11 | 2015

Lieblingssstück: die Kinder-CD, die niemals nervt – mit Verlosung!

27.11.2015

Ich weiß, das ist eigentlich ein unhaltbares Versprechen. Aber wenn’s doch wahr ist!
Zugegeben, man muss es schon mögen, das Wortgespiele. Und wenn man Willy Astor schon einmal gehört hat, ahnt man vielleicht, was einen erwartet: ein Feuerwerk von Wortwitzen, gepaart mit (jedenfalls in meinen Ohren) erstaunlich vielseitiger Musik.
Auf der CD dem Album „Kindischer Ozean – Lauschliedergeschichten aus dem Einfallsreich” wird erzählt, wie die Familie Bröselböck in den Urlaub fährt und dabei so einiges erlebt. Die Geschichte ist hanebüchen und hangelt sich eigentlich nur von Song zu Song, das aber extrem unterhaltsam. Und die 20 Songs sind jeder für sich ein kleiner Kracher mit Ohrwurmgarantie. Hier findet sich Country, Musikantenstadel, Schlager und Blues, und neben Willy Astor spielen einige bekannte Musiker mit, z.B. Max Mutzke, Otto oder Günther Sigl von der Spider Murphy Gang. Und natürlich Mary Roos, die die laszive Kitzelqualle gibt. Ach, es ist ein einziger großer Spaß für Klein UND Groß!

Wer jemals „Conny”-, „Bibi und Tina” oder gar „Filly”-Hörspiele erdulden musste, für den ist der kindische Ozean Balsam fürs Gehirn. Und ich verspreche: selbst beim vierundvierzigsten Hören entdeckt man nochmal ein kleines Detail oder kapiert ein weiteres Wortspiel.

Man merkt es vielleicht: ich bin begeistert von dem Ding. Erst heute wieder wird es uns einige Kilometer Autobahn erträglicher machen.
Und weil ich möchte, daß mehr Eltern Spaß an den Dingen haben, bei denen es ihren Kindern die Bäuche schüttelt, habe ich einfach mal die Plattenfirma angeschrieben, die zwei CDs (ja, da bin ich oldschool) zum Verlosen hat springen lassen. Sonst bekomme ich nichts für die Werbung, ehrlich. Ich hätt’s ja eh gemacht. Weil, hab’ ichs schon gesagt? Das Ding ist Gold wert. Und übrigens geeignet ab drei Jahren, würde ich sagen. Ohne Obergrenze. Sogar Oma fand’s gut (und das ist ja quasi die Höchststufe von Lob).

alle anderen können in die Tonne!
Und ich will nicht einmal Likes sammeln oder Links oder Blogrollplätze! Ich verlose einfach nur unter allen Kommentatoren dieses Posts zweimal eine originalverpackte CD – Kommentierschluss ist der 6.Dezember um 12 Uhr mittags. Rechts- und Linksverdrehung ausgeschlossen. Ich freu mich sogar schon für Euch!

(Booah, watt Karma.)


Wunschlos unglücklich

27.11.2015

Till Räther hat letztes Jahr in der Mom das Dilemma fantastisch auf den Punkt gebracht: wir haben doch alles. Wir haben das Wünschen verlernt – wir Großen kaufen uns alles und die Kleinen haben doch eh schon alles.

Aus gegebenem Anlass – der Kalender zeigt, daß auch dieses Jahr wieder dieses Konsumevent droht – sei also nochmal allen dieser Text ans Herz gelegt. Den Ratschlag finde ich auch prima: schenkt etwas, daß Euch allen gemeinsam den Heiligabend verschönert.
Oder die lange Autofahrt zur Oma am nächsten Tag. Ein Vorschlag dafür gleich hier (den Link oben wollte ich nur unbedingt weitergeben, hab’ ihn dann aber nicht annähernd sinnvoll in den nächsten Post bekommen).


so knapp

18.11.2015

Ich fahre die Strecke beinahe täglich. Ich kenne die Ampelschaltung; ich kenne die Abbiegespuren; Gas, Kupplung und Lenkrad bediene ich wie im Schlaf.
Es ist eine stinknormale Rechtskurve mitten in der Stadt, in der Kurve ein Fußgängerüberweg mit Ampel, das Abbiegen geht zweispurig.
Gestern regnete es stark, ich fuhr in der Dämmerung nachhause, mein Tempo war des Regens wegen ein wenig niedriger als sonst in dieser Kurve. Ich fuhr rechts an wartenden Geradeausfahrern vorbei auf der linken Abbiegespur und war gerade in der Kurve, als ich auf einmal das schockierte Gesicht eines Radfahrers ganz rechts in der Frontscheibe sah. Gleichzeitig hörte ich dessen Bremsen quietschen. Ich trat sofort in die Eisen. Gleichzeitig sah ich links von mir an der Ampel wartende Fußgänger. Ich sah auch, daß der Radler noch bremsen konnte, ich wäre erst weit nach dem Überweg zum Stehen gekommen, hätte ich nicht im Rückspiegel gesehen, daß er weiterfuhr. Ich drosch wütend auf die Hupe und fuhr ebenfalls weiter, mit schockgestopptem Herzrasen und gleichzeitig schon erleichtert wie selten.
Die Verkehrssituation liess es nicht zu, zu wenden und ihm zu folgen (getrennte Fahrbahnen, Feierabendverkehr und Ampelstau auf der Gegenspur). Nicht einmal anhalten kann man dort, und was hätte es gebracht, den jungen Kerl zu schütteln? Ich hoffe nur, ihm klopfte das Herz mindestens ebenso und es war ihm eine Lehre.

Ich gehe die Situation seit gestern wieder und wieder durch. Ich bin mir sicher, daß ich grün hatte, ich habe die Ampel gesehen und die Autos, die mit mir im Strom schwammen, ich habe den Schreck in den Augen der wartenden Fußgänger gesehen. Der Radfahrer fuhr bei rot und rechnete nicht mit der zweiten Abbiegespur, und ich mache mir Vorwürfe, ihn nicht gesehen zu haben. Es war so knapp: eine Zehntelsekunde später hätte ich ihn erwischt, eine halbe Sekunde später frontal. Dasselbe wäre passiert, hätte er mich nicht im letzten Moment bemerkt. Wäre er noch vor mir hinübergekommen, ich hätte bei meiner Vollbremsung in die wartenden Fußgänger rutschen können.
Er hätte tot sein können. Und ich schuld daran. Vielleicht nicht im juristischen Sinn, aber was würde das noch für einen Unterschied machen?
Dieses Leben ist immer so knapp an der Katastrophe, wären wir uns dessen immer bewusst, man würde verrückt.

Man kann geradezu froh sein, nur einen winzigen Teil der verfügbaren Informationen zu erhalten. Alles andere würde uns mehr als nur verunsichern.


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