Und wieder jedes Jahr dasselbe; als ob der Wechsel zwischen Dezember und Januar irgendwie anders wäre als irgendein anderer.
Ungefähr der gleiche Trugschluß wie der Glaube, irgendwann würde alles einfacher, wenn man erst 18/25/50 ist, das Abi in der Tasche/das Reihenhaus am Stadtrand/den Posten im Aufsichtsrat/die Kinder aus dem Haus hat. Vielleicht ist es auch ein ganz anderer Trugschluß, aber das ist ja das tückische: die tarnen sich gut, die Drecksäcke. Pfeiferdeckel jedenfalls, treffen kann einen immer alles, Krankheit, Tod, fallende Klaviere, und das ungerechte dabei ist, daß es ebenso alle anderen treffen kann. Nämlich auch die, die man liebt. (Einmal im Jahr darf man im Vokabular von Rosamunde Pilcher bloggen, finde ich.)
So ein Scherbenhaufen ist schnell passiert, verrückt könnte man werden beim bloßen Gedanken daran und auf einmal begreift man, daß so ein bißchen Mittrotteln mit der Herde vielleicht gar nicht mal so schlecht ist, das verschwemmt die Ängste und verteilt die Trefferwahrscheinlichkeit, also: mitmachen beim Jahreswechsel, rausgehen, Arsch abfrieren, schlechten Sekt kippen, Kindern die Böller aus der Hand treten. Kommen Sie gut rüber!




Jetzt ist man drüben, und es sieht alles genauso aus wie vorher – abgesehen von den roten Papierfetzen auf der Straße.
Dabeisein war alles. Und wie ich dabei war gestern. Alles gemacht, was man am Jahreswechsel so macht. Außer Bleigießen und rote Unterwäsche. Hätte eh keiner gesehen. Die Unterwäsche jetzt aber Autokennzeichennumerologie is the new Bleigießen und damit 2.0. Jetzt hoffe ich mal, dass damit alles besser wird (einmal im Jahr darf man unrealistisch denken).
Schönes selbiges.
ich kenn drecksäcke, denen ist der kanonenschlag in der hand hochgegangen. und sie, sie kennen aufsichtsräte?
gutes neues (echt jetzt!)
Ja, mq, wer hat das eigentlich behauptet mit dem grünen Gras? The streets are always redder on the other side. Klingt scheiße, in der Tat.
Rote Unterwäsche, Frau Klugscheisser? Autokennzeichennumerologie? 2.0? Ohweh. Aber: ja, es wird besser. Nicht alles, aber das Schlimmste. Ich z.B. habe die erste Nacht im neuen Jahr bei -10°C so gut wie draußen geschlafen. Das härtet nicht nur ab, das lässt vor allem alles danach definitiv besser werden.
Solange das Drecksäcke sind, schneck, fehlt mein Mitleid. Und das mit den Aufsichtsräten, ach, das ist ja schnell dahergesagt. Es soll Leute geben, die wünschen sich sowas. Es gibt ja auch Dieter Bohlen.
Ich bin unendlich neidisch auf diesen (Foto)Schuss. Oh Mann.
Ä gueds Nois!
Von mir auch, nech. Also Neujahr und so.
Ich hab übrigens an doddaal subbern selberbrenndn Zwedschger gschenkd grichd …
guads neis
Wissense was, Krause? Ich schenk’ ihn Ihnen. Ehrlich jetzt. Greifen Sie zu.
Ich mach’ das dann bei Ratzes Schnappes. Auch wenn das undankbare Kerlchen meine Maklerei anmäkelt. Aber was erwartet man auch…
Ach, Burnstl, Buben, Kinder, so war das ja nicht gemeint, es sollte kein Fischen nach Glückwünschen werden, aber wenn Ihr es so wollt: ich wünsch’ Euch von Herzen (ehrlich!) ein wunderbares neues Jahr und bin fest davon überzeugt, daß es das auch wird. Immerhin ist der Opa wieder daheim und besser kann ein Jahr wohl kaum beginnen. Ich freu’ mich!
Danke, aber selbst ist der Krause, ya know?
Ein verspätetes Gleichfalls aus dem Thüringer Urwald!
Und was das „rüberkommen” betrifft: sind wir doch schon vor 20 Jahren!
Ich HATTE rote Unterwäsche an. Das wurde mir von bulgarischer Seite strengstens eingedeppert. Das neue Jahr wird dementsprechend ein Traum und ich habe die halbe Sylvesternacht damit verbracht, wichtige Verabredungen zu treffen, und wenn ich die Hälfte einhalte, dann komme ich groß raus oder so ungefähr.
Die andere Hälfte der Nacht hab ich bloß gesoffen.
Ich hätt’s mir denken können, Krause.
Dankschön, Kolumnistenschwein. Aber damals war das noch mehr was für Macher, oder?
Ach Katha, das klingt vielversprechend. Ich nehm’ dann die Platte, das Buch und Tor 3.