative Trick scheint mir hier jedoch zu sein, statt Brötchen lieber was massiveres zu bestellen (oder zu den Brötchen halt noch ein Fass Ahornsirup oder so). Denn wenn in dem Päckchen ein mittelschwerer Amboss drin gewesen wäre, hätte der Fahrer das nicht freiwillig so oft ein- und wieder ausgeladen …

    Cheerio (und falls man sich nicht mehr liest, einen wunderguten Rutsch),
    der Mechatroniker

  2. rain sagt:

    Jaja, die freundlichen Herren von DHL.

    Der bei uns im Bezirk muss sehr regelmäßig zu uns, um der Liebsten erneut ihre glanzindieAugenbringende Bestellware abzuliefern.
    Aber in den ganzen 3 Jahren hat der Typ immer noch nicht mal ansatzweise sein elektronisches Unterschriften-DingsDa im Griff!
    Ich steh da locker mal 2 Minuten in der Tür (spaßig im Winter!), bis der die richtigen Schalter und Knöpfe gefunden hat und meinen Namen unfallfrei eingetippt hat.

    Da lob ich mir den Mann vom HERMES-Versand:
    Der kommt uach fast jede Woche, kennt sich bei uns aus wie bei sich daheim und stellt mittlerweile die Pakete selbständig und ohne Unterschrift zu kriegen in unsere Garage.
    DAS ist doch mal Service :-)

    Guten Rutsch, Frau Stilhäschen – und wäre klasse, wenn man im neuen Jahr bissle öfter was von Dir zu lesen bekäme.
    [@Abteilung: Gute Vorsätze forwarden ;-)}

  3. stilhäschen sagt:

    Rutsch überstanden, mechatroniker, danke. Auch für den Tip mit dem Faß. Dir auch ein wundervolles und gesundes 2011!

    Ja sicher, rain. Erst schönes wünschen und dann gleich beschweren, das hab’ ich ja gern, tsss. Als ob ich nix anderes zu tun hätte als das Internet zu bespaßen. Ich mach’s andersrum: tolles Neues!

  4. Volker sagt:

    Interessant ist, dass die Post es bei jedem anders falsch macht. Ich finde zum Beispiel gelgentlich eine Benachrichtigung über eine „Ersatzzustellung in der Nachbarschaft” im Briefkasten, obwohl ich den ganzen Tag zuhause am Computer saß. In letzter zeit findet diese Ersatzzustellung gerne bei einem Klavierbauer zwei Häuser weiter statt, der nur von 14-18 Uhr geöffnet hat. Wie Leute, die einem ordentlichen beruf nachgehen so jemals an ihr Päckchen kommen sollen, ist mir unklar.
    Immerhin: Ziemlich oft geht alles gut. Schlimmer ist ein Unternehmen namens GLS: Die Pakete werden entweder einem Tante-Emma-Laden oder einem Copyshop zugestellt (beide nur bis 18 Uhr offen). Angeblich sollte man im Briefkasten eine Benachrichtigung über die Zustellung finden und das Paket damit abholen können – aber eine solche Benachrichtigung kommt nie. Da hilft nur, ab und zu die Trackingwebsite aufzurufen und nachzugucken.

    • stilhäschen sagt:

      Oh ja, Volker, man könnte ein ganzes Blog nur mit Paketdienst-Bashing füllen. Was ich jedoch nicht verstehe: „nur bis 18 Uhr offen” – ja eben, was denn sonst? Müsst Ihr Restrepublikanten einen immer wieder mit der Nase drauf stossen, daß überall sonst Läden theoretisch auch länger aufhaben können? Das tut mir doch auch weh!

  5. Donnawetta sagt:

    Den plötzlich hereinbrechenden Feierabend hast Du bittebittebitte erfunden, ja? *bettel*

    • stilhäschen sagt:

      Äh, warum? Wartest Du auf ein Päckchen?
      (Heeeey! Schön, Dich zu „sehen”! Wieder im Lande oder noch weit fort? Wie ist denn so alles? Und wo drückt der Schuh?)

      • Donnawetta sagt:

        Nee, zum Glück kein Päckchenwarterei. Die Bettelei entspringt reineweg meiner grundnaiven Hoffnung, dass selbst bei Das Heißt Langsam nicht alles so furchtbar ist, wie es den Anschein hat. (Jaaa doch, ich hab’ ja selber schon gesagt, dass da eine gewisse Naivität mitspielt.)

        Und sonst: US of A, unten rechts, immer noch. Schuh sitzt locker überm pflegeleichten Sparstrumpf, aber wettermäßig könnt’s kälter sein. So schneelos – das bockt irgendwie nicht.

        Deine Rakete-Geschichten sind übrigens weltklasse, aber diesbezüglich durchstarten will ich weiterhin nicht. Im Gegenteil. Jedes Mal, wenn ich drollige Babygeschichten lese/sehe/höre wünsche ich mir umso stärker einen neuen Hund. ;-D

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