11 | 2007

Pausenzeichen

30.11.2007

`s ist wieder so weit. Staade Zeit und so. Mit gutem Beispiel voran.pausenzeichen.jpg


[Aber sowas von staad: wegen technischer Probleme fehlen leider ein paar Kommentare, die Blogroll und vielleicht noch das ein oder andere. Tut mir auch leid, ehrlich. Manches wird sicher wieder, manches vielleicht nicht, aber wie singt der Haders Josef so schön: „mei, so isses Leb’n / der aane kummt nach Paris / der andre kummt ned nach Paris / wia as Leb’n hoit so is”. Demnächst mehr, das sicher.]


27 Mixtapes

16.11.2007

Sagen Sie mal, Frau stilhäschen, warum gucken Sie grade so dämlich? Muß das sein, dieses entrückte Grinsen?

Hach, ja, das muß.

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Ganz, ganz großes Hach. 27 Mixtapes. Schöner kann man’s nicht sagen. Alles Gute, Herr Nilzenburger.


Freitagstexter, die Siegerehrung

14.11.2007

Jaja, ganz unrecht hatte er nicht, der Ratze:
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den Preis fürs lahmarschigste Freitagstexterbild ever kann ich mir schön selbst verleihen, Asche auf mein Haupt und all das, das kommt davon, wenn man ums Verrecken Ästhetik haben will, Blümchensex sells halt nicht. Von Befriedigung rede ich erst gar nicht erst.

Umso größer die Freude darüber, daß die Beteiligung dennoch so zahlreich, so weit über die üblichen Verdächtigen hinausgehend und dann auch noch durchgängig so unfaßbar oberklassenqualitätig lustig war! Man sieht mich staunen.
Und hört mich danken.

(Klar könnte ich mich kürzerfassen, aber ich will nicht. Ist schließlich meine Rede.)

Und als ob’s bis gestern noch nicht schwer genug gewesen wäre – heute wurde noch mal nachgeballert. Hach, ich kann mich wirklich kaum entscheiden. Ich verteile einfach Sonderpreise.

Der Preis für Kürzestkritik geht an:
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Der für kreatives Bauen:
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Der Preis für interstellare Toleranz:
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Der fürs aktuelle Tagesgeschehen (was war mir das Bild peinlich, nachdem ich Nachrichten gehört hatte…):
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Der Kurzdramapreis in Gold:
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Doppelt ausgezeichnet mit der silbernen Sportkommentatorendadel und dem Preis für den knappsten zweiten Platz:
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Und jetzt glaubt mir wahrscheinlich kein Schwein, daß ich nicht versoffen bin von dunklen Mächten gezwungen werde, mal wieder (überhaupt mal?) die Österreicherquote zu erfüllen, sei’s drum, der Vorsprung ist knapp, aber durch den Sonderpreis für die erste Busen-und-Korb-Erwähnung beschleunigt schiebt sich an die Spitze:
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Am Freitag also weiter hier. Ist doch auch schön, mal’n bissken raus zu kommen, oder?


Zeit finden

13.11.2007

Es gibt eine Menge Leute da draußen, die brauchen ein Fernsehstudio mit Publikum, Kabelträgern und allem Pipapo. Für andere reicht eine Kamera und ein Internetportal*, um sich zum Vollhorst zu machen. Gebt mir ein Telefon und 15 Sekunden. Mannmannmann. Ununterbietbar.

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Abbildung ähnlich.
Und den Trick erklärt mir mal bitte einer. Stecken die zwei Monate etwa „zwischen den Jahren”?

[* Dank an meine Personal Linkversorgung. Und nein, lustig ist das nicht. Es ist Kassel.]


Auch schwarz gesehen?

10.11.2007

Bisher hab’ ich mich ja rausgehalten aus so Blogaktionen, aber irgendwann ist wirklich gut. Oder eben alles andere als das, deswegen hier der schwarze Schleier* und der Hinweis, wo es den gibt und warum.
Vielleicht bringt’s ja doch was.

[*Erstfund hier]


Freitagstexter

9.11.2007

Wurde ja auch Zeit, daß diese Woche ein Ende nimmt. Aber immerhin bescherte sie mir die Ehre, den dieswöchigen Freitagstexter auszurichten. Danke, e!genart!

Mist, schon wieder kein Grund zum Jammern. Menno.

Hier also ist das Bild, um das es bis Mittwoch geht:
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[für Neueinsteiger: Überschrift/Unterzeile/Nebenspaltentext finden, kommentieren so oft etwas einfällt und warten auf mein subjektives Urteil in fünf Tagen. Bestechung u.U. möglich. Probieren.]


Das Tupper-Prinzip

7.11.2007

Es gibt so einige Momente im Leben eines Menschen, da klopft das Gespenst Erwachsensein heftig an die Hirnschale. Glücklich, wer es gar nicht merkt – aber die anderen, die können über sowas lange grübeln. Wenn sich der Schock gelegt hat.

Die erste eigene Wohnung. Wenn die Kneipenbedienung einen siezt. Das erste Auto. Wenn man aufwacht und realisieren muß, daß man nicht mal mehr die Hälfte von dem verträgt, was man in Studienzeiten zum Mittagessen trank. Die erste Versicherungspolice. Wenn man sich ertappt bei Sätzen wie „ich kenn dich noch, da warst du sooooo klein”. Oder wenn zurückkommt: „Ich weiß. Darf ich fahren?”

Da kann man sich schon mal setzen, dabei die Knie knacken hören und sich ein Tässchen Tee einschenken. Und statt Gejammer mal Freude äußern darüber, daß sich die Zeiten ändern, daß nach Scheißebergen immer mal wieder Kacketümpelchen kommen, daß man schlauer geworden ist mit den Jahren, und daß man vielleicht gar nicht immer nur Dinge verliert, sondern eintauscht.

Und dann kann man lachen darüber, daß man also jetzt ein Service statt einzelner Teller hat und wieder zueinander passende Socken trägt und schon einmal auf einer Tupperparty war. Vielleicht kann man sogar über sich selbst lachen, vor allem über das Selbst von vor Jahren, das einen heute vermutlich verachten würde. Man kann sich ein Weilchen verlieren in dem Gedankenspiel, wer denn eher wegliefe, würde man sich selbst vor zehn, fünfzehn, zwanzig Jahren treffen. Wahrscheinlich die jüngeren Beine, auch wenn die Vernunft riete, ersteinmal die alten aufzubrauchen.

Eintauschen also war das Stichwort, und da auf der Spüle steht eine dieser hässlichen Kunststoffdosen und ist nicht deine. Früher, ja früher!, wäre gar nichts übriggeblieben, da hätte man nichtmal richtig gekocht. Geschweige denn eingeladen. Oder man hätte den Rest selbst behalten. Höchstens vielleicht noch was in Alufolie gewickelt, aber der Gast hätte das eh vergessen nach dem fünften Bier. Auf gar keinen Fall aber hätte man eines dieser spießigen Behältnisse rausgekramt, um noch ein paar Stücke Kuchen „fürs Büro morgen” mit auf den Weg zu geben. Erstens hätte man sich schon fürs Haben geschämt, zweitens bestimmt nicht den passenden Deckel gefunden und drittens: och nö, am Ende kommt wieder Mutti und will das Ding zurück und dann ist der Teufel los.
Heute aber bist du alt genug, dich nicht zu arg zu schämen für deine eigene Sammlung dieser Plastikdinger (sooo praktisch! alleine für das Wort hättest Du früher Augen verdreht bis zum Peinlichkeitskoma). Und heute, ja heute!, begreifst du auch: Liebe geht durch den Magen und Zuneigung durch die Tupperdose. Wer dir die Reste eintuppert, will die Dosen wiedersehen.

Also dich. So einfach ist das. Wie, zur Hölle, hat man sich das nur früher gesagt?


Ich mag Kinder.

7.11.2007

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Am liebsten als Schnitzel. Oder mit Soße.


Jacke wie Hose

6.11.2007

Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Respekt. Und der fängt für mich zum Beispiel auch da an, wo es Leute gibt, die ihren Beruf gelernt haben, von der Pike auf, die sich Hornhaut angeschraubt und Finger fast abgesägt haben. Solche Leute wissen idealerweise, was sie tun und können erklären, warum sie es so tun und nicht anders, während der Heimwerkerking eben irgendwie rumbastelt wie ein stolperndes Kind – bei vielen Schritten wird schon einer sitzen.
Ich hab’ nix gegen Bastler, iwoh – bloß sollten sie sich und ihr Werk nicht so ernst nehmen, die Drosselklappe halten und zufrieden sein. Stümpern ist stümpern und g’lernt is g’lernt, da beißt die Maus keinen Faden ab, und auch wenn das Ergebnis auf den ersten Blick das gleiche sein mag und vor allem billiger: deswegen ist der Profi nicht gleich per se ein Halsabschneider und Tunichtgut, schreibt Euch das mal bitte hinter die Ohren, ihr überbezahlten Schreibtischwracks, die ihr ein bißchen Motoröl unter den Fingernägeln stolz herumtragt wie japanische Manikürecreme! So wie ihr bezahlt werden wollt für das, was ihr zu können glaubt (Fonds herumschieben oder Medikamente verschreiben oder Verträge durchlesen), so verdient auch der Klempner, der Mechaniker, der Schreiner den Lohn für seiner Hände Arbeit, hoffentlich. Und den fürs Hirn, für die Hintergründe, die Werkstoff- und -zeugkunde, die Erfahrung, die verdreckten Finger über Jahre, den zahlt ihm eh keiner. Da kann man nicht einfach kommen und poltern „Ha, das kann ich doch selber! Und besser!”, denn meist kann man das nicht einmal beurteilen.
Aber ich schweife ab.

Respekt ist das eine, Vertrauen das andere. Und das meine können, trotz des ganzen Sermons da oben, so einige auch ganz fix verspielen, denn: das ist beides gegenseitig, übrigens. Und bloß weil ich Rechnungen brav zahle und wiederkomme, heißt das noch lange nicht, daß man mich verarschen kann.

Und so kam es dann, daß ich den Motor mangels vertrauenswürdiger Nahkontakte ins Telefon husten ließ und per Ferndiagnose das Rezept erhielt und die Einbauanleitung („und um Himmels willen nicht die Kabel vertauschen!”), mich wiederfand am Tresen der Autoapotheke, wo ich lässig den Fahrzeugschein sich öffnend auf die Tastatur warf und fröhlich „eine Verteilungsmütze, bitte – und den Finger gleich dazu” bestellte, dabei die eigenen zehn anstarrend und ohne eine Ahnung, was letzterer überhaupt ist.

Naja, ich habe sie bekommen (die Verteilerkappe), und auch das Drehdingensding, ich stand frierend vor der offenen Motorhaube, ich habe Sachen ab- und wiederdrangeschraubt (und dabei nur eine von gefühlten hundert Schrauben abgerissen), Löcher zugeklebt und an Befestigungen herumgebogen – Leute, ich habe gebastelt und war stolz wie Oskar, als am Ende alles wieder lief.

Leider so beschissen wie vorher.
Und so stehe ich dann doch wieder auf dem Hof irgendsoeines Verbrechers mit Fehlerdiagnoseauslesegerät, erzähle, was ich schon alles getauscht habe, und er schaut ungläubig von den Absätzen bis hoch zum Haarspray und wieder runter und öffnet die Motorhaube, dann lacht er laut, winkt den Stift ran („siehste, so geht’s auch!”), klopft mir mit seinen Dreckpratzen auf die weiße Jacke und donnert: „Tatsache, das war ’ne Frau. Sauber.”

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Die zweite Fuhre Ersatzteile hab’ ich dann übrigens in einer anderen Apotheke gekauft. Man hätte mich ja auch höflicher auslachen können – und ich kann nie genug Dealer haben, jetzt, wo ich Öl geleckt habe.
Und die Sache mit dem Respekt: den bekommt die Fernsprechdiagnose. Mir die Hände dreckigmachen kann ich dann schon wieder selber. Besser als irgendwer sonst, ist klar.


Fragen an eine größere Macht

3.11.2007

Wenn ein Schwabe blöd rumsteht und dumm guckt, hält er dann Maultaschen feil?

Ist ein weiblicher Eskimo eine Eskimöse?


[inspiriert und titlifiziert durch sabbeljan, da gibt es noch viel mehr davon]


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