Archiv vom 30.6.2012

aus Fehlern lernen

30.6.2012

Leben heißt lernen, und damit meine ich nicht die Theoriebögen für die Fahrschule. Wenn ich nur ein bißchen aufpasse, merke ich auch heute noch jeden Tag, daß sich ständig alles ändert. Daher und fürs eigene Gedächtnis:

die Top3 meiner Fehler beim ersten Kind

3. Ratgeber lesen.
Denn die Erfahrung lehrt: der eine schreibt so und die andere das Gegenteil. Für jede Meinung gibt es ein Buch, man muß es nur finden. Oder eben gleich nach seinem Gefühl und/oder gesundem Menschenverstand gehen. Spart enorm Zeit und Nerven.

2. Sich einschränken lassen.
Essen gehen, Biergarten, Parties, Schwimmbad, Reisen geht nicht mehr? Probier’s erstmal, vielleicht ist es ja halb so wild (dabei hilft natürlich ein emanzipierter, d.h. ebenfalls kümmernder, Partner enorm).
Aus meiner heutigen Sicht denke ich, wir hätten mit der Rakete noch viel mehr machen müssen als all das und anderes. Denn was ich damals gelegentlich als „anstrengend” empfand (Wagenladungen voller Babykram mitschleppen. Ein Kind, das quengelt statt zu schlafen. Beim Stillen: Glotzer und zuviel Reize fürs Kind (und nein, ich will keine Stillburka, danke). Und natürlich alle Mitmenschen, die ungefragt Ratschläge geben.) ist heute pillepalle, denn einzig und allein der Betreuungsschlüssel macht die Musik. Und der schränkt mich heute, wenn mit beiden Kindern allein, durchaus ein. Mit einem Kind kann jedenfalls ich weit mehr entspannt gebacken kriegen.

1. Gegenüber anderen Müttern „Meine schläft durch” sagen.
Die ersten drei Monate wollte Risiko alle eineinhalb Stunden die Brust, heute sind es immerhin auch mal drei Stunden, das sind plus hundert Prozent Schlaflänge, sollte das nicht reichen? NEIN! Probiert es mal aus und stellt Euch stündlich den Wecker, achtmal eine Stunde sind nicht dasselbe wie acht Stunden am Stück. Mich ließ das schon nach wenigen Tagen am Zahnfleisch gehen, Zusatz-Mittagsschlaf hin oder her. Da brauche ich ganz sicher keine Muttis, die mir was von „Durchschlafen” erzählen. Ich glaube es ihnen ja, die Rakete hat das auch mit sechs Wochen gekonnt, aber jedes Kind ist anders, verdammt noch mal, und sowas posaunt man nicht ungefragt raus, wenn dem Gegenüber die Augenringe bis zum Nabel hängen. Ich gelobe Besserung und halte fortan meine Klappe. Außer jemand fragt.


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