Do it yourself – heute: power to the kitchen


Der Individualist sperrt sich ja gern und gegen so manches. „Unnützer Tand!” ruft er an jeder Art von Warenregal und „Konsumzwang!” und „Kommerzkacke!” und dabei überlegt er bereits im Stillen, wie sich derlei zuhause selber basteln ließe.

Für solche und die anderen, denen der Nutzen von elektrifizierten Küchengeräten, die jahrzehntelang auch gut mechanisch ihren Dienst verrichtet haben, verschlossen blieb bis zu dem Moment, in dem es gilt, größere Mengen Lebensmittel zu verarbeiten als bisher, gibt es heute nicht nur einen unsinnig langen Satz ohne Punkt, sondern auch die ultimative Lösung gegen Sehnenscheideentzündung durch übermäßiges Gewürzemahlen: die DIY-Pfeffermühle!

kuechenwerkzeug

Zutaten (v.l.n.r.): Gewürzmühle mit ausreichend langem Stift (weißes Modell geschlossen, rotes bereits zerlegt und montiert), Akkuschrauber.

Irgendeinen Vorteil muß es ja haben, auf einer Baustelle zu wohnen.

Und zu Weihnachten wünsch’ ich mir eine Küchenmaschine von Festool, bitte.


8 Näschen reingesteckt bei “Do it yourself – heute: power to the kitchen”

  1. Bravo und Bravissimo!
    Pfeffer mahlen per Akkuschrauber!

    Einfacher (ohne Zerlegen meine ich) geht das übrigens mit einer der hinreichend stilsicheren Messing-Mühlen, die der geneigte Tourist gern aus der Türkei mitbringt.
    An diesen Gerätschaften ist nämlich üblicherweise die Kurbel mit einer Hutmutter der Schlüsselweite 10 festgeschraubt, und darauf passt – man glaubt es kaum – eine 10er Nuss, und das einzige Problem, was dabei ein Problem bleibt, ist das Nachfüllen des Rohmaterials.

    Auch genial und immer wieder gern im Einsatz bei uns: Omas alte Kaffeemühle, Typ „Kaspers Großmutter”, befüllt eben mit Pfefferkörnern anstatt Kaffeebohnen. Dass der Mahlgrad etwas grober gerät, spielt angesichts des mit diesem Werkzeug erzielbaren Durchsatzes eine eher geringe Rolle.

    Aber wozu eigentlich der ganze Aufstand deinerseits? Du hast doch deinen Möhrchenprinzen…

    In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin alles Gute,
    Cheerio,
    der Mechatroniker.

  2. zoee sagt:

    ist das etwa ein gasherd?????

  3. Yeah, muss wohl, weil Gasbrenner.

    Ich hab da noch ein ganz anderes Kochfeld im Sinne (keine Werbung, einfach nur Toll):
    http://www.kuechenglueck.de/shop.php?mode=deep_link&id=9EB26685591139E230F18D6B1F35DEA1

    Cheerio,
    der Mechatroniker

  4. stilhäschen sagt:

    Ja, Mechatroniker, die (in diesem Falle elektrische) Kaffeemühle ist natürlich auch immer eine Alternative – nur die geschmackliche Verwirrung am nächsten Morgen, die spart man sich dann doch gerne. Aber schön zu wissen, daß es noch andere Küchenfrickler gibt.
    Worauf ich übrigens beim nächsten Gasherd unbedingt achten würde: leichte Reinigung durch kantenfreie Grundplatte, am besten wie in Profiküchen komplett durch Alufolie abdeckbar. Auweia, so weit bin ich schon! Hausfrauentips auf stilhäschen.de! Wann verlinkt mich Frau im Spiegel?

    Ja, zoee! Angst um kleine Fingerchen? Klar, ich schon auch – aber das müssen die an jedem Herd lernen, oder?

  5. textorama sagt:

    Ja ein WahnsinnsGeräää. Wie lange habe Sie den daran gebastelt? Erinnert mich an die Erfindung des Computer: der Herr Erfinder meinte er sei zu faul zum rechnen und bastelt sein Leben lang an etwas herum um sich Zeit beim Rechen zu sparen.
    Tja, nun…

  6. braggelmann sagt:

    …boh, dat is wat für meine bessere hälfte zu weihnachten….

  7. stilhäschen sagt:

    Texto, Akkuschrauber holen: keine 15 Sekunden. Mühle öffnen, einspannen: 10 Sekunden. Vergessen, die Leistung runterzuregeln: 0 Sekunden. Pfefferkörner vom Fußboden lesen: äh.

    Und so vielseitig, braggelmann! Pfeffermahlen, Sahneschlagen, Küche weißeln…

  8. textorama sagt:

    Und wenn der Akku mal vorbei ist? Haben Sie einen Ersatzakku zur Hand? Oder gibts dann ein Hard-Reset mit Down-Grade?

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