Herzrasen – das etwas andere Fußballshirt

24.5.2010

Es ist ja bald wieder so weit: irgendwo kicken ein paar Knäblein und die Deutschen tragen ein paar Wochen lang noch schlimmere Shirts als ohnehin schon.
Das muß nicht sein! Zwar geht das beste Shirt von allen immernoch nicht in Serie, aber eine  Freundin von mir hat ein ebenso Weltklasse-T-Shirt entworfen, das es Nur jetzt! Nur für kurze Zeit! Genaugenommen: Nur bis Mittwoch (also übermorgen…) zu bestellen gibt. Und ich pushe das hier nicht nur, weil es farblich hervorragend ins Blog passt…

Herzrasen - das T-Shirt

Das (drunter machen wir’s ja nicht mehr: 100% Bio-)Shirt gibt es wie abgebildet in hellgrün mit weißem Flockdruck; eine genaue Größentabelle findet sich hier. Kosten pro Stück: lächerliche 18€ (plus 2,50€ Versand)!

Bestellungen und Anfragen (z.B. Versandkosten bei mehr als einem Shirt) bitte direkt an atelierhirnholz[at]gmx.net. Und bitte fix, denn Bestelleingang für die erste Auflage ist Mittwoch, der 26. Mai!


Alter Arsch WordPress

22.5.2010

Nee, schon gut, WordPress ist toll, echt mal. Eigentlich bin ich zufrieden.
Aber (Eigentlich und aber, das ist ja auch so ein Paar. Unzertrennlich. Unsympathisch. Wären es Menschen, es wären Else und Olaf Kling.) muß das eigentlich sein mit den wöchentlichen Updates?
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Tips für werdende Mütter III

17.4.2010

Wie jetzt, das soll schon alles gewesen sein letztes Mal?

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Tips für werdende Mütter II

11.4.2010

Wegen des überwältigenden ErfolgsWeil’s rausmuß (und/oder ich es nicht vergessen will, jede oldschool-Aufzeichnung auf Papier aber gnadenlos verschlampern würde, unter Garantie) hier also die Fortsetzung: was war’s noch gleich, was so irre wichtig war, daß man es unbedingt noch mit der dicksten Kugel erledigen muß?
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Tips für werdende Mütter I

19.3.2010

Es ist ja nicht so, daß es an menschlichen Ratgebern mangeln würde oder auch nur an Büchern. Aber aus eigener Erfahrung (und nur um die geht es hier, immer!) kann ich sagen: alle Bücher, Hefte, Broschüren sind nur fürs gute Gewissen. Die wirklich hilfreichen Tips bekam jedenfalls ich nur von Müttern – und zwar von denen, die sich noch sehr gut an die ersten Tage mit Kind erinnern konnten, einfach, weil es noch nicht so lange her war wie wenn man die Schwiegermutter fragt. Aber die fragt man ja eh lieber nicht…

Bevor also auch mich die Kraft der Verklärung packt und hirnwäscht, will ich noch mal eben schnell (Haha! Und gleich der erste Tip: das haut nie mehr hin, abschminken!) niederschreiben, was für den Möhrchenprinzen und mich tatsächlich mal so richtig hilfreich war so rund um die Geburt. Vielleicht hilft’s der einen oder anderen ja auch.
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Raketenfetzen

18.3.2010

Es wird nicht besser, wenn ich immer nur schreibe ich käme zu nichts, aber hey, das hier ist Wahrheitsbloggenâ„¢, ich darf das.

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Der Rakete geht’s soweit prima, allein ich wäre ganz froh, wenn sie auch woanders trinken würde als nur an meiner Brust. Wir haben mittlerweile das gesamte Sortiment an Nuckelflaschen und Saugern durch, das die örtlichen Babyfachmärkte anbieten, und „Weithalsflasche” hat mittlerweile für mich genau die Bedeutung im Wortsinne. Die Rakete nimmt keins der angebotenen Produkte, da ist sie Naturalist. Es ist zum Verzweifeln.
Und dann entdeckt man, daß bei der vom Wochenwagner geschenkgekriegten Flasche ja auch noch ein Sauger dabei ist, und ohne große Hoffnung versucht man es mit der zwanzigsten Nippelnachbildung – und die junge Dame beißt an trinkt! Der Noname-Sauger dieser Flasche also ist die einzige Möglichkeit, der Rakete ordentliche Flüssigkeit zuzuführen. Ein bißchen weh tut das schon, denn die hier verschmäht sie immer noch. Wenn sich das mal noch wenigstens ein bißchen verwächst!

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Neinnein, Hannover ist schon super. Primafans und unser zweitliebster Verein, ehrlich. Aber ein Händchen für Fanartikel haben sie leider nicht:
Mit 96 baden gehen
„Mit 96 baden gehen”, och nö. Derrappelt Euch bitte nochmal – aber wehe Ihr überholt den Club!
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Was mich bei preisgekrönten Köchen ja gerne sehr wundert: wie sie auf für Durchschnittsgaumen so abstruse Kombinationen kommen wie Erdbeeren mit Balsamico.
Langsam dämmert mir: manche kommen bereits als kleine Molekularfans auf die Welt. Denen ist dann als Babys bereits Gemüse pur zu fad, die möchten noch eine Löffelchenspitze Aromenexplosion dazu. Die Rakete steht derzeit arg auf Dialog von Brokkoli und Banane. So werden Gourmets gemacht.

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Und dann noch schnell ein Sprichwort erklärt: jemandem die Ohren vollheulen, das geht bei fehlenden Zuhörern notfalls auch reflexiv. Die Rakete jedenfalls macht sich das auch gerne mal selbst, die Mama schüttelt das Wasser dann schon wieder raus aus den Ohrmuscheln.


Liebes Tagebuch,

22.1.2010

gestern wollte ich endlich mal die russischen Zuckerkekse ausprobieren, deren Rezept bei Sabbeljan so einfach aussieht.

Ich habe also in der Küche Platz geschaffen und losgelegt.

Gut, ich wollte nicht gleich „3-4 Bleche” machen, zumal unser Ofen auch so klein ausfällt, daß daraus eher 6-8 geworden wären, also habe ich eben nur die Hälfte aller Zutaten genommen.

Gut, statt Frischkäse habe ich Quark verwendet. Erstens mußte der weg und zweitens war nichts ähnlicheres da. Die Alternative war Mettwurst.

Gut, und statt Margarine hab’ ich natürlich Butter genommen. Margarine ist für Hungerhaken.

Gut, die Hälfte von 500 Gramm Quark ist 250 Gramm. Und die Hälfte von 500 Gramm Butter? Richtig, 250 Gramm Butter. Kein halbes Päckchen, aber das fiel mir erst ein paar Stunden später ein. Man soll ja aber auch gar nicht so fett essen.

Gut, vielleicht war deswegen der Teig ein bißchen klebrig. Also hab’ ich doch mehr Mehl genommen. Immer mehr. Bis der Teig so richtig klebrig war.

Gut, dann hab’ ich halt noch Milch reingeschüttet. Bis der Teig wieder nur mehr ein bißchen klebrig war, dafür aber plötzlich ganz schön viel, mengenmäßig jetzt.

Gut, und aus der halben Stunde im Kühlschrank wurden dann zwei oder drei. Aber meine Güte, man muß sich ja nicht immer gar so penibel an Anweisungen halten. Keine Macht den Rezeptfaschisten!

Gut, der Teig war dann immer noch klebrig wie Sau, keine Chance für „eine oder mehrere lange Rollen mit 3-4 cm Durchmesser”, geschweige denn „diese in 1-1,5 cm dicke Scheiben schneiden”. Aber „tischtennisballgroße Kugeln”, ha!, die gingen. Schlecht wieder ab von den Händen zwar, aber immerhin.

Gut, das mit dem Zucker war dafür eine Spitzenidee: wo Zucker klebt, klebt sonst nix mehr. Also habe ich von dem nobelpreisverdächtigklebrigen Teigbatzen grob tischtennisballvolumig geschätzte Klümpchen abgenommen, diese direkt in die Zuckerschüssel geworfen und dort zu flachen Scheiben geformt. Jetzt war halt nach dem Falten überall Zucker (also auf genau einer Viertelkreisfläche mehr als im Rezept, der unteren nämlich), aber dafür mußte ich nicht mit in den Ofen, bloß weil meine Hände nicht abnehmbar sind.

Gut, daß am Ende trotz größtmöglicher Keksflächennutzung immer noch Zucker übrigblieb, das muß dann wohl am Rezept liegen. Ich hab’ ihn halt mit den Teigresten verbröckelt und noch großzügig über die Kekse gestreut auf die Kekse gehäuft, bevor ich die Bleche in den Ofen schob.

Gut, daß der Teig dann doch nur für zwei (kleinere als normale!) Bleche gereicht hat, mag schon auch von der ausgeklügelten Belegungstechnik kommen. Viel Platz war da nicht zwischen den Teigbatzen – aber nicht umsonst hatte ich ja das Backpulver vergessen! Da würde schon nicht soviel aufgehen, daß die Kekse zusammenbacken würden…

Aber sonst habe ich mich wirklich exakt ans Rezept gehalten, ehrlich!

Gut, ich habe die beiden Bleche auf einmal gebacken, wozu schließlich hat man Umluft? Und gut, vielleicht waren es ein paar Minütchen mehr als zwanzig, wenige nur, solange man halt braucht zum Wäscheaufhängen, Staubsaugen, Blumengießen, Badputzen und Treppenhauswienern. Jedenfalls: irgendwann roch es dann komisch und aus dem Ofen hob ich zwei große, ein bißchen löchrige Kuchen. Oben waren sie klebrig-schwarz (der Aggregatszustand von Zucker, der nach Karamell und vor gasförmig kommt) und darunter und unten waren sie verbrannt.

Aber wenn man wie beim Nüsseknacken ein bißchen hämmerte und pulte, dann fand man dazwischen durchaus ein paar Kubikmillimeter eßbares Gebäck. Und das war… echt gut. Vielleicht hätte ich mich aber auch da streng ans Rezept halten sollen und alles mit Schokolade verzieren. Naja.

Und morgen mache ich dann mal Schweinebraten mit Kartoffelklößen, aus Hammelkeule und Sellerie. Ein bißchen Improvisation sollte ja wohl drin sein!


Vernetzt!

23.12.2009

Da läuft ja gerade dieser Spot für irgendsoein Telefon oder vielleicht ist er auch für irgendeinen Handytarif, was weiß denn ich. Nicht erst seit der Rakete fühle ich mich manchmal unglaublich alt, neulich stand ich im Plattenladen in der CD-Abteilung eines Elektroriesen vor dem Top-100-Regal und kannte gerade mal zwei, drei Interpreten, der Rest sah für mich komplett aus wie Castingkinder. Und daß man Sting erkennt ohne den Schriftzug zu lesen (schließlich hatte man wie jeder ordentliche 90er-Twen das bekloppte Plakat in der Küche hängen), darauf braucht man wirklich nicht stolz sein.
Jedenfalls hat diese Firma mit dem Blutstropfenlogo das schon schlau gemacht, daß der Spot im Fernsehen läuft, sonst würde den ja niemand sehen, der dieses Websiebenpunktdrei oder wo wir da mittlerweile sind, noch nicht hat, sondern eben noch dringend braucht. Wahnsinnig dringend, weil heute ist Weihnachten und die Tochter muß einen Weihnachtsmann haben und man kann bei diesem Telefon so schön seine Kontakte (so heißt das nämlich heute, man hat keine Freunde und Bekannten mehr, alles wird elektrisch, also gefälligst auch die Sprache) mit Fotos durchblättern, und siehe da, der Autoschrauber! Hat einen Bart und, wichtiger: „Laut facebook hat er Zeit”, das ist ja ein Ding, angerufen wird er und sein fettes Hundchen und sie kommen und bescheren und die Tochter glaubt weiter alles was man ihr vorsetzt und alles ist wieder gut.

Liebe Kommunikationsbranche, ich danke Dir für diesen Einblick in die Zukunft, die Du so für uns vorsiehst und die Dir auch schon genug Leute abgekauft haben. Aber danke auch, die will ich gar nicht. Weil ich nicht möchte, daß die Telefone meiner Kontakte wissen, wann ich Zeit habe oder was ich gerade mache. Ich will nämlich, daß meine Freunde auch weiterhin einfach anrufen und mich das fragen. Geht das, bitte? Auch noch in zehn, zwanzig Jahren? Du würdest eine alte Frau sehr glücklich machen. Schon jetzt.


Bitte gehen Sie weiter…

29.10.2009

… es gibt hier nichts zu sehen.

Ich lache immer noch drüben bei Volker Strübing, der ein neues Handy hat:

In das kleine Wunderwerk ist eine 8 Megapixelkamera eingebaut – das heißt ich kann die doofen, schwammigen Handyfotos endlich in Postergröße ausdrucken, ohne dass etwas von der schlechten Qualität verloren geht!

Und jetzt weiter mit Musik. Nein, das nächste Mal, das geht nicht so nebenbei.
Nur kurz als Teaser: es gibt da draußen ein wundervolles, großartiges, fantastisches Singersongwriter(weil „Liedermacher” geht erst recht nicht)-Talent. Ich bin ganz hin und weg. Schalten Sie also auch das nächste Mal wieder ein, wenn sie das Stilhäschen sagen hören: „Bitte gehen Sie weiter.” Dann hören Sie schon, warum.
Ich bin derweil noch ein bißchen verliebt.


Mikroklimakatastrophe

6.10.2009

Lieber dm-Drogeriemarkt,

ich kauf’ ja unheimlich gerne bei Dir ein, Du bist mir die sympathischste Kette überhaupt, Dein Eigentümer engagiert sich nicht nur für die Angestellten, sondern auch für politische Utopien, Du bist günstiger als die anderen und Deine Eigenmarken, ach, ich gerate ins Schwärmen.

Zum Beispiel hast Du diese wundervolle Schnullerbox aus Kunststoff im Sortiment, für fantastische 1,95€ bekommt man da nicht nur eine platzsparende, saubere Aufbewahrung für den Unterwegs-Schnuller, nein, mit dem Ding kann man auch ganz schnell mal einen einzelnen Schnuller in der Mikrowelle desinfizieren. Da muß man kein Wasser aufsetzen und stundenlang abkochen, da reichen ein paar Tropfen Wasser und eine Minute bei 800 Watt. Anschließend, schreibst Du auf der Gebrauchsanweisung, solle man die Box „zwei Minuten ruhen” lassen, dann das Wasser abgießen und fertig.

Leider, und jetzt werde ich ein bißchen pampig, denn: wer, bitte benutzt desinfiziert denn im allgemeinen Schnuller, wenn nicht zu mindestens 50% Mütter? Und von denen vermutlich hauptsächlich die frischgebackenenen, denn den anderen ist Dreck im Magen schon längst pupsegal. Und weil ja auch Du selbst in Deinen Publikationen gerne das Stillen propagierst („Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind!” ist mein meistgelesener Satz seit der Geburt; vielleicht sollte ich doch wieder auf Romane umsteigen), sollte man also davon ausgehen: mindestens, na, ich bin mal großzügig, ein Drittel der Zielgruppe für diese Schnullerbox sind stillende Mütter. Na, dämmert’s schon?

Stichwort: Stilldemenz (sehr viel schöner als „keine wissenschaftliche Grundlage” – Pah! – liest sich das bei Merlix)! Solchen Frauen kannst Du doch nicht 2 Minuten Stehenlassen vorschreiben und ernsthaft glauben, sie erinnerten sich danach noch an die Dose!
Also, kleiner Vorschlag zur Güte (hey, in Amerika wären schon längst Anwälte unterwegs!), schreib’ doch bitte auf die Packung noch mit drauf:

„Bei kombinierten Mikrowellen-/Backofen-Geräten bitte unbedingt die Schnullerbox herausnehmen, bevor Sie den Ofen z.B. für die Mittagspizza vorheizen!”

stilldemenz

[sah vorher ungefähr so aus]

Macht nämlich sonst nicht nur die Schnullerbox weg, unangenehme Dämpfe, eine Menge Ärger und ein ausgefallenes Mittagessen (Horror für Stillende!) – auch der Schnuller ist dann unschön überzogen und ein Fall für den Müll, obwohl der die 200°C ausgehalten hätte.

Denn die meisten Deiner Produkte, lieber dm, die sind schon allerbeste Qualität. Und die anderen muß man halt besser beschriften.

Also, hau den Satz rein und mach’s besser,

Dein Stillhäschen