3 | 2009

Produkttest 2.0

31.3.2009

 Dieses Internet! Wie schnell alles geht! Und was es alles ausplaudern kann…

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Warum hat der Ratgeber eigentlich nicht die volle Punktzahl?


wenn nur Schreiner lacht

30.3.2009

Vergesst Fischers Fritze. Nur hier und heute:

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das Makassar-Massaker.
[Wenn das Kind das fehler- und fränkischfrei aussprechen kann, gibt’s die erste Kreissäge.]


das Regen ist ein Auf- und Ab-

30.3.2009

Aufregen ist leicht. Aber man muß auch mal den Hut ziehen, wenn etwas klappt, finde ich. Vor allem wenn das in Branchen passiert, über die eigentlich nur hergezogen werden kann, Naturgesetz gewissermaßen.
Heute gilt mein Erstaunen und mein Dank:

- eplus, die es tatsächlich geschafft haben, meine Handynummer anstandslos zum Wunschtermin zu portieren. Konnte man nicht erwarten bei einem Unternehmen, das dreimal versucht, die fristgerecht eingesandte (immer noch 5 Tage früher als nötig) Kündigung dreist vorzudatieren oder aus anderen Gründen nicht anzunehmen.

- Dem Werkstattdiscounter A.T.U. bzw. dessen netten Mitarbeiter, der 10 Minuten vor Feierabend die faule Trulla mit dem kaputten Scheinwerferbirnchen („Ich weiß nicht, welches ich brauche und auch nicht, wie man das wechselt. Sieht aber so aus, als käme man da ganz einfach dran, ehrlich!”) nicht rausschmeißt, sondern mit rausgeht, sich die Sache ansieht, das richtige Birnchen holt, sich beim Wechseln ohne zu fluchen fast die Finger bricht (tatsächlich: ich hatte ja nicht damit gerechnet, daß Fiat wirklich einen Wechsel ohne Hebebühne, 17 verschiedene Schraubenköpfe und Motorausbau vorgesehen hat!) und das alles in einer Zeit, die im Internet-Schrauberforum dieses Modells alle Rekorde bricht. Und dann wollte er nicht mal Geld für die Kaffeekasse nehmen, der Sauhund! Sein Kollege war da kompromißbereiter. Obwohl es nur noch fünf Minuten waren bis Feierabend!

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Und jetzt wieder zur Tagesordnung.

Verdammt noch mal, hat eigentlich schon jemand wissenschaftlich erforscht, um wieviel die innerstädtische Unfallhäufigkeit seit der Massennutzung von Navigationsgeräten gestiegen ist? Meine Hypothese: 400%, weil sich jetzt jeder Depp vom Hof traut.
Zu früh abbiegen, nach 200m merken, daß alle Autos in die andere Richtung parken, easy anhalten und erstmal aufs Navi kucken, drei Minuten lang, in der Mitte der Straße, jedes Hupen ignorieren. Euch hab’ ich gern, Kreuzdonnerwetter noch mal!

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Übrigens auch eine Kackidee, jeden Morgen wieder: die Brille vor den Zähnen putzen (zeitlich jetzt).

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Und dann noch: Verdammte Scheiße noch eins, müßt Ihr Eure beiden sauschönen Computerspiele so herzzerreissend poetisch und wundervoll machen, Amanita? Das tut mir doch auch weh, wenn mir so dreist ein Grund zum wüsten Schimpfen genommen wird, bimbam!

Weiter mit Friede, Freude, selig Lächeln.


Aus der Reihe trinktest statt trinkfest:

29.3.2009

Lange dauert’s nicht mehr, dann kommt Bionade mit der neuen Geschmacksrichtung Hopfen raus, ich trau’ mich wetten. Sie vermarkten’s nur zu Testzwecken erstmal unter einem anderen Namen.

Und ja, das kann man als Empfehlung verstehen. Man darf es halt nicht mit Bier vergleichen.
(Höchstens mit Malzbier, ein bißchen, es ist aber viel weniger süß. Erdinger alkoholfrei schlägt übrigens in die gleiche Kerbe – eine schöne immerhin eine Alternative zu den sonst eher pilsigen Erhältlichkeiten.)
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A propos: ich hatte letztens in der Kneipe sogar die Wahl zwischen zwei alkoholfreien Bieren, die mir nicht schwerfiel. Auf meine daraufhin fröhlich heruntergebete persönliche Hit- und Schrottliste der umdrehungsfreien Hopfenkaltschalen folgte ein entsetztes „Wie lange bist du jetzt schwanger? Und du kennst schon alle?”.

Tja, was soll man machen. Aber irgendwann (wenn es unübersehbar ist) werde ich den grandiosen Spruch schon noch bringen. Und nach einem halben Schluck torkeln wie ein seekranker Elefant. Man halte sich schon mal fest. Sehr lange wird’s nicht mehr hin sein.


Umzugssoundtrack, Vol.1

25.3.2009

Nicht daß ich auch nur einen Karton gepackt hätte bislang, es sind ja noch vier Wochen und ich bin Weltmeister im Vormirherschieben. Aber just als ich anfangen wollte, erstmal mit den CDs, die ganz nach unten gewandert sind in den letzten Jahren, da packte mich schon wieder die Wehmut und ich fürchte jetzt schon: das wird eine Serie.

Fiel mir doch glatt „I’m alive” von Jackson Browne in die Hände, ein Album von 1994, ich kannte damals nichts von ihm, wußte nur, daß er in der Scheibe angeblich die Ehe mit Daryl Hannah verarbeitet hat. Ich hab’ vergessen, welcher der Songs damals ein einziges Mal im Radio lief, woraufhin ich mich sofort in den Plattenladen aufmachte, ich kann sie heute noch fast alle auswendig, diese Scheibe lief wirklich oft. Und ja, da sind fast nur verdammte Schnulzen drauf, aber irgendwie mag ich jedes einzelne Stück. Heute noch. Auch wenn ich immer noch heulen muß.

Dabei hoffend, nie wieder diese Zeilen (I hear […] the far too simple beauty of the promises we made) nachfühlen zu können.


[Jackson Browne – Sky blue and black, 1994]


Lieber Prämierminister,

24.3.2009

diese Abwrackprämie ist mir ja zutiefst suspekt. Ich bin mir sicher, daß man heute für den gleichen Wagen sogar noch nach Abzug der großspurig „Umweltprämie” genannten 2500€ weit mehr zahlt als vor deren Einführung, dafür sorgen die windigen Autohändler schon. Dann werden dafür ja hauptsächlich Kleinwägen gekauft, die außer im Handel keinen deutschen Arbeitsplatz sichern, der Konsum wird nur vorgezogen, das große Heulen kommt schon wieder, und dann die Umwelt, ach, aufregen könnte man sich, aber wie dann jemals wieder aufhören?

Jedenfalls brauche blöderweise auch ich derzeit ein neues Fahrzeug. Nicht daß das alteaktuelle schon kaputt wäre oder unansehnlich, nein – es ist nur, und ich hasse mich jetzt schon dafür, daß sie mich gekriegt haben, diese Konsumluden, es ist nur: unpraktisch. Und wird es für mindestens die nächsten vier, fünf Jahre bleiben.
Ja, ich hör’ sie schon alle höhnen, die geilsten Kisten werden verkauft, weil Nachwuchs kommt, mitleidig lächeln da die Schnäppchenjäger und holen die schnittigen Roadster vom Hof, und man weiß nicht: ist das Mitleid für das Kindergeschrei oder den Touran?

Mich jedoch lockt keine Prämie, mein Auto bleibt solange es geht, das geb’ ich nicht her, bloß weil man es eben so macht. Wir werden uns irgendwie arrangieren, beizeiten.
Was mich lockt, ist Erleichterung für die täglichen Wege. Ein Aufsteigen ohne Akrobatik, ein Licht, das auch bei Regen nicht flackert, Kindersitzkompatibilität und ja, verdammtnochmal, wartungsarme Technik. Nein, cool ist anders, ich weiß, aber ab jetzt geht eben Komfort vor.
Der Korb wird schon auch aufs Neue passen.

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Und weil ich irgendwann eh damit anfangen muß, den dicken Moralzeigefinger zu schwenken, kann ich das auch sofort tun. Übung macht den Erziehungsmeister.

Umweltprämie jetzt!

Ja, das riecht schon ein kleines bißchen nach ökologisch wertvollem Guatemalatuch, aber verdammt noch mal, wir haben die Erde bald eben auch von meinem Kind geborgt, da versteh’ ich schon jetzt keinen Spaß mehr. Die Idee jedenfalls (und den VCD sowieso) find’ ich gut: die „Umweltprämie” zu einer echten machen, damit auch Fahrrad- und Nahverkehr zu fördern und nicht mehr allein der nimmersatten Autoindustrie die Ärsche zu stopfen. Sollte man mitfordern, unbedingt. Alleine schon, um zu zeigen, daß es eine Welt jenseits vom ADAC gibt. Also: draufklicken, mitmachen und weitersagen.

Dankeschön. Weiter mit Parkplatzsuchen.


Ansehen!

24.3.2009

Besser spät als nie und draußen ist ja eh keine Alternative derzeit, also bitte ich eindringlich um Beachtung für das schöne Fernsehprojekt, das uns 3sat in Zusammenarbeit mit Volker Strübing (ja, dem Erfinder von Kloß und Spinne, genau) und der ebenfalls hübsch wortgewandten Kirsten Fuchs da derzeit bietet:

Nicht der Süden -  zwei Berliner (naja gut, das hätte nicht sein müssen, war aber wahrscheinlich günstig) Schriftsteller fahren sechs Wochen durch die Arktis, tauchen, fragen Bewohner der Faröer (Faringer oder wie das in echt heißen soll geht mir einfach nicht über die Fingerkuppen), ob es Walwürste gibt, versuchen dem Wellengang zu trotzen (das Video unten!), so Sachen halt. Und kommentieren die sehr, sehr schönen Bilder sehr, sehr angenehm mit einem Humor, den ich übrigens sehr, sehr mag.


[Direktlink]

Die nächste Folge läuft übermorgen, am Donnerstag, um 20:15 Uhr auf 3sat – und die ersten beiden kann man sich noch über die 3sat-Mediathek ansehen, die zu verlinken ich zu blöde oder die zu verkopft sind (wo ist da nur das bin hin?). Mein Lieblingsweg dahin ist: auf der 3sat-Seite links oben „Süden” suchen, das dritte Ergebnis ist die Projektstartseite, und da sind rechts die einzelnen Folgen im Kasten (wer wie ich mit Firefox und dem WindowsPlayer Probleme hat: rechts unterm Filmfenster – (Typ: xyz) – die Einstellungen auf Quicktime und DSL 1000 stellen.)

So einfach kann es sein! Und jetzt kommt bestimmt gleich wer, verlinkt die Folgen einfach direkt per Kommentar und schimpft mich einen Technikdepp. Nur zu!

Ich hab’ Hormone!


In Ewigkeit: Namen.

19.3.2009

Dieses Internet. Was man mit den ganzen Daten so anstellen kann! Diese Vernetzung! Amazon hat’s vorgemacht: Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, haben auch gekauft. So findet zusammen, was zusammengehört. Leider vor allem die große Masse der Vollidioten.

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[Quelle]

Wobei: Vlastimil ist natürlich auch solo ein Hammer.

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Und nein: wir wissen noch nicht, was es wird. Täve steht auch keinesfalls zur Diskussion. Das Landen auf dieser Seite kann ich auf die Hormone schieben, jippie.

Im Übrigen rege ich mich immer noch auf, daß man in unserem Lande für jeden Scheiß eine Eignungsprüfung braucht, nur Eltern werden darf jeder Depp. Ich finde ferner immer noch, daß die Hebamme nach der Geburt erstmal nach dem Namen des Wurms fragen und bei Chantal, Kevin & Co direkt das Jugendamt anrufen müsste. Nein, ich werde nicht weicher, meine Intoleranz wächst täglich – und das noch vor dem ersten Kurskontakt zu anderen Baldeltern!
Es bleibt also spannend: wann werde ich das nächste Mal so ausrasten wie letzens in der Supermarkttiefgarage, als mir die Hälfte meines Einkaufs unter ein tiefergelegtes Auto rollte? Der ob der Fluchtirade schwer erschrockene Passant ließ sich auch durch ein „Ich bin nicht immer so, verdammt noch mal!” nicht die Augenbrauen senken.

Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein, wenn Sie das stilhäschen brüllen hören: „Ja freilich, keine Wienerle mehr essen, weil da die Teile des Schweins drin sind, die beim Schlachten das meiste Adrenalin abkriegen – aber dann dem Kind einen Drecksdoppelnamen vorm Arschdoppelnamen antun! Llewellyn-Fynn Krötenbach-Wernesgrün! Bei manchen frag’ ich mich schon, ob Schwangerschaft nicht doch mit Geisteskrankheit einhergeht!”
Ab wann gibt’s für Schimpfen eigentlich Gefängnis? (Und wenn ich recht habe mit der Korrelation, dann sind das ja wohl mildernde Umstände, oder?)


Brandneue Medien

17.3.2009

Toll: in der neuen Wohnung gibt’s nicht nur umsonst Radiohören (spendieren die Nachbarn) – jemand hat auch schon die Zeitung hochgebracht!

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Und der Club hat gewonnen (hier ist der Triumph noch größer). Mehr brauch’ ich eigentlich gar nicht wissen.

Erschreckt einen ja doch nur unnötig. Zum Beispiel geht es Opel auf einmal schon richtig schlecht! Die müssen ihre Kisten schon für 875,- verramschen.

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Aber die neue Fachhandels-Kampagne (rechts unten), die ist echt mal gelungen. So schaffen wir die Krise locker.


gut Ding und Weile

12.3.2009

Und schon isser da, der erste Beitrag zum neu eröffneten Themenstrang „kleinkriegen”. Tut mir ja auch leid, aber es wird auch wieder anders kommen, versprochen. (Rechts sieht man ja noch ein okayes Verhältnis von 57:2 für kalauern. Solange die Führung bleibt, mach’ ich mir wenig Sorgen.)

Heute also: auf den Bauch achten, wenn der Kopf wehtut.

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[Quelle]

Na dann ist ja noch ewig Zeit! Ich nehm’ also die Prognose von gestern zurück und warte bis 2010. Mindestens. Mit den Tabletten leider auch.


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