9 | 2009

breaking news

24.9.2009

Nur kurz: Rakete ist da! Seit sechs Tagen.
Von 0 auf 3850g / 56cm in unter fünf Stunden, da wäre dieser Name schon auch angebracht, aber letztenendes hat dann doch France Gall das Rennen knapp vor Tom Waits gemacht.
ellahaeschen

Allen geht es gut. Sie ist wunderbar.


(bestimmt die letzten) Umstandsfetzen

17.9.2009

Stehen geht nicht lang, sitzen geht nicht lang, gehen sowieso nicht. Liegen nur noch auf der Seite, aber davon immerhin habe ich zwei. Ich fülle also so gut es geht mein Vorschlafenregister.

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Und dann war da noch die Bedienung im Café, die mich verabschiedet mit „Und einen guten Rutsch, wenn’s soweit ist!”
Könnte glatt „Gut Brut!” von der Spitze der Schwangerengrüße verdrängen.

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Saublöd, wenn die sympathischste Entbindungsklinik wegen eines Formfehlers aus der Auswahl fliegt; aber ein Nürnberger Kind, bei dem „Fürth” im Paß steht? Selbst wenn das vielleicht notfalls noch ginge – aber daß da ja auch noch „/Bayern” dahinter kommt, das schlägt dem Faß die Krone ins Gesicht.
Mein Vorschlag, die Hebamme solle doch einfach eine Viertelstunde vor Durchbruch Bescheid geben, damit man’s mit der U-Bahn wenigstens noch zur Stadtgrenze schafft, erntete große Augen. Sie hätten auch eine Psychatrische. Jetzt kann ich da auch gar nicht mehr hin. Puuh.

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Ohne Schwangere, die beim Einkaufengehen ihr Handy nicht mitnehmen, wäre die Telekom längst pleite. Denn so werden mindestens vier Verbindungen umsonst – aber eben bezahlt – aufgebaut: die mit dem Anrufbeantworter zuhause, die mit der Handymailbox (auch zuhause), und die mit der Handymailbox und die mit dem Arbeitsplatz des Bestimmt-gleich-Vaters. Eventuell kommen dann noch Geschwister und Freunde hinzu – und die Aktienwerte steigen.
Und wenn man doch mal gleich beim ersten Versuch rangeht, kommt ein halb enttäuschtes, halb anklagendes „Du bist ja noch zuhause!”. Man kann es niemandem recht machen.

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Und wie ich da so auf der Couch liege und der Bauch plötzlich wehtut und ich mich wieder erschrocken frage „ist das jetzt eine Wehe?” und dann entfleucht ein Lüftchen knattert es laut und der Schmerz ist weg – da stürzt der Möhrchenprinz herein, zeigt auf meine Kugel und ruft erschrocken: „Au weia, hoffentlich bekommst Du wirklich ein Kind und nicht nur einen Mörderfurz!”
Ganz kurz hatte ich auch Angst.


Top 3…

14.9.2009

…der Sätze, die eine Hochschwangere nicht mehr unbedacht äußern sollte:

3. „…gleich platzt die Blase.”

2. „Ich werd’ weit!”

1. „Ich glaub’, es geht los!”

Also: Aufregung am besten gar nicht mehr verbal äußern, gleich zuschlagen. Bewegung tut eh not.

Ich geh’ dann mal zu den Arschlochnachbarn mit der Scheißmusik und dem Dreckskläffer, meine Gymnastik machen.


Do it yourself – heute: power to the kitchen

8.9.2009

Der Individualist sperrt sich ja gern und gegen so manches. „Unnützer Tand!” ruft er an jeder Art von Warenregal und „Konsumzwang!” und „Kommerzkacke!” und dabei überlegt er bereits im Stillen, wie sich derlei zuhause selber basteln ließe.

Für solche und die anderen, denen der Nutzen von elektrifizierten Küchengeräten, die jahrzehntelang auch gut mechanisch ihren Dienst verrichtet haben, verschlossen blieb bis zu dem Moment, in dem es gilt, größere Mengen Lebensmittel zu verarbeiten als bisher, gibt es heute nicht nur einen unsinnig langen Satz ohne Punkt, sondern auch die ultimative Lösung gegen Sehnenscheideentzündung durch übermäßiges Gewürzemahlen: die DIY-Pfeffermühle!

kuechenwerkzeug

Zutaten (v.l.n.r.): Gewürzmühle mit ausreichend langem Stift (weißes Modell geschlossen, rotes bereits zerlegt und montiert), Akkuschrauber.

Irgendeinen Vorteil muß es ja haben, auf einer Baustelle zu wohnen.

Und zu Weihnachten wünsch’ ich mir eine Küchenmaschine von Festool, bitte.


Vorfreude, anders.

8.9.2009

Früge mich wer nach Konstanten in meinem Leben, mir fielen gerade mal die Handynummer (elf Jahre), die beiden Kuscheltiere aus der Kindheit (über 30 Jahre) und vielleicht noch die Haarfarbe (14 Jahre wieder natur) ein, sonst war ja alles über die Jahre gesehen ein einziges Auf-und-ab, ein Hin-und-her, ein Hier-und-dort.

Und dann wären da natürlich noch Songs, die mich schon lange begleiten, Kassetten, die vom einen Auto ins nächste mitzogen. Erinnerungen, die dranhängen, in Hamburg über die Köhlbrandbrücke fahren, den Sonnenaufgang im Rückspiegel, eine getroffene Entscheidung vor mir und dazu singt einer aus dem Kassettendeck „Bring mich heim”. „Gerne!” brülle ich und gebe Gas.
Und welche, die neu dazukommen, Urlaubsfahrt und das letzte Album auf Repeat und nach drei Stunden bittet der Möhrchenprinz darum, die Musik ausmachen zu dürfen, er hätte jetzt wirklich genug mitgelitten, und ich bin ein bißchen enttäuscht, weil: wie kann man das nicht für eine Offenbahrung halten, bitte?

Sowas also. Und jede weitere Platte erwartete ich mit Spannung und jedes Mal war ich hin und weg und tief getroffen und schon längst sind es CDs statt Kassetten, der Mann singt mit Kettcar und Echt covern Songs von ihm. Und ich habe eigentlich gar keine Ahnung von Musik, aber ich behaupte: Niels Frevert ist verdammtnochmal der beste SingerSongwriter, den wir in dieser Sprache haben. Bimbam.

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Gestern kam der Möhrchenprinz nachhause und sagt: „Du, am Sonntag gehen wir aus. Ich muß das Mitleiden für den Kreißsaal noch mal üben.”
Jetzt muß die Kleine nur noch drinbleiben solange. Bitte.


Niels Frevert – Du mußt zuhause sein (1997)


Geschenke!

2.9.2009

Gerade eben noch über Socken nachgedacht und über den Herbst, der unweigerlich kommt – und schon liegt ein Päckchen im Briefkasten.

Darin herzallerliebste FußFüßchenwärmer für die kleine Madame, die sie, wenn sie da nach mir kommt, bitter braucht. Ganz davon abgesehen, daß sie super aussehen…

momimi_soeckchen2

Wow!

Und wie kommt die Kleine zu der Ehre? Weil MoMiMi das einst per Kommentar versprach. Aber hey, wir schreiben alle viel, wenn der Tag lang ist. Deswegen rechnet doch keiner damit, daß jemand tatsächlich  Wort hält und gleich zwei niedliche Paar in Häschengrün strickt!

Danke!!!


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