Archiv vom 17.9.2009

(bestimmt die letzten) Umstandsfetzen

17.9.2009

Stehen geht nicht lang, sitzen geht nicht lang, gehen sowieso nicht. Liegen nur noch auf der Seite, aber davon immerhin habe ich zwei. Ich fülle also so gut es geht mein Vorschlafenregister.

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Und dann war da noch die Bedienung im Café, die mich verabschiedet mit „Und einen guten Rutsch, wenn’s soweit ist!”
Könnte glatt „Gut Brut!” von der Spitze der Schwangerengrüße verdrängen.

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Saublöd, wenn die sympathischste Entbindungsklinik wegen eines Formfehlers aus der Auswahl fliegt; aber ein Nürnberger Kind, bei dem „Fürth” im Paß steht? Selbst wenn das vielleicht notfalls noch ginge – aber daß da ja auch noch „/Bayern” dahinter kommt, das schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht.
Mein Vorschlag, die Hebamme solle doch einfach eine Viertelstunde vor Durchbruch Bescheid geben, damit man’s mit der U-Bahn wenigstens noch zur Stadtgrenze schafft, erntete große Augen. Sie hätten auch eine Psychatrische. Jetzt kann ich da auch gar nicht mehr hin. Puuh.

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Ohne Schwangere, die beim Einkaufengehen ihr Handy nicht mitnehmen, wäre die Telekom längst pleite. Denn so werden mindestens vier Verbindungen umsonst – aber eben bezahlt – aufgebaut: die mit dem Anrufbeantworter zuhause, die mit der Handymailbox (auch zuhause), und die mit der Handymailbox und die mit dem Arbeitsplatz des Bestimmt-gleich-Vaters. Eventuell kommen dann noch Geschwister und Freunde hinzu – und die Aktienwerte steigen.
Und wenn man doch mal gleich beim ersten Versuch rangeht, kommt ein halb enttäuschtes, halb anklagendes „Du bist ja noch zuhause!”. Man kann es niemandem recht machen.

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Und wie ich da so auf der Couch liege und der Bauch plötzlich wehtut und ich mich wieder erschrocken frage „ist das jetzt eine Wehe?” und dann entfleucht ein Lüftchen knattert es laut und der Schmerz ist weg – da stürzt der Möhrchenprinz herein, zeigt auf meine Kugel und ruft erschrocken: „Au weia, hoffentlich bekommst Du wirklich ein Kind und nicht nur einen Mörderfurz!”
Ganz kurz hatte ich auch Angst.


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