Archiv vom 12.3.2013

Meine Familie und ich (so kleine Anekdoten am Rande)

12.3.2013

Um unnötige Diskussionen zu vermeiden („warum darf ich XY nicht?” – „Weil ich das nicht will und ich bin Deine Mama und damit der Bestimmer.” – „Und was sagt der liebe Gott dazu?”), sollte die Rakete manche Dinge nicht unbedingt hören. Wenn es nicht anders geht, buchstabiere ich solche Worte (z.B. G-E-S-C-H-E-N-K oder N-A-C-H-T-I-S-C-H, wobei sie E-I-S schon kennt…) für den Möhrchenprinzen. Der lauscht jedesmal hochkonzentriert, um anschließend das Wort zu wiederholen. Mit Fragezeichen. Ohne Buchstabieren. Manchmal könnte ich wirklich die Wände hochgehen möchte ich mir „laß mich auch noch Deine Mama sein” aufs T-Shirt sticken.

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Risiko ist dreizehneinhalb Monate alt. Seine motorische Fähigkeiten sind weit genug für ein paar Schritte. Ohne Lenken, Notbremse mit Po, ständig springt irgendeine Wand in den Weg. Riesendrama, jedes Mal.
Geistig fehlt noch das Verständnis, daß kein Essen in den Mund passt, solange der Schnuller drinsteckt. Riesendrama, jedes verdammte Mal.
Unvorstellbar, daß er eines Tages vermutlich mit den Augen rollt, wenn ich anrufe herbeame, weil das Internet kaputt ist der Pflegeroboter Widerworte gibt. (Womit indirekt auch meine Mutter hier auftaucht.)

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Rakete ist dreieinhalb und eine große Kaufladen-Verkäuferin. Sie weiß, daß die Ware vor dem Zahlen „gehüpt” (= gescannt) werden muß und wieviel Pfand es auf Bierflaschen gibt („zwölfzehn”). Wenn man mit ihrem kleinen Bruder einkaufen kommt, fragt sie beflissen: „darf er schon Gelbwurst – der Kleine?!”. Sie hat den Servicegedanken inhaliert. Ich habe keine Angst vor der Zukunft. (Sie kann mir den Roboter schließlich auch neuprogrammieren.)


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