1 | 2010

Freitag! Stexter!

29.1.2010

Schon schön, so Traditionen. Jetzt nicht nur Weihnachten und Gänsebraten, sondern auch dieser Wanderpokal der guten Laune jetzt, dieser Freitagstexter.

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Ich danke herzlich Frau lamamma für die Ehre und freue mich arg, den dieswöchigen Wettbewerb um die schönstarrangierten Buchstaben zum Bild ausrichten zu dürfen.

Natürlich könnte ich jetzt noch ein paar Seiten füllen mit Schwadronaden und Erklärungen, aber weil’s auf die Länge ja gar nicht ankommt: zur Sache!

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[Wer unbedingt Spielregeln braucht: aus den eingehenden Kommentaren zum Foto wählt die unbestechliche Jury* nächsten Mittwoch den Gewinner, der dann nächsten Freitag den nächsten Texter beherbergen darf. Und ja, dafür sollte man ein eigenes Blog haben oder jemanden mit Blog finden, der die Party dann ausrichtet.
Weitere Erklärungen sowie das Wettbewerbsarchiv gibt es hier.
* Ich mag ja ganz gerne Schokolade. Und ja schon lange mal einen Wurstbrief.]


Liebes Tagebuch,

22.1.2010

gestern wollte ich endlich mal die russischen Zuckerkekse ausprobieren, deren Rezept bei Sabbeljan so einfach aussieht.

Ich habe also in der Küche Platz geschaffen und losgelegt.

Gut, ich wollte nicht gleich „3-4 Bleche” machen, zumal unser Ofen auch so klein ausfällt, daß daraus eher 6-8 geworden wären, also habe ich eben nur die Hälfte aller Zutaten genommen.

Gut, statt Frischkäse habe ich Quark verwendet. Erstens mußte der weg und zweitens war nichts ähnlicheres da. Die Alternative war Mettwurst.

Gut, und statt Margarine hab’ ich natürlich Butter genommen. Margarine ist für Hungerhaken.

Gut, die Hälfte von 500 Gramm Quark ist 250 Gramm. Und die Hälfte von 500 Gramm Butter? Richtig, 250 Gramm Butter. Kein halbes Päckchen, aber das fiel mir erst ein paar Stunden später ein. Man soll ja aber auch gar nicht so fett essen.

Gut, vielleicht war deswegen der Teig ein bißchen klebrig. Also hab’ ich doch mehr Mehl genommen. Immer mehr. Bis der Teig so richtig klebrig war.

Gut, dann hab’ ich halt noch Milch reingeschüttet. Bis der Teig wieder nur mehr ein bißchen klebrig war, dafür aber plötzlich ganz schön viel, mengenmäßig jetzt.

Gut, und aus der halben Stunde im Kühlschrank wurden dann zwei oder drei. Aber meine Güte, man muß sich ja nicht immer gar so penibel an Anweisungen halten. Keine Macht den Rezeptfaschisten!

Gut, der Teig war dann immer noch klebrig wie Sau, keine Chance für „eine oder mehrere lange Rollen mit 3-4 cm Durchmesser”, geschweige denn „diese in 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden”. Aber „tischtennisballgroße Kugeln”, ha!, die gingen. Schlecht wieder ab von den Händen zwar, aber immerhin.

Gut, das mit dem Zucker war dafür eine Spitzenidee: wo Zucker klebt, klebt sonst nix mehr. Also habe ich von dem nobelpreisverdächtigklebrigen Teigbatzen grob tischtennisballvolumig geschätzte Klümpchen abgenommen, diese direkt in die Zuckerschüssel geworfen und dort zu flachen Scheiben geformt. Jetzt war halt nach dem Falten überall Zucker (also auf genau einer Viertelkreisfläche mehr als im Rezept, der unteren nämlich), aber dafür mußte ich nicht mit in den Ofen, bloß weil meine Hände nicht abnehmbar sind.

Gut, daß am Ende trotz größtmöglicher Keksflächennutzung immer noch Zucker übrigblieb, das muß dann wohl am Rezept liegen. Ich hab’ ihn halt mit den Teigresten verbröckelt und noch großzügig über die Kekse gestreut auf die Kekse gehäuft, bevor ich die Bleche in den Ofen schob.

Gut, daß der Teig dann doch nur für zwei (kleinere als normale!) Bleche gereicht hat, mag schon auch von der ausgeklügelten Belegungstechnik kommen. Viel Platz war da nicht zwischen den Teigbatzen – aber nicht umsonst hatte ich ja das Backpulver vergessen! Da würde schon nicht soviel aufgehen, daß die Kekse zusammenbacken würden…

Aber sonst habe ich mich wirklich exakt ans Rezept gehalten, ehrlich!

Gut, ich habe die beiden Bleche auf einmal gebacken, wozu schließlich hat man Umluft? Und gut, vielleicht waren es ein paar Minütchen mehr als zwanzig, wenige nur, solange man halt braucht zum Wäscheaufhängen, Staubsaugen, Blumengießen, Badputzen und Treppenhauswienern. Jedenfalls: irgendwann roch es dann komisch und aus dem Ofen hob ich zwei große, ein bißchen löchrige Kuchen. Oben waren sie klebrig-schwarz (der Aggregatszustand von Zucker, der nach Karamell und vor gasförmig kommt) und darunter und unten waren sie verbrannt.

Aber wenn man wie beim Nüsseknacken ein bißchen hämmerte und pulte, dann fand man dazwischen durchaus ein paar Kubikmillimeter eßbares Gebäck. Und das war… echt gut. Vielleicht hätte ich mich aber auch da streng ans Rezept halten sollen und alles mit Schokolade verzieren. Naja.

Und morgen mache ich dann mal Schweinebraten mit Kartoffelklößen, aus Hammelkeule und Sellerie. Ein bißchen Improvisation sollte ja wohl drin sein!


Bitte gehen Sie weiter…

22.1.2010

…zu Herrn Krause, muahahaha. Und den Link unterm Foto nicht vergessen!


Nicht meine Art (aber es hilft ja nix)

12.1.2010

Hach, fast ist das neue Jahr auch schon wieder alt, die Zeit, sie fliegt, die Rakete spricht bereits fließend Mandarin und ich hab’ noch nicht einen Satz ins Internet geschrieben, es ist ein, ach.

Und dann schreibt die olle Kuh doch endlich und dann will sie nur, daß alle Leser hierhin gehen und dort den Entwurf Nr.8 wählen!

Aber ehrlich: es ist für einen guten Zweck (eine saunette Künstlerin, echt) und eine gute Sache, sowieso. Was gibt es denn auch besseres als dem Bier ein Zuhause zu geben? Eben.
In diesem Sinne: bittebittebitte bis 15.1. noch abstimmen. Bald gibt’s dann auch wieder richtige Beiträge. Versprochen.

[Und übrigens nervt das Getue um die „Schneekatastrophe” immens. Meine Fresse, vor dreißig Jahren war jeder Winter so!]
schnee


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