12 | 2010

DHL – das heißt langsam.

29.12.2010

„Unvorhersehbare Gründe” sind übrigens laut DHL-Hotline: Wetterunbill oder plötzlich hereinbrechender Feierabend. Superduper-Tracking-Hightech-Overkill; daß ich da aber erst anrufen muß, um vorzuschlagen, die Runde morgen bitte einfach mal andersherum zu fahren („die letzten werden die ersten sein”, manchmal möchte man mit Bibeln Köpfe einschlagen), wenn bereits zum fünften Mal die letzten Adressaten ausgelassen werden – ich verstehe es nicht. Oder die Restfuhre zum Selbstabholen in der Filiale lassen, den Abholwisch meinetwegen per Post, auch das wäre noch schneller gegangen und ich kenne die halbe Stunde Fußweg („holen Sie es in der nächsten Filiale ab (…) heute jedoch nicht”, haha, ich lache immernoch jedes Mal. Geht ja schon rein technisch nicht, bei 412km.) mittlerweile gut. DHL, gebt mir doch einfach einen Berater-Vertrag.

10 Tage für ein Päckchen. Aber wahrscheinlich ist das nur irgendeine Kampagne zur Schwächung des Online-Handels, und ich Depp rege mich auch noch auf. Nie wieder Brötchen aus dem Internet.


Hallo Welt!

9.12.2010

Guter Journalismus, schlechter Journalismus – olle Debatte. Ich finde, man sollte auch mal auf den Grafikern rumhacken, die sowas erstellen:

[Zu finden hier bei der Welt; die grüne Skala ist von mir.]

Jetzt ist es ja schon eine nette Idee, für diese Grafik eben nicht die hunderttausendste Torte aufzuteilen, und das Piktogramm ist nicht einmal unpassend gewählt – aber wenn man es wie hier auffüllt, dann merkt man doch schnell: Hoppla, da ist ja untenrum viel mehr Fläche! Da wirkt ja, was oben bleibt, eh schon kleiner!
Und dann sollte man noch Prozentrechnen können und überhaupt angeben, wovon eigentlich „davon” ist. Die dunklere Farbtönung legt nahe: die Arbeitslosen beziehen auch Hartz4.
Dann komme ich zu dem Schluß: 40,2% der Alleinerziehenden beziehen Hartz4 (wäre, bildlich gesprochen, Wannenkante Kinderwagen), davon ist ein gutes Drittel arbeitslos, was auf alle Alleinerziehenden bezogen 14,7% entspricht. Die übrigen 34,5% arbeiten, das Geld reicht aber nicht zum Leben. Und dann sind da noch die 59,8%, die keine Leistungen vom Staat beziehen und die deutliche Mehrheit stellen.
Das sieht man der Grafik gar nicht an, was? „Viele Mütter leben vom Staat” steht drüber. Manche Infografiker tun’s sogar ohne Hirn. In Gottes Zoo ist eben Platz für viele Tiere.

[Interessanterweise interpretiert der dazugehörige Artikel die Zahlen ja richtig und ist gar nicht so auf dem „Wir schüren mal ordentlich Angst vor der Hartz-Armee”-Trip. Macht alles nicht leichter. Denkt denn da keiner mit?]


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