Kleinkram

19.8.2010
21:45 Uhr

Eben aus Versehen auf Youtube Babyzeichen angesehen. Bei den schlimmsten Videos sind die Mütter mit drauf. Oder die Väter im Singkreis. Wo ist da der „Flag this as Folter”-Button?
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„Aus Versehen” ist natürlich nicht ganz richtig. Eigentlich wollte ich wissen, ob die Rakete diese Zeichen irgendwie intuitiv beherrscht und nur ich sie noch deuten lernen muß. Negativ. Ausgestreckter Arm, geöffnete Hand und E.T.-Zeigefinger bedeuten wohl einfach „Guck mal, eine Taube!”, „Da ist die Tür.” oder „Mama isst und alles, was ich bekomme, ist diese lausige Wasserflasche”. Manchmal auch alles gleichzeitig. Der Tag wird kommen, da will ich gar nicht mehr wissen, was sie meint.
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Die Rakete hat übrigens eine schwere Brokkoli-Allergie. Fällt ihr einer auf den Kopf, fängt sie an zu weinen.
Aber wer braucht schon Gemüse? Zum Glück ist sie jetzt schon im Gelbwurst-Alter.


Urlaubsreif…

19.8.2010
21:12 Uhr

…ist wohl auch der, der dieses Bild für die Webseite ausgesucht und das Etikett hineingephotoshopped hat:

[Screenshot kuechenfront24.de, 18.8.2010, 21:35 Uhr]

Oder habe ich zuviel Six Feet Under geschaut? Immerhin brauche ich gar keine neuen Kühlschrankchentüren. So einfach geht gerade nochmal Glück gehabt.


Pokal ahoi!

18.8.2010
19:09 Uhr

Oh wie schade. Schon wieder die halbe Woche vorbei und vor allem: der Freitagstexterwettbewerb!
Vielen Dank für die vielen lustigen Kommentare, ich habe sehr geschmunzelt und auch ganz schön oft laut gelacht. Trotzdem kann es ja nur einen neuen Freitagstexter geben. Mist. In der engeren Auswahl waren die Alte Säckin, Sabbeljan, Andrea, Doktor Peh und…


…bebal, dessen Kommentar „Schau, ein Heckflossler.” durch die pragmatische Kürze und die automobilhistorische Kompetenz überzeugt hat (außerdem bin ich wahnsinnig gespannt auf sein Freitagstexterbild). Hier sein Pokal, am Freitag geht das Rennen also dort weiter. Glückwunsch und Dank an alle Teilnehmer!


Ausgehbefehl, emotional verschwurbelt.

13.8.2010
13:59 Uhr

Gäbe es das Internet nicht, mein Leben wäre anders verlaufen, aber hallo. Ich hätte mehr geschlafen, weniger für Telefonrechnungen bezahlt und eifriger studiert. Und ich hätte eine Menge großartiger Menschen niemals kennengelernt.

Es geht immer weiter. Hier hier »


Freitagstexter ahoi!

13.8.2010
08:57 Uhr



Oh wie schön! Gäb’s den Freitagstexter nicht, in meinem Blog wäre ja kaum mehr was los. Aber so – vielen Dank dem Stör, der mir die Ehre zuteil werden lies, diese Woche jenen großartigen Wettbewerb ausrichten zu dürfen, der aus diesem Internet einen wunderbaren Wortspielplatz macht.
Genug meiner Worte – laßt Eure folgen!

Diesmal kommt das Foto nicht von meiner MüllhalFestplatte, sondern aus dem Archiv der State Library of New South Wales, gefunden bei flickr.

Wie immer: der beste Kommentar bis Mittwoch gewinnt und richtet nächste Woche den nächsten Freitagstexter aus. Und das Beste: ich darf bestimmen!
Für die Historiker: die Hall of Fame der letzten Jahre Freitagstexten, gepflegt von Markus. Danke!


Der muß raus.

11.8.2010
12:47 Uhr

Bekommen Frauen in den Oberarmen vom Kindertragen Mutterschmalz?
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Was ich aber eigentlich sagen wollte:
Mütter aller Länder, verewigt Eure Hormonanfälle! Die wundervolle infemme schreibt ein Buch und hat eine Frage an Euch. Bitte unterstützen!


Das Leben, ein anderes

5.8.2010
11:53 Uhr

„Was Du nicht kannst: mehrere Leben führen. Auf mehrere Schiffe gehen.”
Peter Licht

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Weil man ja immer nur ein Leben führen kann, steckt man auch nur in einem drin. Ein anderes ist oft ganz schön weit weg, manches kann man sich noch vorstellen, das meiste aber nicht. Pleite einen Lottogewinn? Die Vorstellung ist einfach. Überarbeitet das Einsiedlerleben auf La Gomera? Schon schwieriger. Kinderlos ein Leben mit Zwerg? Unmöglich.
Trotzdem findet man sich in so ein neues Leben ja doch immer irgendwie ein, man wächst mit den Aufgaben und das Kind von allein. Vor einem Jahr noch war ich schwer schwanger, hatte sieben Wochen bis Geburt und mein erstes Wasser in den Beinen. Niemals hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt mich selbst in auch nur einer der folgenden Situationen vorstellen können:

- Sonntagmorgen, das Kind kräht. Ein Blick auf den Wecker: 6:30 Uhr. Du jubelst: endlich mal ausgeschlafen! Vor sieben aufstehen müssen und das spät finden: früher unvorstellbar.

- Du sitzt auf dem Boden und versteckst Plastiklöffel zwischen Polsterritzen. Der Zwerg holt sie juchzend wieder raus. Und das macht Ihr nicht 10 Sekunden oder 10 Minuten lang, sondern eine Stunde.

- Du isst ungewürzten Gemüsebrei und erklärst dabei, es würde suuuuuperlecker schmecken. Und Dein Gegenüber glaubt Dir.

- Kein Witz: ich verkaufe mein Auto. Die geile Schleuder. Schweren Herzens. (Aber wem? Interesse an einer rostfreien silbernen Barchetta, wenig km, alles nötige gemacht, incl. nagelneues Verdeck? Mail an info[ätt]stilhaeschen[punkt]de.) Das hätt`ich nie von mir gedacht und eigentlich heule ich jetzt schon drüber.

- Sommersonntagsausflug. Über den Tag verteilt getrunken: zwei Flaschen Wasser, fünf Halbe Bier und zweidreifünf Longdrinks (Übrigens: ich stille nicht mehr! Vor Freude hätte ich mir fast ein „ABgestIllt 2010″-T-Shirt gemacht, fand’s dann aber doch einen Hauch zu prollig. Dieses Mal noch.). Und kein einziges Mal auf dem Klo gewesen! Vor einem Jahr hätte ich noch meinen Arsch dagegen verwettet, daß sowas möglich sein könnte.

Ach, deswegen ist der jetzt so breit. Scheiße. Wer hat jetzt meinen?


Raketes erster Blogeintrag

4.8.2010
09:56 Uhr

*fd ve
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är.

[Anm. d. SH.: Ja, ich hätte eigentlich selbst etwas schreiben wollen, aber das musste sie ganz offensichtlich sehr, sehr dringend loswerden. Ach, ich kann ja warten.
Übrigens, falls andere Eltern von Nachwuchsinformatikern mitlesen: Die Schriften kriegt man wieder klein mit Strg+Scrollrad, die Tastatur wird wieder deutsch mit Alt+Shift.]


Tipps für werdende Mütter IV

24.7.2010
22:44 Uhr

Ach du volle Windel! Die letzte Folge ist ja schon wieder ein Vierteljahr her! Nicht daß ich ernsthaft glaubte, da wartete noch wer auf die Fortsetzung (Hallo Linguisten: zweimal Konjunktiv Präsens, haut das überhaupt hin? Hab’ ich das überhaupt erwischt? Und wenn, ist sicher das Komma falsch, oder?), aber ich muß es ja loswerden. Und im Internet finde ich das dann vielleicht auch wieder, sollte ich jemals mein Geburtstrauma überwinden und nachlegen. (Habe ich das gerade selber geschrieben? Oder war’s die Weinflasche?)
Wir waren bei den guten Ratschlägen. Die geb’ ich gerne, hach! Ich hab’ nämlich so viele. Alle geschenkt gekriegt.

Die besten, gefiltert oder selbst dafür befunden:

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Gestern und heute

12.7.2010
21:48 Uhr

Gestern war ich jeden Abend unterwegs und schüttelte meinen (in der Erinnerung nicht ganz schlecht proportionierten) Po zur Musik, wo immer eine lief. Heute rufe ich die Polizei, weil die Nachbarn mit ihrem Polentechno wiedermal den Leiser-Knopf nicht finden und bin froh, wenn auf dem Sofa neben der Wäsche zum Zusammenlegen noch Platz für meinen breiten Hintern ist. Gestern war Halligallidrecksau, heute ist Aramsamsamgulligulligulliarabi. Gestern war Klamottenkaufen, weil die Mode wechselte. Heute ist Klamottenkaufen, weil das alte Zeug spannt. Gestern war ich ewigjung, heute droht die 35, und dann ist Schluß mit dem „Anfang-Dreißig”-in-die-Tasche-Lügen. Gestern war träumen, heute ist rechnen. Gestern war Job und Feiern, heute ist Rakete. Gestern war die Nacht groß, wenn der Sommer mit ordentlich Bier irgendwo im Freien begossen wurde, inclusive Sternenhimmel, Nacktbaden, In-die-Gitarre-Kotzen. Heute sitze ich abends um halb zehn mit einer Flasche Bier im Flur auf dem Boden, um mich herum Brezenbrösel und Reiswaffelreste, ich staple Duplo-Steine in den ollen Schuhkarton, wissend, daß mir das morgen mindestens fünf Minuten Zeit zum Kaffeemachen bringt; draußen tobt das erlösende Sommergewitter, in der ich gestriges Hippiemädchen noch barfuß getanzt hätte, und trotzdem bin ich jetzt glücklich, trockenen Fußes. So war das gestern, so ist das heute. Und um zehn bin ich heute im Bett. Ich uncoole Sau. Wenn ich das nur gestern schon geglaubt hätte.