Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen, lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen, mitten in uns.
(Rainer Maria Rilke, Kühlschrankmagnetendichter.)
Ich hab’ ihn nie persönlich kennengelernt, aber Wörter haben wir getauscht und Sätze und bestimmt hin und wieder ein Gefühl. Ich hätt’ ihn gern mal besucht da unten, hätt’ Bier mitgebracht und den guten Schnaps vom Markt und wir wären ohne Dach durch seine Heimat gebraust mit Rainer von Vielen in der Anlage, laut und mit ordentlich Wind im Haar.
Und jetzt ist so ein Moment, wo es keine hohle Phrase ist, wo man, was man eh schon weiß, begreift, als hätte es sich einfach in einen hineingesetzt:
Nichts mehr aufschieben, um Himmels Willen nichts aufschieben!

Ab jetzt wissen wir, wo die Wolken herkommen: Edi raucht wieder.
Laß es Dir schmecken, alter Gauner. Und danke für alles.



[…] es ist sauschade, daß wir beide uns nicht mehr persönlich kennenlernen können. Aber heute abend, wenn Rainer von Vielen das Brückenfestival rockt, dann bin ich auch da, dankbar […]