unvermeidlich: übers Wetter bloggen


Kaum kommt man mal zwei, drei Wochen nicht vor die Tür, ist draußen schon wieder Winter. Ich fühle mich um den Herbst betrogen, und der japanische Zierahorn in der Ecke lässt eifrig seine vertrockneten Blätter fallen, wie um alles wiedergutzumachen. „Wenn Außen Innen wird, braucht man Jeans nicht mehr auf links waschen” höre ich es flüstern und bekomme es mit der Angst.

Als ob sowas je geklappt hätte. „Wiedergutmachung ist der verzweifelte Versuch die Augen zu schließen vor der Zukunft”, auch das kommt aus der Ecke. Ich sehe hin und da wachsen schon wieder neue Blätter. Mein Ahorn spricht wirr und ist schizophren. Toll.

schizophrener Baum

Wenn irgendwann endlich der Balkon fertig ist, darfst Du wieder raus, Ahorn-San, versprochen. Das ganze Jahr stehst Du dann wieder draußen und wirst hoffentlich wieder gesund.

Außerdem hör’ ich draußen auch deine haarsträubende Philosophiererei nicht. Puuh.

Und jetzt macht hinne mit dem Balkon, verdammt, es wintert und irgendwann muß ich ja auch mal raus.


2 Näschen reingesteckt bei “unvermeidlich: übers Wetter bloggen”

  1. textorama sagt:

    Seien Sie froh, dass er noch mit Ihnen spricht. Ich bin die Vollkatastrophe die einem Grünzeug passieren kann. Mit spricht keine mehr. Entweder eingeschnappt oder erfroren.

  2. Hihi. Endlich dreht so ein tree den Huggingspieß mal um.

Auch kurz das Näschen reingesteckt:

Sollte Dein Kommentar nicht an den beiden Türstehern Akismet und SpamKarma vorbeikommen, obwohl Du nicht für Deinen Viagrashop geworben oder Nacktbilder Deiner Oma angepriesen hast: bitte kurz per Mail (info[ät]stilhaeschen[punkt]de) melden, dann fisch' ich ihn gern von Hand raus. Danke.