Stöckchenalarm


oder die olle „lebe deinen Traum!”-Scheiße

[Direktlink, youknow]

Und jetzt fassen wir uns alle an den Händen und versuchen uns zu erinnern, was man uns denn in frühester Kindheit versagt/verboten/ausgeredet hat. Dann können wir uns ein bißchen gegenseitig bemitleiden wegen des Feuers, das jetzt in unseren Augen fehlt; denn so brauchen wir uns dann der Salzsuppe nicht schämen, die jetzt stattdessen am Lidrand steht und springen will.

Ich hasse diese berechnenden Fernsehschaffenden, die es hinkriegen, stinknormale Spinner (wie du und ich, das Kotzen könnte einem kommen) bewußt genauso zu inszenieren, daß sausympathische Individuen rüber- und Tränen hochkommen und gleich wieder Selbstzweifel, denn offensichtlich hat man ja selbst nie hart genug an seinem Traum festgehalten, oder woher kommt sonst die ganze Scheißwehmut, die einem da gerade alles mögliche zudrückt, aber sicher nicht die Daumen?

Zuschaueridentifikation und der ganze Mist und die allergrößte Sauerei ist die, daß das Durchschauen all der Mechanismen und Tricks und abgekarteten Kommentare doch eigentlich immun machen sollte, bimbam. Aber Scheißendreck, natürlich.

Ich sollte Oma mal wieder besuchen.

[Und, hat tatsächlich wer mit einem Blogstöckchen gerechnet? Dann raus mit dem Zeug, das man eigentlich hätte weitermachen sollen, statt auf andere zu hören. Oder wie sich so ein Glitzeranzug anfühlt. Los. Tut nur weher, wenn’s einwächst.]


6 Näschen reingesteckt bei “Stöckchenalarm”

  1. Erst dachte ich ja, da kommt jetzt der britische Raimund Ringele.

    Würd’ wohl heute blöd ausschauen, wenn ich einen Glitzer-Tütü anziehe.

  2. Frau Echse sagt:

    holla die waldfee…
    ganz ganz süß der glitzernde tamburinmann und ich fürchte oma ist schuld!

  3. stilhäschen sagt:

    Abgefahren, nur Frauen und Herren! Das muß die neue Höflichkeit sein.

    Ach was, „blöd ausschauen”, Frau Klugscheisser – das sollte niemanden am Traumausleben hindern. Bloß z.B. als Autowaschgirl würd’ ich nicht arbeiten damit auf Konzertflügeln tät ich mich nicht räkeln damit, es sei denn, die Haftpflicht zahlt die Nachlackierung.

    Also auch geheult, Herr Jeh?!

    Tja, Frau Echse… „da spekuliert wohl eine auf Enkel” könnte man da entgegnen, aber das klingt so schnell böse. Wo Sie doch bloggen wie ein junges Reh! Quatsch also. Aber schuld isse natürlich, die Omma.

  4. Georg Helmut sagt:

    Wirklich prima, endlich weiß ich was mich um die Chancen meiner Zukunft gebracht hat, „meine Mutter hat mich unterstützt”. Hätte ich mal lieber heimlich bei Oma das Malen begonnen.

  5. stilhäschen sagt:

    Genau das, Herr Helmut. Feine Sache, wenn man alles den Eltern ankreiden kann…:-)

Auch kurz das Näschen reingesteckt:

Sollte Dein Kommentar nicht an den beiden Türstehern Akismet und SpamKarma vorbeikommen, obwohl Du nicht für Deinen Viagrashop geworben oder Nacktbilder Deiner Oma angepriesen hast: bitte kurz per Mail (info[ät]stilhaeschen[punkt]de) melden, dann fisch' ich ihn gern von Hand raus. Danke.