Mit mir gehts zu Ende. Ich hab schon des letzte Posting net verstanden. Und das hier versteh ich schon wieder net. Hast du dir wohl zum Fotoapparat auch noch an Designiheinistuhl kauft? Oder hams dich beschissen?
Geh bitte, Ratze, des kannst mer net antun. Muß ich jetzt wirklich noch Witze erklären?
[Kleiner Tip: wenn ein Freischwinger nicht schon ein Stuhl wäre ach, lies doch einfach den nächsten Kommentar. Und wegen der Überschrift – nee, frag lieber im Humorkurs an der Volkshochschule.]
Kein neues Designheinizeug, und der gestrige Eintrag waren so Fetzen, was andere halt einzeln twittern täten. Was gibt’s da nicht zu verstehen? Vielleicht solltest Du den Hustensaft doch lieber absetzen.
halb so viel Hirn ( siehe altunehrwürdige Zeit). Ach ist doch ehe gal. Was bringst wenn man doppelt soviel hat aber doch nur die hälfte nutzt… man könnts grad meinen, am End – also wenn man mal so offenen Auges durch die Einheits-FuZos deutscher Innenstädte stolpert.
… und ich reine Seele hatte zuerst die geschulterte Keule für den Freischwinger gehalten. Mich aber dann tatsächlich über den optimistischen Zeichenstil gewundert …
Das wiederum, Burnstl, versteh’ ich jetzt nicht. Oder falsch. Aber schön, Dich mal wieder im Haus zu haben.
Mei, salamikakao, das hast aber schön gefunden. Da fällt mir gleich wieder das Foto drüben bei Herrn Krause ein. Um Himmels Willen, das Niveau tritt sich fest hier.
Die Hälfte, textorama, ist wahrscheinlich noch hochgesteckt. Nicht nur bei frisierten Damen. Apropos Namen: jetzt, wo Sie’s sagen… Tssss.
Beides so einfach zuzugeben – das spricht fast schon wieder für Dich, Eckart. Hihi. („Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.” Und auch nicht mehr der Jüngste. Danke für diese unfaßbare Offenheit!)
Danke, Pulle. Das gar zu dämliche versuche ich für mich zu behalten.
Die Ausbildung zur Boutiquenverkäuferin ist hart. Sie dauert 3 Jahre und umfasst mehrere Fächer: Psychologie, Sadismus, strategische Kriegsführung, Etikette bei Hofe, Nagelpflege, Make-up und Bulimie zum Bespiel. Nach 3 Jahren bekommt die vornehmlich blonde Frau leicht einen Job, denn Fachkräfte sind rar, und der Beruf ist kein Zuckerschlecken.
Die Fachfrau kommt morgens um 10 in einen klösterlich kargen Verkaufsraum – dort muss sie acht Stunden lang stehen. Allein, einsam, unbefriedigt, und das macht ihr keine gute Laune. Doch in ihrer Ausbildung hat sie gelernt: Gute Laune ist für Proleten. Im schlechtesten Fall geht die Tür irgendwann mal auf. Der Kunde, der Feind tritt ein. Das Schweigen ist eisig wie die Schnauze einen Polarwolfes. Mit klirrender Stimme, der durch langes phonetisches Training jede weiche Unterwelle entnommen wurde, fragt die Verkäuferin nach dem Begehr des Feindes. Die schlimmste aller möglichen Antworten ist: Och, ich wollte nur mal so schauen. Diese Aussage kommt einer Kriegserklärung gleich. Nur mal so schauen und womöglich noch stöbern, denkt es im Kopf der Boutiquenverkäuferin. Rumwühlen, mit Schokoladenfingern, Wurstfingern, Hausfrauenhänden in Kaschmirteilen grabbeln, auseinander ziehen und zerknüllt wieder in die Fächer stopfen und vor allem: Selber schauen. Die geschmacklose Person, wo doch nur ich ausgebildet bin, um Menschen einzukleiden, und überhaupt, die kann sich doch eh nichts leisten.
Der Kunde, der jetzt noch Nerven hat, geht mit unsicheren Schritten auf ein Gestänge zu, auf dem Modeskulpturen hängen. Keines unter 800 € und zum Anziehen ungeeignet. Aber der Kunde kann das ja nicht wissen, die Verkäuferin schon. Und so steht sie neben ihm, in einem Abstand, der die persönliche Abstandsgrenze eines Menschen in jedem Fall verletzt. Der Kunde spürt den eiskalten Atem der Verkäuferin im Nacken, dort er prallt ab und pfeift um die Ecke. Der Atem riecht nach Brillanten in Pfefferminzsauce. Der Kunde beginnt befangen die Modelle durchzublättern, er scheut sich, auf Preisschilder zu schauen. Die Verkäuferin hüstelt. In dem Hüsteln ist alles enthalten, um den Kunden zu demütigen. Das Hüsteln löst folgende Assoziationskette aus: Was tue ich hier. Was will ich hier. Ich kann es mir nicht leisten. Ich werde es nie anprobieren. Ich bin hässlich und ungepflegt und dick. Und arm. Ich bin ein Versager. Ich habe es zu nichts gebracht. Ich bin nichts und ich darf nichts wollen.
In aller Regel ist der Kunde dann soweit. Er rennt gehetzt aus dem Laden, ein beschämender Rückzug. Reicht die Scheidung ein, kündigt, begeht einen Selbstmordversuch, landet in der Psychiatrie, danach auf der Straße mit einem handfesten Drogenproblem. Nur wenige bleiben noch ein paar Minuten länger im Laden. Es sind entweder Masochisten oder masochistische Lesben die trotzig und aufmüpfig werden, wenn man sie nicht mag.
Nehmen wir mal an, der Kunde bliebe. Er geht womöglich soweit, den Kleiderbügel zu berühren. Dann wird die Verkäuferin vorschnellen, der Kundin das Kleid entreißen und mit Ekel in der Stimme fragen: Sie wollen es probieren? Die nächste Hürde. Denn es bedeutet: Sie wollen es doch nicht etwa anziehen, sie hässliche, lächerliche Vettel. Nur die ganz Starken nicken jetzt. Sie gehen in eine Umkleidekabine, die mit Operationslicht und Spiegeln ausgestattet ist. Sie entkleiden sich. Das Licht brennt erbarmungslos auf die Orangenhaut – die nächste Demütigung. Und wagen, das Kleid anzulegen. Das natürlich zu eng ist. Das beschissen aussieht. Die Verkäuferin nach einer größeren Nummer fragen? Niemals. Nun vertreibt es auch die Starken aus dem Laden. Und endlich ist es wieder ruhig und klösterlich rein. Befreit von Weibern. Und abends kommt der Geschäftsführer mit seinem SL vorgefahren und lässt sich Rapport geben: Na, wie ist es heute gelaufen? Und die Verkäuferin sagt: Prima. Heute habe ich vier Frauen gedemütigt.
So ist das mit den Boutiquenverkäuferinnen – was soll man dazu noch sagen.
sorry, ich habe vergessen, mich vorzustellen (das hat wagnern wohl getan) und meine mail zu hinterlassen……war wieder am ‚irrlichtern’……sieh es mir bitte nach…..es war immerhin 4:10……..da hilft auch ‚reinert sommerwurst’ nicht mehr so richtig……
zugegeben, im ersten Moment verwirrend (Sibille Berg liest mit?), aber dann doch schnell aufgeklärt. Keine Ursache, irrlichtern ist selbstverständlich erlaubt, zumal wenn sowas dabei herauskommt, Sommerwurst hin oder her.
Wenn gewünscht, lösche ich da auch wieder etwas, aber warum eigentlich?
Beste Grüße!
Sollte Dein Kommentar nicht an den beiden Türstehern Akismet und SpamKarma vorbeikommen, obwohl Du nicht für Deinen Viagrashop geworben oder Nacktbilder Deiner Oma angepriesen hast: bitte kurz per Mail (info[ät]stilhaeschen[punkt]de) melden, dann fisch' ich ihn gern von Hand raus. Danke.
Mit mir gehts zu Ende. Ich hab schon des letzte Posting net verstanden. Und das hier versteh ich schon wieder net. Hast du dir wohl zum Fotoapparat auch noch an Designiheinistuhl kauft? Oder hams dich beschissen?
Geh bitte, Ratze, des kannst mer net antun. Muß ich jetzt wirklich noch Witze erklären?
[
Kleiner Tip: wenn ein Freischwinger nicht schon ein Stuhl wäreach, lies doch einfach den nächsten Kommentar. Und wegen der Überschrift – nee, frag lieber im Humorkurs an der Volkshochschule.]Kein neues Designheinizeug, und der gestrige Eintrag waren so Fetzen, was andere halt einzeln twittern täten. Was gibt’s da nicht zu verstehen? Vielleicht solltest Du den Hustensaft doch lieber absetzen.
Seepferdchen hatte ich in der ersten Klasse. Freischwinger nicht. Sonst hätte ich ja keine Badehose gehabt, um das Seepferdchen drauf zu nähen.
Danke, eigenart! Womit sich der Hinweis an Ratzelmann erledigt hat. Und schon gelöscht…
Man hilft, wo man kann.
das muss eine gute pointe gewesen sein, weil ich hab schon gelacht bevor ich sie verstanden hatte.
Und nicht jede Keule ist… aber schauen´s doch bitte selbst (eine Illustration aus der altunehrwürdigen ZEIT).
halb so viel Hirn ( siehe altunehrwürdige Zeit). Ach ist doch ehe gal. Was bringst wenn man doppelt soviel hat aber doch nur die hälfte nutzt… man könnts grad meinen, am End – also wenn man mal so offenen Auges durch die Einheits-FuZos deutscher Innenstädte stolpert.
manchmal machts ja erst später klick!. Schön sind auch die Namen in Bezug auf diesen besonderen Freischwinger. (Stam… Rohe…. klick!klick!klick! Hö?)
… und ich reine Seele hatte zuerst die geschulterte Keule für den Freischwinger gehalten. Mich aber dann tatsächlich über den optimistischen Zeichenstil gewundert …
herrlich.
Das wiederum, Burnstl, versteh’ ich jetzt nicht. Oder falsch. Aber schön, Dich mal wieder im Haus zu haben.
Mei, salamikakao, das hast aber schön gefunden. Da fällt mir gleich wieder das Foto drüben bei Herrn Krause ein. Um Himmels Willen, das Niveau tritt sich fest hier.
Die Hälfte, textorama, ist wahrscheinlich noch hochgesteckt. Nicht nur bei frisierten Damen. Apropos Namen: jetzt, wo Sie’s sagen… Tssss.
Beides so einfach zuzugeben – das spricht fast schon wieder für Dich, Eckart. Hihi. („Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.” Und auch nicht mehr der Jüngste. Danke für diese unfaßbare Offenheit!)
Danke, Pulle. Das gar zu dämliche versuche ich für mich zu behalten.
Ausgerechnet das gar zu dämliche tät mich interessieren (… und zum Glück für blühende Darmflora-Landschaften ist nicht jeder Stuhl elektrisch.)
a) die bloße erwähnung von mies von der rohe in einer penis-karrikatur kann nur zu einer guten pointe führen.
b) ich bin öfter im haus als mein kommentarunwesen dich glauben lässt.
prostskriptum: schon allein desweng, weil ich den ratzinger stalken tu.
unruhezone:
Die Ausbildung zur Boutiquenverkäuferin ist hart. Sie dauert 3 Jahre und umfasst mehrere Fächer: Psychologie, Sadismus, strategische Kriegsführung, Etikette bei Hofe, Nagelpflege, Make-up und Bulimie zum Bespiel. Nach 3 Jahren bekommt die vornehmlich blonde Frau leicht einen Job, denn Fachkräfte sind rar, und der Beruf ist kein Zuckerschlecken.
Die Fachfrau kommt morgens um 10 in einen klösterlich kargen Verkaufsraum – dort muss sie acht Stunden lang stehen. Allein, einsam, unbefriedigt, und das macht ihr keine gute Laune. Doch in ihrer Ausbildung hat sie gelernt: Gute Laune ist für Proleten. Im schlechtesten Fall geht die Tür irgendwann mal auf. Der Kunde, der Feind tritt ein. Das Schweigen ist eisig wie die Schnauze einen Polarwolfes. Mit klirrender Stimme, der durch langes phonetisches Training jede weiche Unterwelle entnommen wurde, fragt die Verkäuferin nach dem Begehr des Feindes. Die schlimmste aller möglichen Antworten ist: Och, ich wollte nur mal so schauen. Diese Aussage kommt einer Kriegserklärung gleich. Nur mal so schauen und womöglich noch stöbern, denkt es im Kopf der Boutiquenverkäuferin. Rumwühlen, mit Schokoladenfingern, Wurstfingern, Hausfrauenhänden in Kaschmirteilen grabbeln, auseinander ziehen und zerknüllt wieder in die Fächer stopfen und vor allem: Selber schauen. Die geschmacklose Person, wo doch nur ich ausgebildet bin, um Menschen einzukleiden, und überhaupt, die kann sich doch eh nichts leisten.
Der Kunde, der jetzt noch Nerven hat, geht mit unsicheren Schritten auf ein Gestänge zu, auf dem Modeskulpturen hängen. Keines unter 800 € und zum Anziehen ungeeignet. Aber der Kunde kann das ja nicht wissen, die Verkäuferin schon. Und so steht sie neben ihm, in einem Abstand, der die persönliche Abstandsgrenze eines Menschen in jedem Fall verletzt. Der Kunde spürt den eiskalten Atem der Verkäuferin im Nacken, dort er prallt ab und pfeift um die Ecke. Der Atem riecht nach Brillanten in Pfefferminzsauce. Der Kunde beginnt befangen die Modelle durchzublättern, er scheut sich, auf Preisschilder zu schauen. Die Verkäuferin hüstelt. In dem Hüsteln ist alles enthalten, um den Kunden zu demütigen. Das Hüsteln löst folgende Assoziationskette aus: Was tue ich hier. Was will ich hier. Ich kann es mir nicht leisten. Ich werde es nie anprobieren. Ich bin hässlich und ungepflegt und dick. Und arm. Ich bin ein Versager. Ich habe es zu nichts gebracht. Ich bin nichts und ich darf nichts wollen.
In aller Regel ist der Kunde dann soweit. Er rennt gehetzt aus dem Laden, ein beschämender Rückzug. Reicht die Scheidung ein, kündigt, begeht einen Selbstmordversuch, landet in der Psychiatrie, danach auf der Straße mit einem handfesten Drogenproblem. Nur wenige bleiben noch ein paar Minuten länger im Laden. Es sind entweder Masochisten oder masochistische Lesben die trotzig und aufmüpfig werden, wenn man sie nicht mag.
Nehmen wir mal an, der Kunde bliebe. Er geht womöglich soweit, den Kleiderbügel zu berühren. Dann wird die Verkäuferin vorschnellen, der Kundin das Kleid entreißen und mit Ekel in der Stimme fragen: Sie wollen es probieren? Die nächste Hürde. Denn es bedeutet: Sie wollen es doch nicht etwa anziehen, sie hässliche, lächerliche Vettel. Nur die ganz Starken nicken jetzt. Sie gehen in eine Umkleidekabine, die mit Operationslicht und Spiegeln ausgestattet ist. Sie entkleiden sich. Das Licht brennt erbarmungslos auf die Orangenhaut – die nächste Demütigung. Und wagen, das Kleid anzulegen. Das natürlich zu eng ist. Das beschissen aussieht. Die Verkäuferin nach einer größeren Nummer fragen? Niemals. Nun vertreibt es auch die Starken aus dem Laden. Und endlich ist es wieder ruhig und klösterlich rein. Befreit von Weibern. Und abends kommt der Geschäftsführer mit seinem SL vorgefahren und lässt sich Rapport geben: Na, wie ist es heute gelaufen? Und die Verkäuferin sagt: Prima. Heute habe ich vier Frauen gedemütigt.
So ist das mit den Boutiquenverkäuferinnen – was soll man dazu noch sagen.
unruhezone: ‚reinert sommerwurst’ IST nun mal eine Offenbarung!!!besonders um 4:10 Uhr…….
Liebes stilhäschen,
sorry, ich habe vergessen, mich vorzustellen (das hat wagnern wohl getan) und meine mail zu hinterlassen……war wieder am ‚irrlichtern’……sieh es mir bitte nach…..es war immerhin 4:10……..da hilft auch ‚reinert sommerwurst’ nicht mehr so richtig……
dir ein schönes WE
gruß von I.
Werte Unruhezone,
zugegeben, im ersten Moment verwirrend (Sibille Berg liest mit?), aber dann doch schnell aufgeklärt. Keine Ursache, irrlichtern ist selbstverständlich erlaubt, zumal wenn sowas dabei herauskommt, Sommerwurst hin oder her.
Wenn gewünscht, lösche ich da auch wieder etwas, aber warum eigentlich?
Beste Grüße!
stilhäschen
Und Burnse: ach, Du bist das. Ich glaub’, er hätt’ auf große Brüste gehofft.
Allerdings zum Glück, mq. Wovon würde Stuhl eigentlich elektrisch? Von zu viel Elektrolyten? Oder Pizza Stromboli?