Archiv vom 18.9.2013

Happy Imperfection!

18.9.2013

Ich weiß, ich weiß, erst unlängst hab’ ich mich über Supermuttis aufgeregt. Und heute? Sieht es ganz so aus, als gehöre ich dazu*.

Dieses Drecksinternet hat mich nämlich angefixt, irgendwo habe ich diese Regenbogentorte gesehen und wusste: das will ich auch mal gemacht haben! Raketes Geburtstag bzw. den obligatorischen Verwandtschafts-Besuch habe ich dann als Anlass (und mir einen halben Tag frei) genommen.
Regenbogentorte_stilhäschen
Ist gar nicht mal soooo aufwendig. Und hat mir vor allem richtig, richtig Spaß gemacht – weswegen ich das ja auch in Angriff genommen habe; meine Tochter braucht sowas nicht. Daß Rakete mal kurz staunt beim Anschneiden, ach: eine nette Zugabe (für sie und ihre Kindergartengruppe gab’s wie immer ganz einfache Marmormuffins). Die fertige Torte, das Wissen ums Selbstgemachthaben und daß die Schwiegermutter sieht, daß ich auch was kann: unbezahlbar!
Regenbogentorte_stilhäschen_angeschnitten
Wen’s interessiert: ich hab’ mich im Wesentlichen ans oben verlinkte Rezept gehalten, zwischen die Böden aber statt Creme Aprikosenmarmelade gestrichen. Supersaftig! Ich hatte 22cm-Böden und die Frischkäsecreme mit je 300g Käse, Butter, Puderzucker gemacht. Mit weniger hätte ich die Böden aussen nicht gleichmässig abdecken können. Übrigens: aus Schüsseln kratzen und verstreichen lässt sich sowas hervorragend mit einer Krankenkassenkarte! Und lieber vier Riesenrollen Smarties kaufen statt nur zwei. Die Farben sind nämlich gar nicht gleich verteilt und abgezählt (bei mir war Orange stark unterrepräsentiert)!

* Sieht aber nur so aus! Weil ich nämlich nur wenig so sehr hasse wie diese Selbstbeweihräucherungs-Eigenkreativitätsfeierei-Blogs (wehe, hier kommen lauter „oooch, wie toll du das gemacht hast!”-Kommentare!), zeige ich Euch noch mehr. Nämlich was ich (und auch sonst niemand – das macht mindestens genauso oft auch mal der Möhrchenprinz) alles NICHT gemacht habe. Nicht heute, nicht gestern und vieles bestimmt seit ein paar Wochen nicht mehr. (Und man darf mir glauben, wenn ich sage, daß ich die Motive weder arrangieren noch suchen musste!)

Unterm Bett. Tatütata.
Staub auf Fußkreuzen.
Der Fluch der tiefen Sockelleisten.
Im Karton sieht's immer noch besser aus als im Regal.
Was vom Frühstück übrig blieb.
Ach, da!
Dreck, einfach nur Dreck.
Tritt sich fest.
Schon lange tot.
Down the drain
Mein Freund, die Wollmaus.
Wäschemonster von allen Seiten.
waschbecken

Weil es nämlich wichtigeres gibt. In diesem Sinne: do more of what makes you happy. Und lasst den Rest liegen, solange es geht.


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