statt Stopschild


Unbedingt lesenswert: der offene Brief eines 22-jährigen Noch-SPD-Mitglieds an seine Bundestagsfraktion.
Die ganze Unfaßbarkeit des geplanten Zensurgesetzes (kein Link – wer davon noch nichts mitbekommen hat: weiterschlafen!) auf den Punkt gebracht:

Wegsehen bedeutet in unserer Gesellschaft nichts anderes, als das Geschehene zu tolerieren. Ich jedoch als 22jähriger Bundesbürger sehe bei jeder gesperrten Seite, die mit einem Stoppschild verdeckt wird, das Versagen unseres Rechtsstaates, da er nicht in der Lage war, dieses Verbrechen effektiv zu bekämpfen, sondern auf ein Mittel zur Zensur zurückgreifen mußte.

Dies birgt die größte Gefahr im morgen zu verabschiedenden Gesetz: Die Erklärung unseres Staates, gegen Rechtsverletzungen machtlos zu sein.
(…)
Wenn Zensur auf dem Rücken mißbrauchter Kinder durchgesetzt werden soll, wenn das Medium, das meinen Lebensalltag bestimmt und mitbestimmen wird, staatlicher Willkür ausgesetzt wird, wenn die SPD sich von meiner und von zukünftigen Generationen vollständig verabschiedet, bin ich nicht länger bereit, in dieser Partei mitzuwirken.

Hoffentlich kommt das im ein oder anderen roten Hirn an.

Letzte Hoffnung Bundesverfassungsgericht.

[via creezy]


Ein Näschen reingesteckt bei “statt Stopschild”

  1. textorama sagt:

    He, es ist Wahl. Das hat mit Aufrichtigkeit nichts mehr zu tun. Nur noch mit „ich, ich, ich, mein, mein, mein”. Und wenn sich was toll instrumentalisieren und zu eigennützigen Zwecken pervertieren lässt, dann ist das das politische Bild das sich uns jeden Tag zeigt. Aber wie straft man diese Schweinepriester ab? Ohne die zu treffen denen noch tatsächlich an der Sache liegt.
    Man möschte machen eine große ´aufen mitte auf die runde Tafel von die Bundestag.

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