Tipps für werdende Mütter IV

24.7.2010

Ach du volle Windel! Die letzte Folge ist ja schon wieder ein Vierteljahr her! Nicht daß ich ernsthaft glaubte, da wartete noch wer auf die Fortsetzung (Hallo Linguisten: zweimal Konjunktiv Präsens, haut das überhaupt hin? Hab’ ich das überhaupt erwischt? Und wenn, ist sicher das Komma falsch, oder?), aber ich muß es ja loswerden. Und im Internet finde ich das dann vielleicht auch wieder, sollte ich jemals mein Geburtstrauma überwinden und nachlegen. (Habe ich das gerade selber geschrieben? Oder war’s die Weinflasche?)
Wir waren bei den guten Ratschlägen. Die geb’ ich gerne, hach! Ich hab’ nämlich so viele. Alle geschenkt gekriegt.

Die besten, gefiltert oder selbst dafür befunden: (weiterlesen…)


Alter Arsch WordPress

22.5.2010

Nee, schon gut, WordPress ist toll, echt mal. Eigentlich bin ich zufrieden.
Aber (Eigentlich und aber, das ist ja auch so ein Paar. Unzertrennlich. Unsympathisch. Wären es Menschen, es wären Else und Olaf Kling.) muß das eigentlich sein mit den wöchentlichen Updates?
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Ab heute wird zurückgewußt.

11.5.2010

So ein Kind ist ja im Grunde nix besonderes. Das haben ja die meisten, außer denen, die noch keins haben. Aber alle anderen haben ja mindestens eins, und die älteren meist mehr und dann ja auch noch Enkel und spätestens damit: die Babyweisheit gepachtet.

Mit Baby im Bauch bekommt man bereits langsam eine Ahnung davon, daß man ab jetzt dringend auf Ratschläge (vor allem von Wildfremden) angewiesen ist – wenn das Kind erst da ist, gibt man es am besten direkt jeweils der nächsten älteren Dame, die zufällig in der Nähe steht. Denn wie du’s machst, es ist verkehrt. Richtigmachen, das war altes Leben.

Jetzt ist: du hast ein schreiendes Kind im Wagen. „Um Himmels Willen, nehmen Sie doch das Kind hoch!”, kreischt dann garantiert jemand. Mit hoher Wahrscheinlichkeit bekommst du noch umsonst (nicht nur im Sinne von gratis) einen Vortrag über die Bösheit von Kinderwägen (incl. Therapievorschlag für dich Rabenmutter, die körperliche Nähe nicht zulassen will) und die Vorteile des Tragetuchs. Nicht schön. Aber die Alternative ist nicht besser: Das Kind schreit im Wagen, du nimmst es raus. Prompt keift jemand „So werden die Blagen von klein auf verwöhnt”.

Oder: ihr seid unterwegs, es ist Mittag, ihr setzt Euch irgendwohin und du füttest Dein Kind aus einem Gläschen. Vielleicht sagt es nicht jede laut, aber das werden ganz sicher Frauen sehen, die die Kleine noch für viel zu jung für Beikost halten („Ich habe zwei Jahre voll gestillt!”). Die nächste versucht dir zu erklären, warum Brei das Kind bevormundet – schließlich könne es ohne weiteres vom Elternteller mitessen (sofern die eben einfach mal ein Jahr aufs Würzen verzichten, eine Woche lang bei den selben Zutaten bleiben und dann nur eine ändern. Prima Idee.). Und eine wird über Gläschen schimpfen, über die Nahrungsmittelindustrie, über Pestizide und Geschmacksverstärker und daß es doch wirklich nicht zuviel verlangt sei, selbst zu kochen. Dieser Frau immerhin antwortest du, nämlich daß du das tatsächlich selbst gekocht hast und im Gläschen eingefroren. Du kannst wetten, daß dann kommt: „Ganz toll. Und dann in der Mikrowelle aufwärmen. Das ist ja noch schlimmer als Kinderwagen, Gitterbett und Supermarktkost zusammen.”

Ab jetzt mußt du also ertragen, daß egal was du tust, ab jetzt immer eine kommt, die es besser weiß. Das ist ganz schön schwer. Auch ganz schön schwer ist, zwischen den Worten „Das Kind hat doch Hunger / Durst / kalte Füße / eine volle Windel!” das „Merken Sie das denn nicht, Sie Rabenmutter?!” zu überhören und die ganzen Ratschläge nicht persönlich zu nehmen.

Wie ich das schaffe? Für’s Füttern habe ich noch keine Allround-Lösung (Dönerbude statt Café hilft schon immens, da fehlt schon mal die vegane Fraktion). Aber wenn mein Kind brüllt und die ersten Diagnosen (s.o.) kommen – da habe ich das Killerargument, das mich freispricht von aller Schuld: „Nein, sie bekommt Zähne.” (Was nicht gelogen ist, irgendwann wird sie sicher welche haben.)
Plötzlich wird dann das Keifen zum Mitleid (bei älteren Kalibern ist vermutlich auch Neid dabei, bei den Zahnersatzkosten), für die Kleine und mich, plötzlich wird dann symbolisch schultergeklopft, plötzlich ist da Solidarität, wo vorher Besserwissen war.
Der Satz funktioniert so gut, den werde ich noch in Raketes Pubertät benutzen.


Und dann war da noch…

5.5.2010

… der Krankenhausarzt, der einer meiner Freundinnen die geplante Geburt im Hebammenhaus ausreden wollte mit den Worten „Räucherstäbchen lutschen können Sie bei uns auch”.

Was ich persönlich ja für einen Supersatz halte, humor- und lebensanschauungstechnisch.
Und ich persönlich habe bei der Raketengeburt auch im Krankenhaus nichts vermisst. Ich persönlich würde wahrscheinlich auch das nächste Mal dort entbinden wollen und nicht im Geburtshaus oder gar dem eigenen Bett.

Mir persönlich könnte es also herzlich egal sein*, wenn in Zukunft nicht zuletzt wegen immer weiter steigenden Haftpflichtversicherungsbeiträgen noch weniger Hebammen überhaupt noch Geburtshilfe anbieten. Aber bei dieser E-Petition geht es nicht um mich persönlich. Es geht darum, daß Frauen wählen können müssen, wo, mit wem und wie sie ihr Kind zur Welt bringen wollen; und dieses Wahlrecht steht auf dem Spiel, wenn eine Hebamme an einer Geburt jenseits der Festanstellung nichts mehr verdient. Verdienen im Wortsinne würden diese Frauen ohnehin viel mehr, aber das steht auf einem anderen Blatt.

Also: bitte unterschreiben. Auch wenn es Euch persönlich vielleicht gar nicht betrifft.

* Und da betrifft es mich doch: Auch Hebammen, die freiberuflich (also nicht fest angestellt, sonder auf selbständiger Basis) in einem Krankenhaus arbeiten, sind betroffen. In der Geburtsklinik meiner Wahl arbeiten nur solche Beleghebammen. Davon mal ganz abgesehen: ohne Geburtshaus liegen dann die schlimmsten Selbsterfahrungsweiber auf der Wochenstation, bei den normalen, vernünftigen Müttern. Wenn das überhaupt zu therapieren ist: was das dann erst kostet!


Mikroklimakatastrophe

6.10.2009

Lieber dm-Drogeriemarkt,

ich kauf’ ja unheimlich gerne bei Dir ein, Du bist mir die sympathischste Kette überhaupt, Dein Eigentümer engagiert sich nicht nur für die Angestellten, sondern auch für politische Utopien, Du bist günstiger als die anderen und Deine Eigenmarken, ach, ich gerate ins Schwärmen.

Zum Beispiel hast Du diese wundervolle Schnullerbox aus Kunststoff im Sortiment, für fantastische 1,95€ bekommt man da nicht nur eine platzsparende, saubere Aufbewahrung für den Unterwegs-Schnuller, nein, mit dem Ding kann man auch ganz schnell mal einen einzelnen Schnuller in der Mikrowelle desinfizieren. Da muß man kein Wasser aufsetzen und stundenlang abkochen, da reichen ein paar Tropfen Wasser und eine Minute bei 800 Watt. Anschließend, schreibst Du auf der Gebrauchsanweisung, solle man die Box „zwei Minuten ruhen” lassen, dann das Wasser abgießen und fertig.

Leider, und jetzt werde ich ein bißchen pampig, denn: wer, bitte benutzt desinfiziert denn im allgemeinen Schnuller, wenn nicht zu mindestens 50% Mütter? Und von denen vermutlich hauptsächlich die frischgebackenenen, denn den anderen ist Dreck im Magen schon längst pupsegal. Und weil ja auch Du selbst in Deinen Publikationen gerne das Stillen propagierst („Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind!” ist mein meistgelesener Satz seit der Geburt; vielleicht sollte ich doch wieder auf Romane umsteigen), sollte man also davon ausgehen: mindestens, na, ich bin mal großzügig, ein Drittel der Zielgruppe für diese Schnullerbox sind stillende Mütter. Na, dämmert’s schon?

Stichwort: Stilldemenz (sehr viel schöner als „keine wissenschaftliche Grundlage” – Pah! – liest sich das bei Merlix)! Solchen Frauen kannst Du doch nicht 2 Minuten Stehenlassen vorschreiben und ernsthaft glauben, sie erinnerten sich danach noch an die Dose!
Also, kleiner Vorschlag zur Güte (hey, in Amerika wären schon längst Anwälte unterwegs!), schreib’ doch bitte auf die Packung noch mit drauf:

„Bei kombinierten Mikrowellen-/Backofen-Geräten bitte unbedingt die Schnullerbox herausnehmen, bevor Sie den Ofen z.B. für die Mittagspizza vorheizen!”

stilldemenz

[sah vorher ungefähr so aus]

Macht nämlich sonst nicht nur die Schnullerbox weg, unangenehme Dämpfe, eine Menge Ärger und ein ausgefallenes Mittagessen (Horror für Stillende!) – auch der Schnuller ist dann unschön überzogen und ein Fall für den Müll, obwohl der die 200°C ausgehalten hätte.

Denn die meisten Deiner Produkte, lieber dm, die sind schon allerbeste Qualität. Und die anderen muß man halt besser beschriften.

Also, hau den Satz rein und mach’s besser,

Dein Stillhäschen


Top 3…

14.9.2009

…der Sätze, die eine Hochschwangere nicht mehr unbedacht äußern sollte:

3. „…gleich platzt die Blase.”

2. „Ich werd’ weit!”

1. „Ich glaub’, es geht los!”

Also: Aufregung am besten gar nicht mehr verbal äußern, gleich zuschlagen. Bewegung tut eh not.

Ich geh’ dann mal zu den Arschlochnachbarn mit der Scheißmusik und dem Dreckskläffer, meine Gymnastik machen.


Ego-Booster

17.7.2009

Sie fühlen sich wertlos? Denken, Sie können nichts? Sie sind ernsthaft davon überzeugt, niemals etwas zustandezubringen?

Aber Radfahren klappt? Dann lesen Sie doch einfach mal das hier.

Na? Auch „ich bin ein verdammtes Genie!” gedacht? Geht doch. Und jetzt ab in die Gehaltsverhandlung.

vor der Grundschule

[Unter diesem Gesichtspunkt schockt dieses Bild vor der örtlichen Grundschule umso mehr: und die sollen mal unsere Rente zahlen?]


nur mal so ’ne Frage…

25.6.2009

Irgendwann im Studium wurde mir klar: es gibt zwei Wege, irgendetwas zu schaffen. Entweder man sieht nicht nach links und nicht nach rechts und macht einfach und lebt damit, daß vielleicht irgendwer kommt und hämisch ruft „Gibt’s aber schon! Hat XYZ schon 1920 in Neuseeland gemacht! Ellabätsch!” – oder man forscht langelange nach, was es in dem Feld schon gab und sucht sich dann seine Nische. Gabi Gibtsschon kann dann aber immernoch kommen, die findet nämlich immer was.
Erfinder oder Archäologe, das sind die beiden Optionen.

Auf andere Gebiete übertragen ist der Archäologe einfach nur der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß. Oder: eine faule Sau. Wie ich.

Und ich weiß ja auch: meine Leserschaft ist klein, aber hochgebildet. Jeder ist auf irgendeinem Feld Profi, sowas muß man nutzen. Deshalb heute die Frage an allwissende HTML-Bastler, die die Antwort sicher im Schlaf herunterbeten können, während ich ein paar Stunden im Netz herumstolpern müsste:
Angenommen, man möchte eine Liste ins Internet stellen, von der jeder Betrachter (d.h. ohne Anmeldung!) jeden beliebigen Punkt streichen kann (soll aber lesbar bleiben), einen gestrichenen Punkt aber möglichst nur ich wiederherstellen kann. Wie macht man das wohl, wie sieht das (möglichst in html, das hat nichts mit dem Blog zu tun) aus?

Ich würde mich scheckig freuen, wenn jemand sein Wissen rausrückt. Aber bitte bloß keine Mühe machen, es werden nur auswendig heruntergebetene Anleitungen angenommen!
Dankeschön.


und die Blumen gehen an…

3.6.2009

Danke!

Ja, es ist wenig los hier. Nein, das gilt nicht für das echte Leben. Ja, es ist alles gut, der Bauch wird immer dicker, der Atem immer kürzer, die Blase immer noch ein Stückchen kleiner. Alles normal also, nur daß den Aufstieg alkoholfrei begießen doch ein bißchen schal ist, aber das kriegt das Kind alles ein Leben lang vorgehalten, keine Bange.

Aber wozu eigentlich die Blumen?

Es ist ja so, daß ich unlängst um Hilfe bat, dieses Blog bzw. dessen Software betreffend, und prompt meldeten sich tatsächlich Freiwillige. Allein dafür schon: danke! Des Zweiten Hilfe konnte ich denn auch direkt dankend ablehnen – denn der erste, der hier schrie, hatte schon längst alles klar gemacht, alles vorbereitet, alles nachgeforscht, alles selbst ausprobiert, alles idiotensicher dokumentiert und mir nur noch die Quintessenz seiner Mühen zum Ausführen überlassen, und ach, was soll ich sagen – es hat mich keine fünf Minuten gekostet und vor allem: keine grauen Haare, keine Bündel voll Nerven, nicht den klitzekleinsten Heulkrampf!
Wenn man so deutlich gesagt kriegt, wie’s geht, ist es tatsächlich gar nicht sooo schwer, so ein WordPress upzudaten. Aber alleine hätte ich es nicht annähernd kapiert, geschweige denn mich überhaupt getraut. (Und daß es letztenendes doch so lange gedauert hat, bis hier wieder was passiert ist, äh, das ist einzig und allein meine ureigene Schuld, ehrlich. Im Grunde wäre der Käse zwei Tage nach dem Aufruf gegessen gewesen, spätestens. Wahnsinn, wie schnell andere arbeiten können!) Und vermutlich irgendwas böse kaputt gemacht dabei, Archive verwüstet, Sonderzeichen erzeugt, Fotos unauffindbar verlegt. Auf keinen Fall aber mal eben WordPress um siebenhundertdreizehn Versionen aufgefrischt.

Und deshalb, meine Damen und Herren, verneige ich mein Haupt in Respekt und tiefer, tiefer Dankbarkeit vor dem Mechatroniker, dessen selbstloses Zeitverbrennen am Rechner mir eine schicke, neue Blog-Oberfläche, ein sauberes Webroot und eine blitzblank gewienerte Datenbank beschert hat, die zu pflegen und zu bohnern ich gelobe – und ab und zu wieder zu benutzen auch. Haben also alle was davon. Danke!

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Nachtrag: der Dank für die picobello Datenbank geht auch an den stillen Mitleser J., der mir den geheimen Trick verraten hat, wie man Tabellen umbenennt, um zu testen, ob man sie überhaupt braucht. Großartig, Profis an der Hand zu haben. Vielen, vielen Dank!


Hilferuf: stilhäschen sucht den WordPress-Star

13.5.2009

notausstieg.jpg

Dem ein oder anderen mag’s aufgefallen sein: hier lief was schief und außerdem länger nichts. Das hat auch mit technischen Problemen zu tun. Den Knoten in der Datenbank konnte ich noch mit viel Schweiß und Tränen selbst lösen (Ja, das „woher” in der Sidebar, die Referrerliste, war schick. Nur leider hat genau dieses WordPress-Plugin „BDP Referral Tracker” die Datenbank so vollgemüllt, daß mir der Provider wegen Überfüllung den Zugang sperrte. Klingt einfach, hat mich zu finden und beheben aber Stunden gekostet), aber ich erkenne meine Grenzen, wenn ich dranstoße.

Man muß auch mal nach Hilfe brüllen, bevor das Wasser schon wieder bis zum Scheitel steht. Und weil ich fürchte, das nächste Mal nicht mehr selbst rauszufinden aus dem Schlamassel und weil mir die entdeckte Unordnung in der Datenbank Angst macht und weil ohnehin längst mal ein WordPress-Update ansteht (derzeit läuft Version 2.3.1.), ach, ich mach’s kurz: HILFE!

Daher die Bitte an in so Computer-/Datenbank-/Programmiergefizzel versierte Mitleser: ich brauche kompetente Hilfe. Jemanden, der sich das mal ansieht, der mir sagen kann, was in der Datenbank (mySQL, über 1&1) wirklich gebraucht wird und was schon längst weg kann. Und der mir WordPress updatet ohne die bisherigen Beiträge und Kommentare unwiederbringlich zu löschen. Ich habe einfach weder das Wissen noch die Nerven dazu. Und leider auch keinen Goldesel, übrigens – bitte von kommerziellen Angeboten absehen, dies hier ist auch keines. Aber eine Belohnung wird es schon geben, versprochen.

Ich würd’ mir einen Hasen freuen, wenn sich jemand meldet, der mir aus dieser Grube hilft. Kontakt bitte als Kommentar oder per Mail unter info[ät]stilhaeschen.de.

Danke!