(bestimmt die letzten) Umstandsfetzen


Stehen geht nicht lang, sitzen geht nicht lang, gehen sowieso nicht. Liegen nur noch auf der Seite, aber davon immerhin habe ich zwei. Ich fülle also so gut es geht mein Vorschlafenregister.

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Und dann war da noch die Bedienung im Café, die mich verabschiedet mit „Und einen guten Rutsch, wenn’s soweit ist!”
Könnte glatt „Gut Brut!” von der Spitze der Schwangerengrüße verdrängen.

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Saublöd, wenn die sympathischste Entbindungsklinik wegen eines Formfehlers aus der Auswahl fliegt; aber ein Nürnberger Kind, bei dem „Fürth” im Paß steht? Selbst wenn das vielleicht notfalls noch ginge – aber daß da ja auch noch „/Bayern” dahinter kommt, das schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht.
Mein Vorschlag, die Hebamme solle doch einfach eine Viertelstunde vor Durchbruch Bescheid geben, damit man’s mit der U-Bahn wenigstens noch zur Stadtgrenze schafft, erntete große Augen. Sie hätten auch eine Psychatrische. Jetzt kann ich da auch gar nicht mehr hin. Puuh.

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Ohne Schwangere, die beim Einkaufengehen ihr Handy nicht mitnehmen, wäre die Telekom längst pleite. Denn so werden mindestens vier Verbindungen umsonst – aber eben bezahlt – aufgebaut: die mit dem Anrufbeantworter zuhause, die mit der Handymailbox (auch zuhause), und die mit der Handymailbox und die mit dem Arbeitsplatz des Bestimmt-gleich-Vaters. Eventuell kommen dann noch Geschwister und Freunde hinzu – und die Aktienwerte steigen.
Und wenn man doch mal gleich beim ersten Versuch rangeht, kommt ein halb enttäuschtes, halb anklagendes „Du bist ja noch zuhause!”. Man kann es niemandem recht machen.

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Und wie ich da so auf der Couch liege und der Bauch plötzlich wehtut und ich mich wieder erschrocken frage „ist das jetzt eine Wehe?” und dann entfleucht ein Lüftchen knattert es laut und der Schmerz ist weg – da stürzt der Möhrchenprinz herein, zeigt auf meine Kugel und ruft erschrocken: „Au weia, hoffentlich bekommst Du wirklich ein Kind und nicht nur einen Mörderfurz!”
Ganz kurz hatte ich auch Angst.


10 Näschen reingesteckt bei “(bestimmt die letzten) Umstandsfetzen”

  1. Na denn mal frohes knatternentbinden! Der Zähler da am Rand hat mir übrigens gute Dienste bei meiner Prüfungsvorbereitung geleistet.

  2. textorama sagt:

    Ach, wenn Sie dazu kommen, dann hören Sie sich mal „die Hausgeburt” von Jochen Malmsheimer an. Da bindet es sich gleich viel amüsanter ent.

    Der hat auch Hörenswertes zum Thema Waldorfkindergarten zu erzählen. Muahahahah…

  3. zoee sagt:

    pupsschmerzen. ja, die haben mich ein, zwei mal total schockiert mitten in der nacht ins krankenhaus fahren lassen, weil ich dachte, gleich ist es soweit.

    und? bist du noch zuhause?

  4. Ich wünsch euch einfach nur alles alles Gute!

  5. lesof sagt:

    also jetzt mal klug geschissen – von einer, die schon so’n kinderding hat.
    wenns weh tut und du hast gleichzeitig das gefühl, du müßtest mal ganz dringend aufs klo, dann geh nicht aufs klo, sondern nimm deine tasche und fahr ins krankenhaus.
    ansonsten: es gibt genug andere frauen, die hinfahren und es ist dann doch noch nicht so weit. alles halb so schlimm. findet keiner doof!
    viel glück und immer dran denken: irgendwann liegt da so ein kleines menschlein, lächelt im schlaf und weiß doch noch gar nicht, was lachen ist. und dann GEHT DIE SONNE AUF!

  6. Texas-Jim sagt:

    Sie werden das Kind schon schaukeln! (Und zwar sehr lange und ausdauernd ;-) )

    Hach, ich hab heut meinen Kalauertag. Tut es denn sehr weh? – Nur wenn ich lache, hihi…

    Alles Gute, alles Gute!

  7. Fast möchte man „Gut Schub!” hinterherrufen.

  8. creezy sagt:

    ihr macht’s aba ooch spannend …

    (ich drücke jetzt mal auf diesen raus damit!-kommentarbutton okay?)

  9. Pest Krause sagt:

    In Zukunft wird dat Kleene dann die Mörderfürze übernehmen. Oder ich. Allet Jute, Häschen!

  10. creezy sagt:

    wat jetzt? wie lange wollt ihr uns eigentlich noch auf die folter spannen? icke sitze hier wie uff kohlen …

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