Ausgehbefehl, emotional verschwurbelt.


Gäbe es das Internet nicht, mein Leben wäre anders verlaufen, aber hallo. Ich hätte mehr geschlafen, weniger für Telefonrechnungen bezahlt und eifriger studiert. Und ich hätte eine Menge großartiger Menschen niemals kennengelernt.

Zum Beispiel den Opa Neobazi, einen ehemaligen Seemann, der in seinem Blog ein ganzes Leben gesammelt hat, mit Höhen und Tiefen und Witz und Weisheit. Er erzählte von seinen Reisen, von seinen Kameraden und Freunden, von Schicksalsschlägen und der Liebe. In seinem Blog „Club der halbtoten Dichter” konnte man versinken wie in einem Ohrensessel vorm knisternden Kamin. Er verschenkte nicht nur seine Geschichten an seine virtuellen Enkel, sondern auch immer wieder Bücher und CDs, obwohl ihm das Geld wahrlich nicht locker saß.

Ohne ihn hätte ich wohl auch kaum seine von ihm ernannte „Hofkapelle” Rainer von Vielen kennengelernt. Nein, verändert hat diese grandiose Mitstampfmusik mit den schlauen, kritischen Texten mein Leben nicht. Aber bereichert. Wie Opa Neobazis Blog.

Opa, es ist sauschade, daß wir beide uns nicht mehr persönlich kennenlernen können. Aber heute abend, wenn Rainer von Vielen das Brückenfestival rockt, dann bin ich auch da, dankbar für diesen Deinen Tip. Und ich stell’ mich nicht mit unter die Brücke, damit Du mich und die Rakete sehen kannst. Und dann trinken wir einen zusammen. Versprochen. Auch bei Regen.


3 Näschen reingesteckt bei “Ausgehbefehl, emotional verschwurbelt.”

  1. waldnase sagt:

    emotional berührend!

  2. burnster sagt:

    ach ja, der edi und sein penetrantes endorsement vom rvv allaweil;)

    rock on, edi.

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