7 | 2010

Tipps für werdende Mütter IV

24.7.2010

Ach du volle Windel! Die letzte Folge ist ja schon wieder ein Vierteljahr her! Nicht daß ich ernsthaft glaubte, da wartete noch wer auf die Fortsetzung (Hallo Linguisten: zweimal Konjunktiv Präsens, haut das überhaupt hin? Hab’ ich das überhaupt erwischt? Und wenn, ist sicher das Komma falsch, oder?), aber ich muß es ja loswerden. Und im Internet finde ich das dann vielleicht auch wieder, sollte ich jemals mein Geburtstrauma überwinden und nachlegen. (Habe ich das gerade selber geschrieben? Oder war’s die Weinflasche?)
Wir waren bei den guten Ratschlägen. Die geb’ ich gerne, hach! Ich hab’ nämlich so viele. Alle geschenkt gekriegt.

Die besten, gefiltert oder selbst dafür befunden: (mehr …)


Gestern und heute

12.7.2010

Gestern war ich jeden Abend unterwegs und schüttelte meinen (in der Erinnerung nicht ganz schlecht proportionierten) Po zur Musik, wo immer eine lief. Heute rufe ich die Polizei, weil die Nachbarn mit ihrem Polentechno wiedermal den Leiser-Knopf nicht finden und bin froh, wenn auf dem Sofa neben der Wäsche zum Zusammenlegen noch Platz für meinen breiten Hintern ist. Gestern war Halligallidrecksau, heute ist Aramsamsamgulligulligulliarabi. Gestern war Klamottenkaufen, weil die Mode wechselte. Heute ist Klamottenkaufen, weil das alte Zeug spannt. Gestern war ich ewigjung, heute droht die 35, und dann ist Schluß mit dem „Anfang-Dreißig”-in-die-Tasche-Lügen. Gestern war träumen, heute ist rechnen. Gestern war Job und Feiern, heute ist Rakete. Gestern war die Nacht groß, wenn der Sommer mit ordentlich Bier irgendwo im Freien begossen wurde, inclusive Sternenhimmel, Nacktbaden, In-die-Gitarre-Kotzen. Heute sitze ich abends um halb zehn mit einer Flasche Bier im Flur auf dem Boden, um mich herum Brezenbrösel und Reiswaffelreste, ich staple Duplo-Steine in den ollen Schuhkarton, wissend, daß mir das morgen mindestens fünf Minuten Zeit zum Kaffeemachen bringt; draußen tobt das erlösende Sommergewitter, in der ich gestriges Hippiemädchen noch barfuß getanzt hätte, und trotzdem bin ich jetzt glücklich, trockenen Fußes. So war das gestern, so ist das heute. Und um zehn bin ich heute im Bett. Ich uncoole Sau. Wenn ich das nur gestern schon geglaubt hätte.


Ach Du heiliger Rasen.

7.7.2010

Grundgütiger, schon wieder so lang lag hier alles brach.
Zwischendurch war WM und auch schon wieder vorbei, und Volksentscheid in Bayern (beinahe hätte ich dazu sogar etwas geschrieben, mit Recherche und Hintergründen und Argumentation und allem, aber dann war’s ja auch schon wieder rum), und eine Wahl ganz ohne Volk (den Schlachter die Regierung darf man selbst wählen, den Repräsentanten nicht – was soll uns das eigentlich sagen?) und beim Fast-Food-Riesen gibt’s jetzt einen Nürnburger (selber gugeln macht schlau), ohne Scheiß und ersten April, und dann ist auch noch der Sommer da, aber ach, was juckt’s mich? Die Rakete steht und ißt Brezen. So sieht’s nämlich aus. Und jetzt kommt Ihr.


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