Viva Wochenende


Zwei Stunden lang versucht herauszubekommen, wo das Wasser hereinkommt. Also ins Auto, in den Fahrerfußraum. Elend stinkt der Teppich schnell. Vergossen: mehrere Flaschen Regenwasser. Verschlissen: mehrere Dichtungen. Wahrheit? Nicht gefunden. Vergessen: Innenlicht auszumachen. Tolle Wurst und das merkt man erst montags.

Letztes Steherrennen der Saison: wegen Regens ausgefallen. Immerhin: die mitgenommenen Damen sind jetzt auch angefixt. Haben nämlich Sträuße abgesahnt. So geht Kundenbindung. Merken.

Auch merken: man findet nur etwas auf dem Flohmarkt, wenn man nicht mit dem Auto hinfährt, sondern die Schätze noch ein paar Stunden mitschleppen muß. Weidenfahrradkorb, Wasserkocher, Wandmusterwalze: 13€. Nudelholz und schwedische Kekspresse (nur echt mit Doppelzahnstange!) mit 12 Einsatzscheiben: 1,80€. Endlich, endlich, endlich Spritzgebäck professionell selbermachen können: unbezahlbar.sawakeks.jpg_________________________________________________________________________

Und dann noch dem Staub beim Fallen zugesehen. Sollte man sich patentieren lassen. Meditieren ist ein verhibbeltes Drecksrennen dagegen.


7 Näschen reingesteckt bei “Viva Wochenende”

  1. Herr Jeh sagt:

    Es lohnt vielleicht ein Blick unter die Motorhaube…
    Dorthin wo die Frontscheibe ist. Da ist oft eine „Regenabflussrinne”, die sich gerne mal mit Blättern und Krümelzeugs von Bäumen verstopft. Dann läuft das Wasser in ungünstigen Fällen auch nach innen.
    War bei meinem 2er-Golf vor vielen Jahren mal so.
    … nur so ne Idee.

  2. stilhäschen sagt:

    Danke für den Tipp, Herr Jeh. Ähnliches vermutete ich auch, aber von mehreren Litern Wasser in eben jene Rinne kam kein einziger Tropfen falsch an. Letzte Hoffnung: Waschstraße mit Sitzenbleiben. Darauf legt der Wagen es vermutlich an.

  3. Eckart sagt:

    Waschstrasse ist doch sowieso eines der letzten Abenteuer … zumal mit einem italienischen Kabriolett! Als Soundtrack empfehle ich ‚Im Garten eines Kraken’

  4. stilhäschen sagt:

    Großer Musikvorschlag, Eckart! Gut passt da auch „under water” von Throw that beat in the garbagecan!. Elementar wichtig ist auch, mehrere Handtücher mitzunehmen. Im Grunde ist das wie an den Strand zu fahren.
    (Ich denke über eine Faltgarage nach. „Innovatives Design”, damit kriegt man mich leicht.)

  5. Eckart sagt:

    Donnerwetter! Da kann man sich ja gar nicht für einen einzigen Kommentar entscheiden. Deswegen:
    (a) Was man in Heimarbeit aus alten Trainingsanzügen noch so alles herstellen kann ..
    (b) Endlich mit dem Auto im Partnerlook campen!
    (c) Mit dem innovativem Design ist wahrscheinlich die Website gemeint.
    (d) Ohje .. und irgendwo im Osten sitzt jemand und glaubt an Erfolg …

  6. mq sagt:

    Retro-Kekse! Ich kann mich gar nicht satt sehen.

  7. stilhäschen sagt:

    Eckart, das kostet ein paar Biere fürs Phrasenschwein. Das Nichtentscheiden sowieso.

    Ich schon, Herr Quint, aber hallo. Der Teller steht noch genau so genau dort. Staubtrocken und unsüß, das Zeug. Das nächste Mal Salzteig, ist billiger für Dekozwecke.

Auch kurz das Näschen reingesteckt:

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