8 | 2014

Ganz dünnes Eis – die Fortsetzung

26.8.2014

Achtung, jetzt kommt’s dicke. Ein ganz persönlicher Langzeit-Erfahrungsbericht über meinen eigenen Weg, bewusster zu essen. Ohne Anklage an irgendwen, der anders lebt und isst. Das ist FÜR MICH der ideale Weg, das fühlt sich FÜR MICH gut und richtig und gesund an. Das ist es sicher nicht für jede/n. Ich will niemandem an die Wampe legen, mir auf diesem Weg zu folgen. Ich will nur zeigen, daß es eine Menge mehr gibt als Frauenzeitschriften-Diäten, Wunderpillen, Kalorienzählen oder gar Operationen. Und daß Gewohnheiten tatsächlich überwunden werden können.

guertel

So, ich habe also abgenommen. In eineinhalb Jahren ungefähr zehn, zwölf Kilo, vielleicht ein bißchen mehr, die Zahlen interessieren mich nicht. Ich passe wieder in Klamotten von vor zehn Jahren (allein, die Mode hat sich geändert… so ein Mist).
Das ganze in zwei Etappen. In der ersten mit viel Disziplin und Verzicht, in der zweiten mit Infragestellen meiner Eßgewohnheiten: will ich das essen aus Gewohnheit oder habe ich da Appetit drauf?
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technische Meldung: Layoutanpassung für mobile Geräte

22.8.2014

Achtung, bitte nicht an tägliche Einträge gewöhnen! Das ist Zufall.

Kleine Eilmeldung am Rande: ich selbst surfe ja nicht mobil, aber ich habe unlängst gesehen, wie beschissen das stilhäschen auf einem Smartphone aussieht. Weia!
Daher habe ich mich heute mal drangesetzt, um wenigstens auf die Schnelle eine Alternative zu bieten. Dank WordPress ging das auch tatsächlich in unter einer Stunde ab – ich bin vollkommen begeistert, ich hatte mit ähnlichem Aufwand wie damals beim Update gerechnet…
Ich habe nämlich einfach nur das „mobile smart”-Plugin installiert (das erkennen soll, ob der benutzte Browser mobil ist), das Theme „Twenty Eleven” minimalst angepasst (Header, Textfarbe, sonst nix) und als Theme für mobile Geräte eingestellt. Voilà!
Jedenfalls der mobilephoneemulator.com zeigt mir, daß es geklappt hat. Das Layout, v.a. der schwarze Balken, ist noch nicht schön, aber sicher besser als vorher. Oder?
Weitere Verbesserungsvorschläge bitte in die Kommentare. Ich bin jetzt grade wieder mit drei Zehen drin im Thema…


Viel Spaß für keine zehn Euro

21.8.2014

Diese Woche begab es sich, daß ich von einem Provinzei beauftragt wurde, eine digitale Küchenwaage im Discounter zu besorgen. In unserem Haushalt gibt es eine schöne alte, die man von der Wand klappen kann, ich brauche dieses moderne Zeugs mit Batterien ja nicht.

Abends sah der Mann das Päckchen liegen. Öffnete es, stellte seine Bierflasche drauf. Ich sagte „36 Gramm, hopp!”, er verstand, drückte auf Tara und trank. 35 Gramm, nicht schlecht. „Jetzt Du. 44.”

So viel Mehrwert zu zwei, drei Feierabendbieren! Und man lernt soviel über Physik! Wieviel Spaß das erst zu mehreren machen muss! Ganz dringend brauchen wir jetzt auch so ein Zieltrink-Spiel. Morgen nochmal in den Discounter. Nostalgie schön und gut, manchmal braucht man Präzision.


Ganz dünnes Eis – Vorgeplänkel

20.8.2014

Ich reg’ mich ja selber immer wieder auf über Size-Zero-Mädels, die ja ach so zugenommen haben und über dieses vermeintliche Idealgewicht, dem fast alle nachrennen und das meiner Meinung nach Schuld ist an Genußfeindlichkeit, Verhärmtheit und beschissener Laune ganz allgemein.
Deswegen war das Thema „Figur” hier nie ein Thema – einfach, weil ich eben doch immer nur „Kilos sind wurscht, Genuß ist alles” geschrieben hätte und natürlich Tiraden gegen Dünne, ganz allgemein. Und weil ich genau wusste, daß mein Gejammer über meine MIR zu üppigen Kilos von einigen Dickeren genauso ausgelegt werden würden: worüber heult die dürre Zicke denn so, ich wäre froh, wenn ich nur 75 wöge!

Jetzt isses aber so, daß ich mir mit dem besten Willen und den besten Theorien („wenn ich abnehme und niemand sonst in meiner unmittelbaren Umgebung dafür zunimmt, dann bekommt ja die Erde beim Drehen Unwucht!”) nicht mehr einreden konnte, daß ich mich wohlfühle mit der Figur und dem Gewicht, das sich so angesammelt hat die letzten Jahre. Gertenschlank war ich noch nie, aber letzten Sommer war der Punkt, an dem ich nicht mehr einsah, warum der einzige Weg weiter in die Breite gehen soll. Ich war auch die Fragen leid, wann „es denn wieder so weit wäre”. Für mich war es allerhöchste Zeit: ich wollte nicht mehr alle paar Jahre die zu enge Hälfte meiner Klamotten aussortieren müssen. Und dann wurde ich ein bißchen größenwahnsinnig (hihi): ich wollte eigentlich ganz gerne wieder in ein paar Sachen passen, die ich schon vor Jahren aussortiert habe. Aber eines wollte ich nicht: Diät machen.

Eigentlich wollte ich eine ganze Menge nicht. Diät machen nach irgendeinem Plan, extra einkaufen, Essen abwiegen. Irgendwelche Sondersachen kochen während der Rest der Famile das Zeug isst, auf das ich eigentlich auch Lust habe. Selbsthilfegruppen, irgendwohin gehen müssen, Zeit dafür brauchen, mit anderen ständig über Gewicht und Kalorien reden. Überhaupt: Kalorien zählen. Geld ausgeben für irgendein Abnehmprogramm. Sport machen zum Abnehmen. Am Ende noch auf den Vegan-Zug aufspringen oder teure Wundermittelchen kaufen. Mich einschränken, auf irgendwas verzichten, hungern gar. Kein Bierchen mehr, kein Wein, nur Wasser. Nee, so nicht. Dann lieber doch noch mal ne Jeansgröße mehr, ist halt so. Schlechter Stoffwechsel. Nicht mein Fehler.
Aufmerksame Leser ahnen: die Verwendung des Imperfekts heißt irgendwas. In meinem Falle: nicht, daß jetzt alles perfekt wäre, aber vieles ist auf einem guten Weg dorthin.

[Hier müsste ein Bild hin; allein ich habe keines zur Hand. Denken Sie sich jetzt bitte das Bild einer strahlenden Frau im Ganzkörperprofil, die ihre Hose vorne am Bauch wegzieht, um einen Zimmerpalmentopf mitreinzustellen. Naja gut, bleiben wir realistisch, denken Sie sich einen Gürtel, der an einem Loch ziemlich ausgeleiert ist, deutlich sichtbar die Spur der Schnalle. Und jetzt sitzt der Dorn in einem neu gebohrten Loch, gut 10cm enger. Allerdings reden wir hier auch von einem Jahr. Keine Wunder also.]

Und ich schwöre Ihnen, das hier soll kein billiger Cliffhanger sein. Ich merke nur: ich muss noch weiter ausholen. Ich will so vieles noch niederschreiben, so vieles erklären. Das wird mir zu lang für heute. Ganz bald mehr, versprochen. Aber echt.


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