kleiner Rant am Rande: Gedanken zur Einschulung, erster Teil

26.2.2015

Es ist ein Kreuz mit dem Elternsein. Das haben sich bestimmt auch schon unsere Eltern und Großeltern und Urgroßeltern gedacht, aber die hatten ganz andere Probleme. Hey, ich bin natürlich haferstrohmopsfroh, daß wir keinen Hunger und keinen Krieg haben. Aber müssen es wirklich DIE ANDEREN sein?
Es ist nämlich so: im September kommt Rakete in die Schule.

So einfach ist das. Dachte ich. Man ahnt: falsch gedacht. Einfach war das nur in meiner Vorstellung. Und ich will jetzt gar nicht wettern gegen die Schulranzenindustrie (Obwohl mir durchaus danach wäre. Fresst doch Eure zuckrige Einhornscheiße selber!) und die Hortplatzmisere (Krippenplatz kriegen war schwer. Kindergartenplatz kriegen war echt hart. Hortplatzkriegen ist unmöglich.) Ich will ankotzen gegen diesen Scheißdruck, der uns allen gemacht wird: Du musst Deinem Kind gefälligst immer das Bestmögliche geben!

Und was das beste ist, das wissen immer alle anderen. Ständig und überall und das müssen sie dir natürlich permanent unter die Nase reiben. Das fing an mit „Stillen vs. Flaschenmilch”, ging weiter mit „Familienbett vs. Kinderzimmer” und „Tragen vs. Kinderwagen” und hat mit „Bio-vegan-glutenfrei-ohneLactose vs. irgendwas-aus-dem-Supermarkt” noch lange kein Ende.

Wir also haben im vergangenen Jahr gelernt, daß wir Rabeneltern sind, weil wir „nächsten September kommt Rakete in die Schule” einfach so hinnehmen. Die Besser-Eltern nämlich wissen natürlich: das Beste für jedes Kind ist, so spät wie irgend möglich eingeschult zu werden (die Allerbesten-Eltern präferieren natürlich Homeschooling, aber das geht ja hierzulande leiderleider nicht – deswegen gibt es von denen zum Glück eher wenig. Die sind alle schon außer Landes). Und ich naives Ding hatte mir insgeheim gedacht „zum Glück ist Rakete ein Muss-Kind, da kommen wir gar nicht in die Bredouille, selbst über ihren Schulstart entscheiden zu müssen” – da kommen sie von allen Seiten auf uns eingeprasselt, die guten Ratschläge: ja bitte, habt Ihr noch nie von „Zurückstellen” gehört? Das ist derzeit offensichtlich der Standard für denkende Eltern: erspart Eurem zarten Kind gefälligst noch ein wertvolles Jahr lang diese staatlichen Mühlen – ganz egal, ob Euer Kind sich schon scheckig freut auf neue Herausforderungen.

Zu Beginn war ich noch halbwegs cool, ich hatte Argumente (z.B. „Rakete freut sich aber auf die Schule” – ja, ich bin so naiv…), aber die Umstimmen waren rigoros. Das Klima im Kindergarten (wohlgemerkt das allgemeine durch die Leitung verbreitete Klima, keinesfalls aber Raketes Erzieherinnen, direkt darauf angesprochen – die befürworten einen regulärenn Schuleintritt absolut), die Großeltern, befreundete Eltern… alle wussten alles besser. Das Fass zum Überlaufen bzw. mich dann doch zum Zweifeln brachte die 70jährige kinderlose Nachbarin der befreundeten Lehrerfamilie, Fleischereifachverkäuferin in Rente. Ohne Rakete auch nur zu kennen (und ohne daß ich um einen Rat gebeten hätte), riet sie mir dringend zur Rückstellung, unbedingt.

LEUTE! Geht’s noch?! Kümmert Euch bitte um Euren eigenen Scheiß, statt überall reinzuwissen! Solange ich meine Kinder ganz offensichtlich nicht verwahrlosen lasse, haltet gefälligst Eure Klappe! Kehrt vor Eurer eigenen Tür und gesteht anderen Eltern zu, selbst zu wissen, was das Beste für ihr Kind ist (es sei denn, sie fragen Euch ausdrücklich nach Eurer Meinung).
Denn ob Ihr’s glaubt oder nicht: es gibt solche und solche und es gibt immer wen, dem irgendwas (z.B. zu frühe Einschulung – wir reden hier aber von regulär!) geschadet hat. Aber, bitte nehmt das hin: es gibt tatsächlich auch immer Gegenbeispiele. Es ist schwer genug in unserer Zeit der fast unbegrenzten Möglichkeiten, Entscheidungen zu fällen. Und wenn einer eine getroffen hat, dann lasst ihn bitte auch dazu stehen und stellt sie nicht ungebeten in Frage.

Ich weiß nicht, ob man’s merkt: ich ärgere mich sehr. Auch darüber, daß hier mein Standardspruch „sie bekommt Zähne” nicht passt. Zum eigentlich Thema Einschulen demnächst mehr. Wenn mir kein Rauch mehr aus den Ohren qualmt.


statt getwittert:

10.2.2015

Wenn mich jemand fragt, was ich mir wünsche, zu Geburtstag oder Weihnachten oder einfach so, ich sag’ ja immer: „nix”. Weil, Fluch des Erwachsenseins: kauft man sich ja alles selbst, dann wenn man was will.

Just heute morgen fiel mir jedoch ein: doch, ich wünsche mir etwas. Sehr, sehr,sehr. Eine schalldichte, von innen abschließbare Klotür. Sehr arg wünsche ich mir die und sehr dringend. Nicht erst Weihnachten. Morgen.


Frohes Neues!

8.1.2015

Bevor es wieder heisst „ey, auf Deinem Blog passiert ja gar nix mehr!” hier schnell eine Meldung von der Schnupfennasenfront. (Würde das hier noch länger stillstehen, bekäme ich ja irgendwann gar keine Emails mehr von Agenturen, die mir eine „Zusammenarbeit” mit „lukrativen Einnahmemöglichkeiten” anbieten…)

Nämlich: hier ist alles ruhig.

Nichtsdestotrotz nutze ich noch die Gelegenheit, um allen Mitlesenden ein wunderbares, entspanntes, glückliches und gesundes neues Jahr zu wünschen.

Und redet bitte nicht immer nur von den Kindern.

Direktlink zum Link der Väter, die kein Stück besser sind als wir Mütter zur Elternhymne: Christoph und Lollo!

PS: Die Kulturmenschen lernen bitte das hier für die nächste Vernissage auswendig. Und jetzt alle: „Trägt sein Schöpfer einen Hut?”


wo Digital ein Ende hat

4.12.2014

Es ist Winter, aber unser Kind wird selbstständig und wir leben im Altbau.
Erfahrene Eltern erkennen sofort das Problem: das Kind könnte endlich, endlich nach dem Abendessen selbst händewaschen gehen – allein, es kommt nicht an den Lichtschalter ran.
Albern, wenn man nur deswegen jetzt immernoch selbst mitmuss (Rakete ist leider schon selbstständig. Sie weigert sich, derlei Handlangerdienste zu erledigen)…

Der Mann sieht, wie wenig fehlt, sucht kurz und poltert schließlich: „Warum, zefix, haben wir kein Telefonbuch mehr? Und auch keinen Brockhaus? Da hilft die Wikipedia mal null, die kann man nicht drunterlegen!”
- „Wir haben echte Bücher, lieber Möhrchenprinz.” – „Ach ja, stimmt.”

Ich liebe diese neuen, in der ganzen Wohnung verteilten Accessoires. Die machen so einen schlanken gebildeten Fuß.
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Solange Rakete seine Hände und Bücher rauslässt aus den Stapeln.
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Schnipsel – Risiko und die Sprache

21.11.2014

Hauptsächlich ist das hier ja mein Privatarchiv. Daß das Internet nix vergisst, kann man nämlich auch einfach nutzen statt fürchten! Und bevor mir die Hirnzellen mit Risikos Sprachschätzen des letzten Jahres wegsterben, hier noch schnell niedergetippt:

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Lange her, aber eine Sternstunde: Er muss ungefähr zwei gewesen sein, da erkannte er, daß Menschen neben dem Namen noch anders „heißen”, je nachdem, wer einen anspricht. Und so saß er da und erklärte dem Papa:
„Mama – Dilhässen [bzw. mein Vorname]. Papa – Mörsenbrinds [dessen Vorname]. Rakete – Wester [=Schwester]”. Aber wer ist er selber? Wir waren ein bißchen peinlich berührt, denn soooo oft sagen wir das gar nicht zu ihm: „Igo [=Risiko] – Depperle”.

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Diese Zeiten sind vorbei. Risiko quatscht längst wie ein Wasserfall. Sein Sprachmodul ist erstaunlich ausgereift: grammatikalisch korrekte Kettensätze („Mama, wenn da die Wand morgen immer noch kaputt ist, dann muss der Papa aber endlich mal eine neue draufkleben”) muss man in dem Alter wohl eher noch nicht können. Dafür ist der Inhalt gerne mal ein wenig kryptisch: „Mama, Emma hat mir heute einen Hund geschenkt und dann waren ihre Schuhe ganz breit.” Nachfragen hilft da wenig. Wir grunzen mittlerweile lieber wissend, dann ist der Käse am schnellsten gegessen.

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Und dann haut er immer wieder Sachen raus, daß es mich schier zerreisst:
Risiko sieht, wie Rakete sich nackt mit angezogenen Beinen auf dem Rücken wälzt (falls Sie sich fragen warum: 101 Wege, sich eine Unterhose anziehen, Teil 8). Erstaunt zeigt er auf den Schambereich mit der Spalte in der Mitte: „Schau, Mama, noch ein Popo!”.

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Zufall, daß es hinterteilig weitergeht – er hat auch andere Interessen, ehrlich!
Auf dem Weg zum Kindergarten ist eine Baustelle mit Putzsilo, darauf das Logo eines Farbenherstellers. Wir sind schon ungefähr zweihundertmal daran vorbeigegangen, hatten diskutiert, was da wohl drinnen ist, was die Handwerker dort machen, warum das Gerüst so dreckig ist, warum die Handwerker Radio hören, weshalb eine Thermoskanne auf dem Fensterbrett im ersten Stock steht, ob die Handwerker auch Kinder haben, wie ein Flaschenzug funktioniert, ob die Handwerker zuhause Ärger kriegen wenn sie Flecken auf der Hose haben. Man hätte meinen können, alle Fragen seien geklärt.
Da zeigt mein Sohn auf das Logo am Silo und fragt: „Mama, warum hat der Elefant einen Besen im Popo?”
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„Sohn, der hat keinen Besen im Po. Der hat einen Pinsel an den Schwanz geknotet.”
Rakete schaltet sich ein: „Mama, das ist jetzt aber wirklich quatschig. Wer würde denn sowas machen?”
Aber Hauptsache, der Besen wäre plausibel. Ich mach’ mir darüber jetzt einfach mal keine Sorgen. Ich käm’ ja zu gar nix mehr.


aus aktuellem Anlass: alternative Liedtexte für den Martinsumzug

6.11.2014

Nein, ich will da nix boykottieren und schon gar nicht Traditionen durch den Kakao ziehen. Es ist vielmehr so, daß ich seit den Kindern so dermaßen nah am Wasser gebaut bin, daß mir bei sowas wie Festtagsumzügen (Trachtengruppen/Sportvereine/Ehrenämter mit schlafenden Trachten-/Sport-/Kindern im Bollerwagen! Hach!) instant Pipi in den Augen steht (oder leider auch manche Filme nicht mehr aushalte – z.B. der letzte Polizeiruf war sicher toll – ich konnte nicht weitersehen als Minute 20. Aber jetzt schweife ich wirklich ab.)

Deswegen ist das reiner Selbstschutz, wenn ich nächste Woche auf dem Kindergarten-St-Martinszug andere Texte schmettere als der Rest.
Wer kennt noch mehr?


Melodie: Sankt Martin

„Sankt Martin, Sa-hankt Martin, Sankt Martin ritt durch Pommes und Salat
sein Roß steht still beim Colaautomat
Sankt Martin wirft ne Münze ein
trinkt Cola und rülpst – wie – ein – Schwein”

Melodie: Ich geh’ mit meiner Laterne

„Ich geh’ mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Da vorne bei der Taverne
da tausch’ ich das Ding gegen Bier.”


mein ganz eigener Superlativ

1.10.2014

Rakete spricht nicht gern über Gefühle und zeigt sie auch selten. Vermutlich hat sie dennoch welche, aber so ganz genau weiß ich es nicht…

Eine befreundete Mutter erzählte mir unlängst, wie oft ihr Sohn ihr sagt, sie sei die beste Mutter der Welt – und was er dann so von ihr möchte. Ich bin neidisch, denn ich habe das noch nie gehört, ein „bitte, lieeeebe Mami” bei dringenden Wünschen ist das höchste meiner Gefühle.

Und dann kam der Moment, in dem es sich ergab, daß ich das Gespräch unauffällig darauf brachte.
Ich: „Rakete, stell dir vor, der Xaver sagt zu seiner Mutter immer, daß sie die beste Mama der Welt ist!”
Rakete, erstaunlich emotional, geradezu empört nämlich: „Aber das stimmt doch gar nicht!”
Mein Herz stolpert. Sollte ich tatsächlich jetzt einfach hören, was ich mir wünsche, fast ganz ohne Manipulation und nahezu freiwillig?
Ich, gespielt erstaunt: „Wieso stimmt das denn nicht?” (innerlich schon jubilierend, was für eine unverpassbare Vorlage!)
Rakete: „Na, weil… doch alle Mamas die besten von der Welt sind.”

Das war nicht ganz, was ich hören wollte. Aber noch sind wir auf einem guten Weg: Ich bin also auch eine dieser Besten? Los, Mädel, sag’s mir einmal ins Gesicht! „Aha. Und könntest Du das bitte, bitte auch einmal ganz direkt zu mir sagen?” Hab’ ich das jetzt laut gesagt? Scheiße, da bin ich ja um nichts besser als so viele Emotions-ErpresserInnen, allen voran meine eigene Verwandtschaft. Die Gene, steckste nicht drin.

Rakete sieht mich an, kommt auf mich zu, nimmt meine Hand und sagt mir ganz zart ins Gesicht:
„Mama, ich sag’s Dir ganz direkt: alle Mamas sind die besten von der Welt.”

Wenn sie in den diplomatischen Dienst geht, wird Weltfrieden möglich.


Restaurantkritik für Anfänger

9.9.2014

Meine Kinder sind das, was Großeltern „gute Esser” nennen.
Genau so hatte ich ja schonmal angefangen!

Risiko und Rakete essen gerne und gut. Dank des väterlich ererbten Stoffwechsels sieht man das zwar nicht, aber die Häufigkeit, in der nach Nachschub verlangt wird, ist offensichtlich.
Und wenn man den ganzen Tag über im Stundenrhythmus in sich hineinschlingt, was sich bietet, wundert es mich nicht, daß abends der Hunger nicht mehr sooo groß ist. Abends bleiben die Kinderteller meist mindestens halbvoll. Es würde mich nicht groß stören – behaupteteten sie nicht, es läge an mir!

Ich koche nicht besonders gerne, aber abends stelle ich mich meist an den Herd, um wenigstens eine gemeinsame Mahlzeit zu machen. Das Abendessen ist mir als Familienritual wichtig. Und so schnipple und brate und koche und rotiere ich dann so vor mich hin, während die Kinder sich gegenseitig mit Kettensägen zerschneiden oder von vierfachen Stuhltürmen in die Badewanne springen. Sie kennen das vielleicht. Ganz entspannt, immer, alles.
Dann kommt der Möhrchenprinz von der Arbeit, der Tisch deckt sich in Windeseile schnell selbst, alle sitzen, die große Schüssel kommt auf den Tisch, Bilderbuchfamilie, es könnte so schön sein – da quäkt es von einer Seite „Mama, das schmeckt mir nicht!” und von der anderen „Iiiihgittibäh, will Nudeln.”
Noch bevor die Quatschbirnen überhaupt probiert haben! Es nervt! Mich! Ungemein! Ich bin sehr oft sehr knapp davor, die ganze Schose einfach sein zu lassen und für mich alleine beim Asiaten zu bestellen. Dann folgen meist ein paar Tage oder gar Wochen, in denen es nur Abendbrot gibt (oder ein langer Urlaub, in dem der Möhrchenprinz kocht. Leckere Sachen für uns und blanke Nudeln für die Kinder. Das ist so ein Good-Cop-Ding, für das ich zuhause zu sehr Bad Cop Nährstoff-Mutti bin). Aber irgendwann habe ich dann selbst wieder Lust auf Warm (oder der Alltag hat uns wieder) und der Mist geht von vorne los.

Das letzte erste Koch-Mahl nach langer Pause kommentierte Risiko mit einem traurigen Blick zu mir und der herzzerreissend dargebrachten Bitte „Mama, bitte nicht mehr kochen”, es folgte eine lange Pause, „das.” Der Möhrchenprinz wies auf das „das” hin: „er meint ja nur diesen Auflauf, nicht alles!”. Ich kann aber nicht viel mehr!

(Und dann waren da die paar Tage, in denen ich allein mit den Kindern war und als Vermeidungstaktik vor dem Horrorabendtisch ohne Papaunterstützung einfach abends mit den Kindern in die umliegenden Wirtschaften und Biergärten stiefelte. Rakete dankte es mir am letzten Abend mit einem Extra-Kuss: „Und der ist für Dich, dafür, daß Du jeden Abend mit uns in die Kneipe bist!” So geht’s also auch. Das Good-Cop-Ding. Warum nochmal bin ich das nicht immer?)

Ein paar Wochen und viele Enttäuschungen am Abendessen-Tisch gingen seither ins Land. Risiko hat seinen Wortschatz erweitert. Und kann jetzt auch Lob!

Gestern musste alles noch viel schneller gehen als sonst. Trotzdem stand abends Warmes auf dem Tisch.
Risiko ruft „Gut kocht hast, Mama. Lecker!” und schaufelt die Fertiglasagne aus der Kühltheke (immerhin selbst in den Ofen gestellt…) in sich hinein.

Ich mag nicht mehr.


Ich habe erstmal Kinder. Und dann erst eine Tochter und einen Sohn.

6.9.2014

Ich war wohl so sechs Jahre alt, als mir ein elementarer Unterschied zwischen Mädchen und Jungen klarwurde. Und ich war sehr froh, ein Mädchen und damit in meinen Augen extrem privilegiert zu sein: Ich kann mir morgens aussuchen, ob ich eine Hose oder einen Rock anziehe! Jungs haben gar keine Wahl!
Jaja, sicher, die Schotten und überhaupt. Aber so generell und allgemein gibt es doch so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens, und an den muß sich keine/r halten, aber er prägt halt extrem das Bild, das wir von der Welt bekommen. Und jaja, sicher, ich wurde älter, und das mit dem privilegiert sehe ich mittlerweile anders.

Ich hatte es hier schon mal mit dem Thema Klamotten für Kinder*, und aktuell beschwert sich das Nuf über die Schwierigkeit, in ihren (und meinen und vieler anderer Mütter) Augen schöne Kinderklamotten zu finden. Zu Recht! Es ist nicht einfach, Klamotten zu kaufen, die Jungs wie Mädchen tragen können ohne schräg angesehen zu werden. Gefühlt war das in meiner Jugend noch nicht so schwer, da die meisten Klamotten (abgesehen von Röcken und Kleidern natürlich) noch nicht so eindeutig für eins der beiden Geschlechter gemacht waren.
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Wenigstens für immer

3.9.2014

Rakete ist nicht so die Gefühlsbezeugerin. Sie würde niemals von sich aus jemandem sagen, daß sie sie/ihn mag oder gar liebhat. Uns Eltern schon gar nicht!
Und dann schmettert sie mir letztens unvermittelt beim Abendessen so einen Satz entgegen:

„Mama, wenn ich mal sterbe, dann will ich in das selbe Grab fallen wie du.”

Das muß mich jetzt hinüberretten über ihre nächsten tausend Tobsuchtsanfälle. Ich erwäge aus Gedächtnisstärkungsgründen eine Tätowierung am Handrücken.