Mensch, Mädchen / Junge, Junge


Als wir uns für Kinder entschieden, war der Plan „erst ein Junge, dann ein Mädchen”. Der Grund für die Reihenfolge war ganz pragmatisch: dann wollen sie vielleicht auch in der Pubertät noch miteinander zu tun haben, immerhin hat der blöde Bruder nette Freunde und Schwesterchen lustige Freundinnen.
Ich wurde schwanger und der Arzt prophezeite anhand des Ultraschalles einen Jungen. Wir freuten uns, ich begann die Ausstattung zu besorgen: Kinderwagen, Klamotten, Zubehör. Jetzt erst realisierte ich: ja Scheiße, das ist ja fast alles schon gegendert! Die Industrie macht das schon geschickt: entweder rosa mit Rüschen oder dunkelblau mit Bagger drauf, schon ist die Zielgruppe halbiert und fürs nächste Kind muß mit 50/50-Chance alles neu sein. Nicht nur, daß mir beide Extreme einfach nicht gefallen; der Plan im Hintergrund stimmte ja auch für Neutralität.
Ich lief durch Geschäfte, stöberte im Internet, ging auf Basare. Gefühlte 90% der Sachen waren ziemlich eindeutig für Jungs oder Mädchen. Bei allem anderen schlug ich zu: Ringel-T-Shirts, Mützen, Jacken ohne Rosa, Jeans ohne Glitzerblümchen und Baumaschinen. Ein überschaubarer Haufen fürs erste Jahr. Der Kinderwagen wurde grün.

Tja, der Bauch wurde dann doch ein Mädchen. Ab dem Moment, in dem wir das wussten, bekamen wir von lieben Freunden kistenweise Klamotten geschenkt. Sie ahnen es: zumeist rosa und mit Rüschen. Jetzt hatten wir wirklich alles und mittlerweile war mir klar, daß Äußerlichkeiten eben Äußerlichkeiten sind. Meine Güte, dann hat sie halt mal Rosa an. Solange wir sie nicht dreimal am Tag umziehen und auch sonst wie ein Püppchen behandeln – egal.
Rakete kam, schrie und wurde gewickelt. Sie trug mal einen grünen Strampler, mal einen gelben und mal einen pinken mit „Hello Kitty” vornedrauf. Nicht nur dem Möhrchenprinz, auch mir war es komplett egal. Wir waren froh, wenn genug Essen im Haus war und das Telefon stillstand.

Rakete war gerade zwei geworden, als klar war, daß Risiko ein Junge werden würde. Ich saß wieder hormongesteuert zwischen Klamottenkisten und war schockiert, wieviel ich aussortieren musste. „Musste” weil nicht nur die Gesellschaft irritiert reagiert auf Jungs, die Rosa tragen – sondern weil die Gesellschaft anfängt bei Oma, Opa, Tante, Onkel – und erschreckenderweise auch mir. „Erschreckend”, weil ich mich für emanziert halte. Aber wenn das schon bei Kinderklamotten aufhört?!

Risiko trägt die rosa Strumpfhosen seiner Schwester auf, dabei finde ich nichts (hey, er ist gerade mal ein Jahr alt, im Kindergarten reden wir dann nochmal drüber), auch pinke Ringel in Hose und T-Shirt sind für mich kein Grund zum Aussortieren. Dafür trägt er (jedenfalls solange er seinen eigenen Willen noch nicht artikulieren kann) keine Rüschen, keine Blümchen und kein Glitzer.
Trotzdem muß ich mich schon dafür hin und wieder rechtfertigen („aber das ist doch ein Junge!”)!
Rakete ist jetzt dreieinhalb und Klamotten sind ihr, im Gegensatz zu mancher Kindergartenfreundin (noch?) reichlich egal. Mich freut’s, sie mag die Sachen, die sie hat: wenige Kleidchen, viele „neutrale” Jeans und Shirts/Pullis, von denen ich Risiko nach meinen heutigen Standards auch noch gut die Hälfte anziehen würde (der Rest, leider: verirrte Rüschchen oder Überdosis Rosa). Was er davon dann mag („Hello Kitty”? darf er, mit Handkuß, tausendmal lieber als „Cars”!), werden wir sehen.
Trotzdem (ahnen Sie es?) muß ich mich hin und wieder rechtfertigen für Raketes Bärenmütze, die dunkelblaue Matschhose, den Weltall-Pulli („aber es gibt doch so schöne Sachen für Mädchen!”).

Ich fürchte, das wird alles mit den Jahren nicht einfacher. Auch wenn sich im Vergleich zu vor fünfzig Jahren natürlich schon eine Menge getan hat (demnächst mal: Zitate aus unserem Babybuch von 1966; die Haare werden Ihnen zu Berge stehen!) – die Fronten sind verhärtet. Ich bin froh um Kampagnen wie die von pinkstinks und ich freue mich über jeden kleinen Jungen, der mit lackierten Nägeln in den Kindergarten geht.

„Burschikose” Mädchen sind gesellschaftlich meist noch eher anerkannt als „metrosexuelle” Jungs. Vielleicht ist es schon deshalb ganz gut, daß unser Plan nicht aufging: im besten Falle macht bei uns Rakete im Raketensweater den Weg frei für Risiko in Rosa. Ich gelobe hiermit schonmal hoch und heilig: wenn er will, darf er. Nicht nur die Strumpfhose unter der Jeans.


19 Näschen reingesteckt bei “Mensch, Mädchen / Junge, Junge”

  1. jpr sagt:

    Ich muss inzwischen immer an dieses Bild denken. Das dreht sich zwar um Spielzeug, aber diese Baustelle enthaelt ja all die gleichen Loecher, die Sie so treffsicher fuer Kleidung markieren – es ist einfach etwas weniger augenfaellig. Aber ganz ehrlich: ich wuensche mir, dass der Ausgang halt eben der dargestellte ist – ‚basst scho’ wie man das bei Ihnen formulieren wuerde. Ich fuerchte aber, dass es noch sehr lange geht, bis das wirklich in den Hirnen der Gesellschaft angekommen ist. Prima also, gehen Sie mit R&R in die richtige Richtung.

  2. jpr sagt:

    Jetzt muss ich gleich noch mal nachlegen, weil gerade dieser Artikel vorbeikam, der das Thema noch ein wenig weiter – und wie ich finde mit wichtigen Details – auseinandernimmt. Die schlechte Nachricht: Ihre Sorgen werden vermutlich nicht besser werden…

    • stilhaeschen sagt:

      Oh, vielen Dank für den Link. Teile davon kann ich unterschreiben. Ich fürchte nur, daß es (meinem eigenen Geschwätz zum Trotz) nicht so einfach ist, daß die Industrie den Stil vorgibt. Zu mindestens gleichen Teilen ist es die Nachfrage, die das Sortiment bestimmt. Sonst gäbe es ja keine neutralen Sachen im oberen Segment (und die gibt es, wirklich. Zum Glück auch ab und zu second hand).
      Im Grossen und Ganzen aber möchte ich eigentlich nur rufen: ist doch scheißegal! Wird eh schneller dreckig als man „Emanzipation” husten kann.

      • jpr sagt:

        Klar wuerde ich auch nicht alles unterschreiben (zumal meine Eindruecke ohne eigene Kinder halt auch aus immer aus dritter Hand sind), aber meine letzten Eindrucke bei der Suche nach Dingen fuer Kinder Bekannter waren schon auch immer sehr ‚es gibt rosa und blau und mit ein bisschen Glueck noch braun’. Wieviel davon selbst gemacht ist, weil nur Rosa und Blau nachgefragt werden – keine Ahnung, aber sicherlich auch nicht von der Hand zu weisen (wobei so ein positiver Regelkreis halt auch schwer aufzuhalten ist, wenn er erstmal begonnen hat sich zu drehen). Und was man selber draus macht – immer noch mal eine ganz andere Frage.
        Ich fand’s vor allem passend im Kontext…

      • Icke sagt:

        ist doch scheißegal! Wird eh schneller dreckig als man „Emanzipation” husten kann.

        Der Punkt ist aber, dass die Kleidung, also die Erkennbarkeit des Geschlechtes das Verhalten der Umwelt bestimmt. Wenn ein Kind als Mädchen erkennbar ist, wird es „als Mädchen” behandelt.

        • stilhaeschen sagt:

          Das mag in den meisten Fällen stimmen, aber soll ich daraus etwa die Lehre ziehen, meine Kinder doch nach gesellschaftlichem Konsens korrekt geschlechtsbetont anzuziehen? Da ziehe ich das Spielen mit Konventionen aber deutlich vor…

          • Icke sagt:

            … soll ich daraus etwa die Lehre ziehen, meine Kinder doch nach gesellschaftlichem Konsens korrekt geschlechtsbetont anzuziehen?

            das steht nicht im meinem beitrag und ist auch nicht heraus- oder hinein zu lesen.

            ich beende dir kommunikation mit dir, da ich für unsachliche gesprächsführung weder lust noch zeit habe.

            • stilhaeschen sagt:

              Es tut mir leid, wenn Du Dich angegriffen fühlst, das war nicht meine Intention. Sehr gerne können wir die Konversation gleich auch von meiner Seite beenden.

              Ich konnte aus Deinem Beitrag herauslesen (ist halt immer alles subjektiv – ein objektives „ist nicht herauszulesen” gibt es nicht, solange andere Menschen lesen; ich kann meine Antwort übrigens auch nach mehrmaligem Lesen nicht als unsachlich erkennen), daß die Perzeption meines Kindes durch die Gesellschaft von den Klamotten abhängt, was mir als ankleidender Mutter zwei Möglichkeiten lässt: entweder, ich will, daß meine Tochter von der Gesellschaft „wie ein Mädchen” behandelt wird – dann kleide ich sie, wie die Gesellschaft ein Mädchen definiert (andersherum für meinen Sohn). Oder ich möchte, daß sie als Junge wahrgenommen wird und kleide sie in Bagger-T-Shirts und Cars-Hosen.
              Halt, da ist noch eine dritte Möglichkeit! Mir ist einfach egal, was die Gesellschaft so im Allgemeinen denkt (das ist zwar mein Problem und das meiner Kinder, aber die Gesellschaft zu erziehen ist vielleicht doch ein bißchen viel verlangt) und kleide meine Kinder so wie es mir passt und ihnen gefällt. Möglichst unabhängig von bestehenden Geschlechterklischees (aber auch nicht nur aus purem Trotz dagegen).

        • Lovis sagt:

          Ja und das ist das eigentliche problem, hier empfehle ich, die geschlechterlüge, von cordelia fine, sie legt so viele studien dar, die belegen, wie die soziale geschlechteridentität gesellschaftlich konstruiert wird und sich die kinder diese dann als soziale wesen aneignen, sind sie doch darauf ausgelegt und angewiesen sich in ihre gesellschaft einzugliedern, da ist das umfeld und die familie fast egal, spätestens in der schule geht der soziale druck von den anderen kindern weitergegeben doch nach dem mainstreem und mal ehrlich, wo bestimmt denn noch die nachfrage das angebot, kinder nach geschlecht zu unterteilen haben sozialforscher zur vorletzten jahrhundertwende dringend angeraten, weil sie die these des behavorismus vertraten, demnach mädchen und jungen, kinder durch erziehung/umwelt und nicht nach anlage, also auch biologischem geschlecht, sozialisiert würden, auch stand darmals blau für mädchen und rosa für jungen auf den fahnen, das änderte sich erst ende der 40er jahre…
          Lovis

        • Lovis sagt:

          Hallo, ich suche menschen, die das ähnlich sehen, wir wohnen in berlin und wollen unsere töchter gerne mal mit kindern zusammenbringen, die das wort schneemensch und feuerwehrfrau nicht lächerlich gemacht bekommen…ich freue mich über antworten und bin auch selbst mit meinem blog aktiv,…
          Lovis

  3. Christine sagt:

    Meine Lütte ist 16 Monate alt. Und mir geht es ziemlich auf den Zeiger, dass man nur gegendertes zu kaufen kriegt. Bei Kleidung kann man das noch ganz gut umgehen – irgendwie. Aber bei der sonstigen Ausstattung ist es wirklich schwer: Den Fahrradhelm gab es in JungsPriatenBlau oder in MädchenHelloKittyRosa. Ich habe dann Rosa gewählt.

    Aber man kann einem Mädchen immernoch besser Jungssachen anziehen, als andersrum. Das macht mir ein schlechtes Gewissen, wenn ich Jungssachen aufm Trödel für meine Tochter kaufe.

    Und ich habe auch meine Kinderkleidung als weniger geschlechtsgeprägt im Kopf.

    • stilhaeschen sagt:

      Schlechtes Gewissen? Weil die Jungs dann nix mehr anzuziehen haben? Ach geh. Das kommt doch eh wieder in den Kreislauf, oder? Und dann ist das halt mal ein Jahr in Mädchenhand…(vielleicht kommt ja auch noch ein Brüderchen?)

      Ja, Mädchen in Jungsklamotten gehen irgendwie (=gesellschaftlich) eher. Deswegen nehme ich mir ja selbst vor, es auch andersherum normal zu finden. Ob das klappen wird? Ich weiß es nicht. Noch ist Risiko zu klein für eigenen Klamottengeschmack.
      Rakete auch. Solange also kaufe ich, was mir gefällt, der Rest wird mit Geschenktem aufgestockt (zum Glück sprudeln da einige Quellen). Gebraucht achte ich jetzt nicht mehr darauf, ob das später auch Risiko anziehen kann; bei neuen Sachen versuche ich das aber meist. Gespannt kann man sein, wie das wird, wenn beide da eigene Köpfe haben…

      Und ja, auch ich erinnere mich an „ungegenderte” eigene Kinderkleidung. Rote und braune Cordhosen, Ringelpullis – aber auch an Kleidchen, Röckchen, Rüschen und deren Faszination. Vermutlich war damals doch nicht alles besser (und Barbie gab es damals auch schon – mein sehnlichster Wunsch, von der Mutter verboten, aus Gründen, die ich heute sehr gut verstehe…wie werde ich das handhaben? Meine Fresse, rosa Klamotten sind ja erst die Spitze des Eisbergs! Waaaah!)…

      • apfelhese sagt:

        Als der Dämon noch klein war, war ich beim Kleidungskauf oft froh, keine Tochter zu haben – schreckliche Gedanken – weil es zu Beginn der 90er fast nur gegendertes gab. Zumindest war das mein Eindruck. Den eigenen Kopf hatte er recht früh. Und was glauben sie, welche Farbe die erste selbst ausgesuchte Winterjacke hatte, so im Alter von 2,5 -3 Jahren? Richtig, pink natürlich. Bestürzte Gesichter allenthalben, wenn ich erklärte, dass die niedliche Kleine mit den langen Löckchen ein Junge sei. Und heute? Fast alles schwarz aber weitgehend geschlechtsneutral, die Haare immer noch lang. Und immer noch auf der Suche nach dem T-shirt mit der Aufschrift: Grow you a beard – If you can.
        Zum Glück haben eben alle einen eigenen Kopf und nicht nur zum Haareschneiden.

        • stilhaeschen sagt:

          Hm, vielleicht haben zu jeder Zeit die Frauen, die etwas nicht gegendertes suchen, den Eindruck, das gäbe es kaum…
          Und du hast natürlich recht, irgendwann haben sie einen eigenen Kopf. Gut so!

  4. […] von Klamotten, die immer wieder ein brennendes Thema sind (siehe fuckermothers, stilhaeschen, oder zum cross-dressing laufmoos) und Spielzeug (siehe dasnuf) drängen sich mir ein paar […]

  5. Jaja, das mit der Kleidung ist manchmal schwierig …

    Unsere Lütten sind jetzt 3 und 4 und auch bei uns hat die große Schwester natürlich vornehmlich rosa Zeugs „geerbt”, für den Kleinen haben wir das meiste selbst gekauft. Dabei habe ich aus Kostengründen – und ein wenig aus Widerstand – Jungensachen „light” gekauft, also möglichst ohne Aufdruck „XY Boys” o.ä., in grau, weiß, rot (vor allem weiß und rot scheinen die letzten ungegenderten Farben zu sein, die immer gehen, auch bei Fahrradhelmen, Jacken, Taschen etc.), auch manchmal braun oder blau. Das konnte dann erst die Große tragen und später der Kleine.

    Seit gut einem Jahr hat er Lieblingsfarbe: Lila. Und man glaubt ja nicht, was für bescheuerte Kommentare ein Dreijähriger sich gefallen lassen muß, wenn er ein lila Shirt anhat! Wieviel Feindseligkeit manche Leute an den Tag legen, wenn sich ein kleiner süßer Junge über seine hübsche lila Schneehose freut! (Die seiner Schwester ist schwarz.)

    Letztlich kann man aber wohl die Kinder nicht völlig davor bewahren, Zuschreibungen ausgesetzt zu sein oder sich an der (Farbe der) Kleidung der anderen zu orientieren, deshalb muß man sich da wohl von völlig neutraler Kleidung verabschieden.

    Was ich inzwischen aber wichtiger finde, ist sehr deutlich im Kindergarten und Bekannten-/Verwandtenkreis einzufordern, daß die Kinder soweit als möglich gleich behandelt werden in dem, was sie dürfen (Verhalten/Spielzeug: Jungs dürfen weinen, kuscheln, „Puppenmutti” und „Prinzessin” sein, wenn sie dies möchten, Mädchen dürfen toben, Baggerfahren usw.), und nach einigem Diskutieren ist bei den meisten Großeltern und Tanten angekommen, daß die Große sich immer das „blaue Teil” aussuchen wird und der Kleine das „rosa/lila Teil”, wenn doch mal wieder zwei ähnliche Sachen verschenkt werden (z.Bsp. Laternenstäbe, Bücher, Schals, Waschlappen, Kuscheltiere, Zahnbürsten usw.) – wie oft haben wir 2 farblich gegenderte Dinge bekommen, und die Kinder haben zielsicher „das Falsche” gegriffen, hehe.

  6. stilhaeschen sagt:

    Oh doch, ich glaube, daß ein Junge in lila blöd angemacht wird. Umso wichtiger, ihn das trotzdem tragen zu lassen (so er es will), das klingt toll bei Euch! Und du hast natürlich recht, Kleidung ist nur ein kleiner Aspekt, das Verhalten muß auch „gegengegendert” unterstützt werden. Hier im Kindergarten immer wieder ein Thema: Jungs, die Mädchen nicht mit Lego spielen lassen („das ist Jungsspielzeug!”) – hallo? Woher haben die solche Sprüche, wenn nicht von zuhause? DAS ist erschreckend.

  7. Wolfram sagt:

    Hier in Frankreich auch ganz furchtbar: es gibt kaum noch Sachen, die nicht mit den Helden irgendeiner dämlichen Fernsehserie bedruckt sind, die die Mädchen eh nicht gucken (das goldlockige Mädchen guckt nämlich viel lieber Eisenbahnfilme). Also kriegen wir viel Klamotten aus Deutschland, da ist nämlich schon eher mal eine Katze drauf (Katze ist auch ganz toll), die nicht Kitty heißt. Aber selbst mit Glitterherzchen auf dem Pulli wird das Kind als Junge angeredet, weil die Pfarrfrau die Haare geschnitten hat… :P
    Aber sie zieht nur an, was ihr gefällt, und sie ist noch nicht drei… also die Tochter.

    Der Sohn, 13-7/12, ist mittlerweile über das Cars-Alter hinaus und trägt am liebsten Feuerwehruniform, die große Tochter eh. Und das Jüngste wird nicht gefragt, da ist die Hauptsache gut waschbar, milchsäurefest und an Bauch und Knien verstärkt.

    • stilhäschen sagt:

      Jaja, ein schwieriges Thema. Vor allem, wenn die Kleinen mitreinreden.
      Ich hatte die Woche das Problem, bei Sonnenschein mit Risiko ohne Sonnenhut unterwegs zu sein. Zwei Klamottendiscounter waren nah, beide hatten eine große Auswahl rosa Glitzerhüte mit praktischer breiter Krempe; „für Jungs” gab’s nur Käppis mit Nackensonnenbrandgarantie in dunkel-dunkel-dunkelblau (mit Bagger). Da bekommt „hirnverbrannt” eine ganz neue Bedeutung…

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