letzter Wunsch


Man macht sich ja ungern Gedanken über den eigenen Tod, jedenfalls wenn man die Cure-Phase mit 15 hinter sich und überhaupt ziemlich viel Spaß an diesem Leben hat.
Aber ein paar Dinge sollte man dann doch noch lebendig klären, bevor einem die Hinterbliebenen noch achso witzige Gartenzwerge vor den in Comic Sans beschrifteten Stein stellen.

Möge es noch ein ganzes Weilchen dauern – aber wenn es soweit ist, hätte ich bitte gern sowas ähnliches auch Wildwuchs mit Erdbeeren. Danke.

graberdbeeren

[Gesehen in Salzburg. Und nein, nicht gegessen.]


9 Näschen reingesteckt bei “letzter Wunsch”

  1. formschub sagt:

    Schöner Gedanke, dass dereinst den Hinterbliebenen Essbares aus der eigenen Parzelle entgegensprießt. Vielleicht finden sogar ein paar der einst körpereigenen Moleküle ihren Weg als Nährstoff in die Friedhofsernte und peu à peu verteilt man sich im Stoffwechsel der Grabnascher aus der Einfriedung wieder hinaus in die Welt. Romantisch, irgendwie.

  2. sam sagt:

    nachdem ich mir gerade die tränen weggewischt habe, weil bei private practice der tod auch wieder ein thema war, ist das hier fast …

    schöne idee, aber jemand der sich darum kümmert und weiter an dich denkt… hat auch was

  3. noribori sagt:

    Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
    Legt mir eine Birne mit ins Grab.«

  4. Pest Krause sagt:

    Am Wochenende im Sudetenland wuchsen diese Aromabomben auf dem Freidhof meiner Vorfahren auch in Größenordnungen. Strawberry fields forever war noch konkreter.

  5. Pest Krause sagt:

    Ich meinte Friedhof. Obwohl…

  6. Eckart sagt:

    Mal ehrlich: Wenn man nicht alles selber macht, wird daraus doch nichts ..

    Ich habe jetzt beschlossen, regelmässig viele Sonnenblumenkerne zu schlucken. Ein gelbes Blumenmeer auf meinem Grab fände ich hübsch.

  7. stilhäschen sagt:

    So hatte ich das noch gar nicht gesehen, formschub. Nur so als „süßen Gruß”. Aber Molekularerinnerung, das hat erstrecht was… Und daß die Idee nicht neu ist (da hat noribori natürlich vollkommen recht), macht sie ja nicht schlechter. Friedhöfe zu Beerenhecken!

    Oder zu Schrebergärten, Sam. Muß ja nicht jeder wild haben.

    Oh ja, Krause. Ich beiß mich in den Arsch, daß mir der Titel nicht selber einfiel.

    Tja, vermutlich sollte man das wirklich selbst in die Hand nehmen, Eckart. Ich fürchte nur, die Verscharrtiefe bestimmt dann wieder ein anderer. Was fehlt, sind Tieftreiber. Endlich hat Gentechnik eine Daseinsberechtigung!

  8. Eckart sagt:

    Ziemlich beeindruckt hat mich das Wort Tieftreiber. Aber noch mehr dieses Foto. Das ist wirklich der Oberknaller!

  9. stilhäschen sagt:

    Dankschön, Eckart. Und dabei hatte ich noch überlegt, ob ich die Erdbeere wieder heile photoshoppen soll. Aber, ach. Besser wird’s nicht, ich mag’s auch so.

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