4 | 2007

Kino-Stöckchen

30.4.2007

Gleich von zwei Seiten beworfen. Nun denn. Dankeschön und los geht’s.

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast …
Ganz klar: Sissi. Und Der kleine Lord. Alle Weihnachten der Achtziger Jahre. Und einige davor und danach.

2. Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast …
Garden State. Weil er’s wert ist.
Oh, und eine ganze Weile her: Abgeschminkt! und Kleine Haie.

3. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen …
Nicholas Cage, Kevin Bacon, Dieter Landuris, Christiane Paul.

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen …
Steven Seagal, Arnold Schwarzenegger, Maria Schell.

5. Ein Film, aus dem Du regelmäßig zitierst …
Männerpension: „Du mußt besser zu-hören!”. Und natürlich die Diner-Szene aus Harry und Sally, wenn es nötig ist…

6. Ein Film-Musical, von dem Du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
Linie 1. Und ich summe die Melodie („Görlitzer Bahnhof, Schlesisches Toooor…”) jedes Mal, wenn ich in Berlin bin.

7. Ein Film, bei dem Du mitgesungen hast …
siehe oben

8. Ein Film, den jeder gesehen haben sollte …
Little Miss Sunshine. Das Leben ist eine Baustelle.

9. Ein Film, den Du besitzt …
Ich besitze stapelweise DVDs. Alleine, ich sehe sie nicht. Oder nie lange. Ich neige zum Einschlafen bei Filmen, auch im Kino.
Derzeit auf der Liste für wache Nächte: die ersten drei Staffeln von Six Feet Under und die allererste Staffel der Muppet Show.
Ach, das gilt nicht? Dann springen Sie auf Frage 13.
Wann ist die verflixte Frühjahrsmüdigkeit eigentlich vorbei?

10. Nenne einen Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat …
Heike Makatsch. Wie sie in Männerpension „Stand by your man” singt.

11. Hast Du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen?
Nein. Schade eigentlich. Aber in Kellerlöchern, Garagen, Hinterhöfen, Parks und 23 bei Regen Sintflut in einem mittelalterlichen Gewölbehof. Spooky.

12. Schonmal in einem Kino geknutscht?
Bestimmt. Aber nie zum ersten Mal.
Viel spannender ist mir dieses aufgeregte Deuten jeder einzelnen Bewegung der Nachbarhand in Erinnerung. Ob was „passiert”? Ist der Arm da mit Absicht auf der Lehne? Wandert diese Hand nicht ganz leicht?
Sowas kann über mehrere Filme gehen. Und dann doch nix sein als Einbildung.

13. Ein Film, den Du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist …
Da liegt auch noch Oh brother where art thou

14. Hast Du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
Eingeschlafen: unzählige Male. Rausgegangen bisher nur aus Strange Days (eingeschlafen und zur Teppichmesserszene aufgewacht; wer braucht da noch Drogen?) und Neun Frauen (schlimmstes Brigitte-Leserinnen-Kino). Das allerdings war Rekord: nach keiner Viertelstunde.

15. Ein Film, der Dich zum Weinen gebracht hat …
Little Miss Sunshine, stellvertretend für so einiges. Ich kann so nah am Wasser gebaut sein…

16. Popcorn?
Och nö. Aber bring mir ein Bier mit, bitte.

17. Wie oft gehst Du ins Kino?
Auch mal zwei, drei Monate nicht. Schade eigentlich.

18. Welchen Film hast Du zuletzt im Kino gesehen?
Möglicherweise tatsächlich Little Miss Sunshine. Eine Schande, daß das schon wieder so lange her ist…

19. Welches ist Dein Lieblingsgenre?
Es ist platt, aber wahr: Komödien. Noch besser: Tragikomödien. Denn das Leben ist nun mal so, daß Lachen und Weinen nah beieinander liegen. Bestes Beispiel: Hinterholz 8, Indien, Wir können auch anders oder eben Das Leben ist eine Baustelle.
Eher ungern dagegen Autorenfilme, Greenaway, französische 3-Stunden-Meeresspaziergangsdialoge. Und gar nicht gehen ScienceFiction- und Actionstreifen. Außerdem alles mit mehr als drei Hauptfiguren, die bringe ich durcheinander.

20. Was war Dein erster Film, den Du im Kino gesehen hast?
Bambi.

21. Welchen Film hättest Du lieber niemals gesehen?
Keine Lieder über die Liebe. Aus Gründen.

22. Was war der merkwürdigste Film, den Du mochtest?
Robbykallepaul. Dabei ist er gar nicht so seltsam. Aber gut zu wissen, daß Dani Levy auch mal anders konnte.

23. Was war der beängstigendste Film, den Du je gesehen hast?
Auch bei mir: The blair witch project. Aber erstens kann ich meine Thriller-Erfahrung an einer Hand abzählen und zweitens habe ich diesen Film in Amerika gesehen, zu zweit allein in einem Riesensaal eines Kleinstadtkinos, nach 300 Meilen Fahrt durch Wälder, deren einziges Zivilationszeichen die Straße war. Da kann man sich plötzlich vorstellen, daß man in einem Wald verloren gehen kann – nicht so wie in Deutschland, wo nach spätestens einer Stunde der nächste Wanderweg ausgezeichnet ist.

24. Was war der lustigste Film, denn Du je gesehen hast?
Der Lustigste? Sehr gelacht habe ich oft. Aber bei Monsters Inc. mußte ich zwischendurch raus, sonst wäre der Sitz nicht trockengeblieben. Kann aber auch an der famosen Gesellschaft gelegen haben.

Und wie oft jetzt weiterwerfen? Dreimal? Dann hopp, Frau Lesof, und auch was der Opa alles sah, will ich wissen, und ein paar ganz besondere Leckerbissen erwarte ich von Herrn Rationalstürmer.


gib mir TiernamenSchnäpse aus

28.4.2007

Ich mag’s ja, wenn Dinge beim Namen genannt werden.
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Nur ein Dorf weiter: der Friseur mit dem krampfigen Titel Kamm in. Märchenland zuende.


zwischen zwei Sitzen

22.4.2007

Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß du noch nicht gemerkt hast, daß ich dich betrogen habe.
Du mußt doch spüren, daß ich an einen anderen denke, jedes Mal, wenn ich dich anmache, auf Touren bringe, zum Ziel jage. Daß du mir nicht mehr reichst, mich langweilst, daß mir das mit uns beiden viel zu sehr Gewohnheit ist, daß meine Sinne nach Abenteuer lechzen. Daß ich nicht mehr schätze, was ich an Dir habe, seit mir der andere den Kopf verdreht hat. Sehen tue ich es wohl, du bist zuverlässig und genügsam und so wahnsinnig praktisch, trägst mir ohne Murren alle Tüten, Taschen und Kisten, die ich so finden kann übers Jahr, und siehst dabei noch gut aus, auf deine ganz eigene Art. Und es ist auch gar nicht so, daß du charakterlos wärst, aber andere haben eben auch schöne Hintern und mit diesem ganz speziellen anderen erscheint mir sogar der Zwang, Kompromisse einzugehen, erstrebenswert.
Was soll’s also, tiefgründige Gespräche sind eh überschätzt, dann eben auch keine großformatigen Shoppingtouren mehr und dafür super statt normal und klotzen statt kleckern und dann eben beschränken auf Kraft und Kick.
Und all das ahnst Du und genau deswegen gibst Du Dir auf einmal Mühe und hörst mit den Zicken auf, weil Du genau weißt, daß die mir die Entscheidung so viel einfacher machen würden. Du bist so berechenbar.
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Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr zweifle ich daran, daß das wirklich ich bin neben dir. So vernünftig, so praktisch, so bescheiden. Vielleicht will ich gar nicht soviel Freiraum wie du mir gibst, vielleicht brauche ich einen Gefährten mit noch mehr Macken als du hast, vielleicht will ich einfach noch einmal wild und gefährlich und unvernünftig leben, bevor ich mit einem wie dir alt werde, endgültig.


took the long way home

20.4.2007

20% weniger Kilometer, aber 100% mehr Zeitbedarf als die Autobahn. Lebensqualitätszugewinn unmeßbar.

Es ist also wieder so weit, das vielleicht schlimmstklingende fränkische Wort für einen wunderschönen Zustand hat Saison: däi Bläih is doo
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(wie banal klingt dagegen die Blüte).
Nur ein paar Kilometer weiter geht einem der Arsch gewissermaßen auf Grundwasser:
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Und wer kein Teleobjektiv besitzt, muß eben oldschool zoomen.
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Auf dem besten Weg, zum Fußfetischisten-Blog zu werden: das stilhäschen (und gottverdammt, ja, es war kalt).

Erstmal aber wird sich gestärkt und Weißwein auf die einzig trinkbare Art angesetzt: bald blüht das Zeug, dann ist Essig mit Maibowle.
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Heuer also eiserner Vorrat auf dem Balkon.
In diesem Sinne: Kopf hoch, Arm hoch, Glas leicht neigen. Die Zeiten werden sich auch wieder ändern.


verdammt lang her (aber manches hält)

19.4.2007

Die Rachegöttin kommt vom Klo. Ohne einen billigen Gag machen zu wollen: einem beschissenen Klo. Aber ich hab den Laden ja nicht ausgesucht.
Die Rachegöttin ist bereit. Er ist mittlerweile auch da und erwartet mich natürlich durch den Eingang. Ich sehe seinen Nacken und weiß: es war eine bescheuerte Idee.

Täschchen fester unter den Arm geklemmt, und so cool wie möglich hingestöckelt. Ich zittere dabei, so cool bin ich. Ein eisiges „Hallo” hinwerfen und den wärmenden Mantel über den Stuhl.
Klar isser überrascht, der Gute, aber heute morgen beim Anziehen wußte ich schließlich noch nicht, daß mich wieder eine Mail erreichen würde. Und zwar die, die das Faß zum Überlaufen bringen würde. Mich, das tanzende Pulverfaß, zum Überlaufen, zum Bahnhof.

Spar Dir Deine Komplimente, Junge, den Rock hab ich mir für ein anderes Gespräch angezogen. Was ich Dir zu sagen habe, wollte ich nicht schreiben. Ich will Dir Deine Mittagspause versauen.

Naja, und eine Viertelstunde später bin ich fertig, er versteht natürlich nach wie vor nichts. Kein Wort, und meine Aufregung schon gar nicht. Und mein Essen ist immer noch nicht da, sonst könnte ich jetzt satt und zufrieden aufstehen und ihn zahlen lassen.

Und dann sitze ich da und versuche nicht mal, den Kopf immer so zu halten, daß er den Pickel am Hals nicht sieht. Im Spiegel hinter ihm kann ich die anderen Gäste beobachten, und blöderweise auch seinen Nacken. Sein After Shave steigt mir in die Nase, das Essen kommt, und ich überlege mir, ob es wirklich so schlimm wäre, wenn wir einfach nur noch mal ins Bett gingen. Nein, so denke ich es nicht, ich denke an Ficken, sehe seine Augen, seine schmalen Hände, denke daran, wo ich sie gerne spürte, aus seinem Mund kommen Worte, ich höre sie nicht, „ficken!” ruft es in meinem Hirn und ich sehe die Härchen auf seinem Arm und ich weiß wieder, wie weich seine Haut ist, von seinen Lippen rinnt Salatsauce, wie gerne würde ich die jetzt wegküssen. Das wäre doch mal ein furioses Finale, obwohl das Ende schon so lange her ist, ich könnte die ganze Aggression am Schluß noch mal zwischen die Laken lenken, und würde ihm einfach nicht vorher sagen, daß ich meine Tage habe.

Ich sehe jetzt schon die Schweißperlen auf seiner Stirn und erinnere mich daran, wie er glitschen würde dabei und auf einmal höre ich auch wieder die Worte, die da so beiläufig wie immer aus seinem schönen Mund fallen, er erzählt eine traurige Geschichte und grinst dabei, vielleicht sind seine Mundwinkel doch festgenäht.
Dieses dauernde Grinsen, nichts nimmt er ernst, er mißversteht mich scheinbar mit voller Absicht, und dann hat er auch noch die Frechheit zu glauben, er säße am längeren Hebel. Dabei wollte ich nur vögeln, und das weiß er noch nicht mal.

Ich will ja schon gar nicht mehr, aber es wissen natürlich doch, ich verpacke es in einen Witz, als wir das Café verlassen, der Bahnhof und seine Wohnung liegen links, sein Büro rechts, ich bleibe stehen, um ihn zu verabschieden, aber er kommt noch mit, und so gehen wir nebeneinander her, die Hände in den Taschen (was ist das überhaupt für eine Jacke? Keinem anderen würde ich die verzeihen, warum also ihm?), wir plaudern noch ein bißchen, und ich frage schließlich „Warum hier lang? Gehen wir doch noch ficken?”
Haha, nein, ich muß hier runter, haha, Du bist schon ein lustiges Ding, ficken, haha.
Und dabei ist er unsicher wie ein Siebzehnjähriger, ich habe wieder Oberhand, jippie, ich lächle weise wie die alte Frau, die ich für ihn bin, umarme ihn kurz (der Kragen seiner Jacke riecht so billig wie er aussieht), und verschwinde in irgendein Geschäft, Schuhe kaufen.

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Das mit dem Sommer geht mir fast ein bißchen zu schnell, aber was für eine Freude ist es, diese Schuhe wieder tragen zu können. Diese Schuhe, die mit Socken nur im absoluten Notfall gehen (und Leute, wir reden hier über Socken. Genau der richtige Zeitpunkt, noch schnell ein Wort über Füßlinge zu verlieren. Füßlinge. FÜSSLINGE! Entweder man ist eine coole Sau und traut sich, direkt in die Schuhe zu schweißeln – „Das wichtigste am Schweißen ist das W!”, wie Maschinenbauprofessoren nicht müde werden zu dozieren – oder eben nicht. Dann trägt man eben Socken. So what? Aber dieses So-tun-als-ob, dieses feige Streberbündchen, das geht sowas von gar nicht, ich wollte es nur noch mal loswerden, bevor die Saison wieder richtig losgeht, da werde ich ausfällig, daran können Freundschaften zerbrechen, ich hoffe, ich habe mich deutlich genug ausgedrückt), also bei Sonnenschein unter 5°C, und ansonsten das beste Beispiel der Welt sind für in Würde altern: fleckig ist das Leder, und die Sohlen sind schon dreimal durchgelaufen, von den Absätzen will ich gar nicht reden.
Und dabei sind sie erst lächerliche viereinhalb Jahre alt, und glücklicherweise hatte ich damals schon das dumpfe Gefühl, ich würde mich später eventuell nicht mehr an den Moment erinnern können, da ich sie fand, das letzte Paar in immerhin fast meiner Größe, weit über meinem Budget, aber haben mußte ich sie.
Viereinhalb Jahre alt ist auch der Text und heute würde ich ihn ganz anders schreiben, wenn überhaupt, aber darum geht es ja gar nicht. Es geht um diese Schuhe, und vielleicht ein bißchen um die Liebe. Zu Dingen. Zu Handwerk. Zu Qualität.
Denn ja, verdammt, ich liebe diese Schuhe. Vier Frühlinge, vier Sömmer und fünf Herbste später immer noch wie wahnsinnig. Auf unseren fünften Frühling.


Vierdsuunull.

17.4.2007

„Duu-huu, müssen wir uns jetzt immer vorher so schlimm streiten, damit der Glubb so hoch gewinnt?” – „Naja, wenn’s sei mou, Grund gnuuch liefersd mir ja immer widder.”glubbdriggod.jpg


Ton zum Sonntag, Vol.2

15.4.2007

Vergesst Ferran Adrià und seine Gemüse-Gelatine-Streifen mit Holzkohlenöl : der aktuelle Geschmacks-Knüller sind Erdbeeren mit Bier an Holzkohleluft und Sonnenschein.
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Wer es unbedingt haben muß, kann sich auch daran halten, aber es ist ja ohnehin fraglich.
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Von null auf hundert ist jetzt also Sommer. Das ist fast ein bißchen schade um den verpassten Frühling, aber wenigstens im Ohr kann man den schön nachholen:

Ein großartiger Imagefilm der Stadt Hamburg [Direktlink für die mit den seltsamen Browsern], noch großartiger dazu wieder einmal der Song von Esthers Combo To Die For, und das ganze Wasser in dem Video machen wir einfach zu Bier, frei nach dem Wunder von Kanaa.

In diesem Sinne: prima Woche da draußen, und immer ein bißchen Kohle übriglassen für die Verpflegung.kohle-uebrig.jpg


kleine Dialoge mit allem drin

13.4.2007

- „Und, wie geht’s?”
- „Beschissen. Ich bin verliebt. Ist Dein Mann da?”
- „Seit wann willst Du den denn sprechen statt mich?”
- „Der soll mir den Kopf waschen.”
- „Ach so, es ist ein Auto.”


vernetzt

13.4.2007

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Die süßen Freuden der Technik oder sehen die sich nicht zum Verwechseln ähnlich?


„BEZAHLT”

11.4.2007

steht dick auf deinem Handrücken und du hast das dumpfe Gefühl, daß diesmal das Leben vorgestreckt hat, daß da noch ein dickes Ende kommen muß.

Schon wieder ist es nach Mitternacht, und morgen in ein paar Stunden mußt du schon wieder raus und die ganzen Biere wollen auch noch ausgeschlafen sein bis zu dem Moment, in dem du wieder den Zündschlüssel umdrehst und in diese andere Welt fährst, die zu vergessen dir die letzten Tage viel zu gut gelungen ist.
Und während du noch nach dem Dynamo suchst, scheppern die Glocken der Stadt ihr nächtliches Lied und unten am Fluß riecht es noch ärger nach Frühling als die ganzen letzten Tage und die Mütze war des Guten vielleicht doch schon zuviel, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und wer zur Hölle ist da eigentlich der Vater?

Egal, denkst du dir, die Worte „wenn du dich beeilst, bist du um halb eins im Bett, dann hast du noch fünf Stunden” fest im Kopf, aber der hier muß unbedingt noch empfohlen werden, am besten live. Und am besten auch noch, bevor ihn das Fernsehen entdeckt hat, da mag 16:9 noch so nicht aufzuhalten sein. Die akkurate Beschimpfung „Ihr habd’s ja widder graad beinander, Ihr Bubbligumm, machd ner so weider”, wenn eine Nummer nicht zündet, kann über die Mattscheibe niemals so wundervoll heimatgrausig übertragen werden wie in echt.

In echt also später wieder weg von hier, aber immerhin mit einem neuen Ohrwurm im pisseligen Autoradio. Drei Tage auf repeat (den Song, den Text dann für die Nächte). Gefälligst!
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Durchhalten, da draußen. Da drinnen eh.


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