6 | 2013

Raketenphilosophie – heute: Nihilismus

20.6.2013

Meine Kinder sind das, was Großeltern „gute Esser” nennen. Ich nenne sie verfressen. Und freue mir (leider nur gedanklich) Löcher in den Bauch, wenn die Rakete Olivien mit Gorgonnzo (Betonung auf „gonn”) futtert, während andere Mütter ihre Kinder mit Tricks zu einem Stückchen Marmeladenbrot zu zwingen versuchen.

Trotzdem gibt es auch Dinge, die sie nicht essen mag: Pilze, Lauch, Zwiebeln. Und neuerdings noch etwas, wie dieser Dialog am Abendbrottisch ans Licht gebracht hat:

Rakete (pult etwas aus ihrem Salat): „Das da mag ich nicht. Das Weisse.”
Ich: „Das ist Käse, Rakete. Der heißt Mozzarella. Iss ihn einfach mit.”
Rakete: „Aber der schmeckt mir nicht.”
Ich: „Das kann gar nicht sein, der schmeckt nämlich nach gar nichts.”
Rakete: „Gar nichts schmeckt mir dann halt nicht.”
Ich seufze.
Rakete: „Dann ist das nämlich so. Wenn einem nichts nicht schmeckt, dann mag man nichts halt nicht. Wie ich.”

Philosophie braucht sie schonmal nicht mehr zu studieren. Hoffentlich dankt mir das das Lehrpersonal.


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