Fünferfetzen

4.2.2017

Risiko ist jetzt fünf und natürlich stolz wie Bolle. Es gab eine Party und jede Menge Geschenke – Playmobil, Lego, Kartenspiele. Glücklich lag er abends im Bett und ließ den Tag Revue passieren. „Und, was war das schönste Geschenk?” Wie aus der Pistole geschossen kam: „Der Tesafilm!”.
Es ist nicht unser erstes Kind, das mit einem eigenen Tischspender und ein paar Rollen Vorrat so glücklich ist. Wenn Sie also ein Geschenk für ein Kind in diesem Alter brauchen, denken Sie an diesen Tip.

Ach, und: Sollten Sie demnächst einen kleinen Jungen mit einem Tritthocker in der Hand alleine auf der Straße sehen: könnte sein, daß er nur alleine einkaufen gehen möchte. Den Hocker braucht er halt, um danach wieder zuhause klingeln zu können.


alt bleibt alt, da helfen keine neuen Jahre

3.1.2017

Zwei Anhalter Anfang Zwanzig mitgenommen. Wir haben sie gewarnt: bei uns laufen aber Kinderhörspiele! Die Kälte liess sie dennoch einsteigen. Sie haben die Drohung nicht als solche erkannt.

Kurzer Smalltalk, woher, wohin, früher war mehr Anhalterei… gemerkt: woher sollen die das wissen? Dann meine Anekdote von früher (als ich mit 30 – DREISSIG! vor über 10 Jahren!- mal einen amerikanischen Anhalter mitnahm, der mich allen Ernstes fragte „have you been hitchhiking when you were YOUNG?”) und daß man sich übrigens immer jung fühlen kann, kam nicht an.
Immerhin versuchten sie Ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen: ihre Nachbarn seien ja noch älter als wir, und die trampten oft, im Urlaub. Danke, Jungs!
Aber eines müssten sie ja sagen: man lerne wirklich viele verschiedene Leute kennen beim Trampen – aber jemand mit Kindern habe sie ja noch nie mitgenommen. Das sei wirklich eine Premiere! Interessant: sie schoben es auf Angst, die alle Eltern ja grundsätzlich hätten. Wir auf den fehlenden Platz – denn eher wenige Familien haben ja noch eine zweite Rückbank. (Über diese Frage könnte man bei Gelegenheit mal ein bißchen nachdenken: haben alle Eltern Angst? – merken!)
Dann verstummte das Gespräch, laute Autobahn, zu langer Weg für viele Worte. Vermutlich war auch „Bibi und Tina” eine Premiere für die beiden.

Höflich verabschiedeten sie sich von allen, als wir sie an einem Rastplatz wieder rausliessen. Ich hoffe sehr, wir haben sie nicht zu arg geschockt und sie halten uns als strange Anekdote in Erinnerung. Eines Tages vielleicht haben sie selbst Kinder und dann wissen sie: man kann mal cool gewesen sein. Aber Bibi kommt trotzdem.


Ein historischer Tag: der 13.10.2016

14.10.2016

Rakete geht in die zweite Klasse der örtlichen öffentlichen Grundschule, das Thema gab es hier schon oft.

Euphemistisch könnte man das Klassengefüge „kulturell vielfältig” nennen, aber eigentlich ist da wenig Vielfalt. „Melting pot” heißt es so schön auf englisch – in dieser Klasse wird der Topf beherrscht von lauten, wilden, rabiaten Kindern. Erpressungen (um Geld, Süßigkeiten, Freundschaft, unter Jungs auch um körperliche Unversehrtheit) sind an der Tagesordnung. Manche Jungs pinkeln in der Öffentlichkeit auf andere – nicht nur im Wortsinne. Manche Mädchen spielen mit anderen fiese Psychospielchen.

Gestern nun, am 13.10.2016, kam auch meine Tochter mit einem Eintrag im Hausaufgabenheft nachhause, die Eltern sollen die Kenntnisnahme mit Unterschrift quittieren und geloben, mit dem Kind zu sprechen.

Jetzt also ist auch unser Kind ein Problemkind: Rakete hat im Unterricht heimlich Süßigkeiten gegessen!

Ich habe mit ihr gesprochen („Das passiert zum ersten Mal, da muss ich nicht groß schimpfen. Du weisst ja selbst, daß das nicht erlaubt ist. Blöd finde ich nur, daß Du es mir nicht selbst gesagt hast, daß etwas im Hausaufgabenheft steht.”) und habe unterschrieben.

Und heute morgen habe ich ihr zum ersten Mal ein Kaubonbon in die Pausenbox gepackt.


Wendetasche Hildegard

7.8.2016

Meine Oma wurde 1919 geboren und mit 15 Jahren in eine Schneiderlehre geschickt. Im Krieg hat sie geheiratet und dann 5 Kinder bekommen und großgezogen. Die wenigsten Klamotten wurden gekauft. Sie saß noch mit 90 Jahren an ihrer alten Singer-Nähmaschine und nähte mit Fußantrieb Puppenkleidchen und Kissen. Eines davon halte ich trotz schlechter Stoffqualität sehr in Ehren: man sieht noch die Kugelschreiberstriche, wo sie mit den Herdflächendeckeln Kreise zum Ausschneiden markierte. Sie selbst sah die Markierungen leider nicht mehr gut genug, um sie beim Nähen verschwinden zu lassen…

Eines Tages kam ich spontan wegen eines Staus auf der Autobahn mit einer fremden jungen Frau bei ihr vorbei. Wir waren beide wohl Anfang Zwanzig, ich hatte sie mit der Mitfahrzentrale mitgenommen und ein Stau in Höhe des Wohnorts meiner Oma machte einen Zwischenstop erforderlich. Meine Oma tischte Kuchen und Kaffee auf und die andere Studentin wollte höflich sein, suchte ein Gesprächsthema und machte meiner Oma ein Kompliment für die aussergewöhnliche Einkaufstasche, die an einem Stuhl hing.

Jetzt blühte meine Oma auf: die Über-80jährige nahm die kastige Tasche aus schwarzem Cord, aus deren inneren es knallbunt blitzte, und schmetterte in breitestem Unterfränkisch eine kabarettreife Geschichte aus dem Kittelschürzenärmel.

Hochdeutsch ging die ungefähr so: „Ach Mädels, Ihr seid ja noch jung. Aber kommt Ihr erstmal in mein Alter! Da sieht die Welt ganz anders aus. In meinem Alter muss man ja fast täglich auf den Friedhof, alle sterben sie weg, die man kannte, da muss ich natürlich zur Beerdigung. Und wenn man wie ich so weit zum Friedhof hat, dann überlegt man schon zweimal, ob man extra dafür in den Ort geht oder das nicht gleich mit dem Einkauf verbindet. Und manchmal muss ich sogar auf zwei Beerdigungen am Tag! Da geh ich dazwischen einfach zur Bärbel und nehm’ die Wurst dann auf dem Rückweg mit.
Aber natürlich kann ich nicht mit einer bunten Einkaufstasche auf den Friedhof, wie sieht das denn aus! Deswegen hab ich mir die Tasche hier genäht, die ist bunt”, geschickt wendet sie die Tasche und auf einmal ist es ein Pariser Rüschenmodell mit wildestem Blumenmuster, „damit kann ich gut einkaufen gehen. Und vorm Friedhof ist eine Bank, da setz’ ich mich vor und nach der Beerdigung hin und packe aus, wende und packe wieder ein. Weil mit einer schwarzen Einkaufstasche – da seh’ ich ja aus wie eine alte Frau.”
Wir waren beide fast sprachlos vor Begeisterung. Was für eine großartige Geschichte zu einer wunderbaren Idee! Meine Oma hatte, weil sie zu eitel für eine schwarze und zu pietätvoll für eine bunte war, die Wendetasche erfunden!

Ich denke oft an diesen Nachmittag zurück, wenn ich abends an meiner Nähmaschine sitze und Entspannung finde im Stoffgefummel.
Ich habe in den letzten Jahren soviele Stoffe gesammelt, die müssen wieder unter die Leute. Selbst habe ich mittlerweile genügend Taschen für alle Gelegenheiten und auch die Bekannten sind versorgt. Jetzt will ich doch einmal sehen, ob noch wer welche haben möchte.

Schnitt, Muster und Farben haben kaum etwas mit der Tasche meiner Oma gemeinsam. Aber wenden kann man sie. Und deswegen heißt meine Tasche Hildegard. Da passen locker ein paar Flaschen Sekt rein. Auf Dich, Omi!


Themenwechsel: vom Mutti- zum Nähblog in 5 Sekunden

21.7.2016

Dieses Internet! Verlaufen kann man sich drin. Ich schreibe ja selbst kaum mehr rein, aber das merkt ja keiner, das machen ja jetzt so viele andere, da hab’ ich gar kein schlechtes Gewissen. Ich hab das so lange gemacht, jetzt sind mal andere dran.

Mit Erstaunen und Wohlwollen habe ich die letzten Jahre diese Elternblogs groß werden sehen, habe mitgelesen und mitgefiebert. Aber mittlerweile denke ich mir da oft: ach, das hab ich doch selber, das wird doch langweilig. Und gleichzeitig: die sind doch alle total unrealistisch, die wohnen ja gefühlt alle in Hamburg oder Berlin , auf 200qm+, Altbau natürlich oder wenigstens Loft, arbeiten was mit Medien, haben Innenausstatter, Floristen und Caterer (wie sonst kommen solche Fotos zustande?) und leben mindestens vegan. Also ausser Kindern verbindet uns ja mal nix.

Und während viele Mütter aus meiner Blogroll anfingen, Bücher zu schreiben und Geld mit Bloggen zu verdienen, war mir klar: da komme ich nie hin. Vom Können her eh nicht, und dann ist bei mir aus dem Schreiben einfach die Luft raus, das befriedigt mich nicht mehr. Ich brauch’ jetzt was, wo ich am Ende etwas in der Hand halte, nicht nur Buchstaben und Bytes und auf irgendeinem Server.
Plötzlich habe ich irgendwann fast mehr Zeit an der Nähmaschine verbracht als vor dem Monitor. Habe gemerkt, daß das Netz auch voll von großartigen Tutorials, Schnittmustern, Material, Inspirationen ist. Habe downgeloadet, ausgedruckt, zusammengeklebt, geschnitten, genäht, geflucht, aufgetrennt, gebügelt (mir sogar ein neues Bügeleisen gekauft. Ich!), gewendet, gesteppt, angezogen und mir dann eine neue Herausforderung gesucht. Zwischendurch habe ich auf Flohmärkten und online auch noch eine veritable Vintage-Stoffsammlung zusammengeklaubt, ich sollte noch ein paar Jahrzehnte bei diesem Hobby bleiben, sonst krieg ich das nicht mehr weg.
stoffe
Naja, kurz und gut: ich hab’ in den letzten Jahren Nähen gelernt, fast komplett aus diesem Internet. Und dafür will ich Danke sagen, all jenen, die ihre Ideen, Anleitungen und Inspirationen da draussen teilen, gratis und voller Enthusiasmus. Da gibt es unglaublich viele Blogs und Seiten, die ihr Wissen freudig teilen, das ist großartig. Das ist sogar der Hammer!
(Klar gibt’s auch unglaubliche Nähblogs, und die Stars der „Szene” sind vielleicht gekauft und viele Klamotten finde ich persönlich gruselig – aber man muss ja nicht überall tiefer stochern…)
Und weil das mit dem Inspirieren nur klappt, wenn man teilt, teile ich jetzt zum allerersten Mal auch: bei der Linkparty Rund ums Weib am Donnerstag, wo ich mir als stille Leserin schon so viele Ideen geholt habe. Hier ist also mein neuer Geldbeutel Kassenschrank, modifiziert nach dem gratis Ebook „Marie” von whatlauraloves:
geldbeutel marie variation 1klein

geldbeutel marie variation 2klein

geldbeutel marie variation 4klein

geldbeutel marie variation 3klein

Ich finde den Schnitt toll – die seitlichen „Verbinder” lassen unten zwar die Fächer offen (daher ist mein Kleingeld im Reißverschlussfach), machen den Schnitt aber so variabel. Ausserdem finde ich das Verbinden von aussen und innen so viel einfacher, als wenn man das ganze Innenleben mitwenden muss – zumal das mein erster Versuch mit Leder war, das hätte mich schon sehr gereut, wenn ich alles komplett neu hätte machen müssen, wenn der Versuch schief geht.
Die Stoffe sind aus der „Wash Day”-Serie von Henley Studio für Makower*, die habe ich mal aus Instantliebe in einem Patchworkladen gekauft; das Leder habe ich mal in einem Büroschrank gefunden (gehörte keinem) und Steckschlösser gibt’s z.B. bei Dawanda.

Meine Änderungen:
- Gesamtbreite 21cm, so passen drei Scheckkarten nebeneinander
- Das Innenteil ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt (nicht sichtbar: innen im RV-Fach taucht wieder der Tropfenstoff auf) – so ist das maßhaltige Falten einfacher, außerdem hatte ich nur jeweils 50×50cm Stoff von jedem Muster…
- Beim Zusammensetzen habe ich mir ein paar Nähte gespart, indem ich die äußere Steppnaht der offenen Fächer mit der „Verbinder”-Verbindungsnaht zusammengelegt habe – ebenso bei der Ledersteppnaht, wo ich die Verbinder gleich mit eingefasst habe. Auch die Fächersteppnähte an der Unterkante habe ich weggelassen – sonst hätten nämlich die Karten oben rausgeschaut. Tut der Stabilität keinen Abbruch, finde ich.
- Ins Aussenteil habe ich innen wie aussen noch ein zusätzliches Fach mit eingenäht: aussen ist so Platz fürs Handy, innen versteifen die Karten im Deckel diesen noch zusätzlich, sonst würden bei der Breite vielleicht die Deckelecken labbern.

Ein paar Details finde ich noch nicht perfekt:
- Ich habe die Verbinder nicht abgesteppt – das wäre noch nicht tragisch. Aber einer zeigt mit der offenen Seite nach oben…
- Die Wolken stehen auf den falschen Seiten auf dem Kopf – besser mitdenken oder gleich einen Stoff nehmen, dessen Muster keine Richtung hat
- Die Höhe würde ich der Karten wegen auch lieber noch ein paar mm vergrössern
- Das Leder-Aussenfach sollte eine abgesteppte Kante haben
- Überhaupt könnte das Absteppen des Leders schöner sein – aber bei 6 Lagen Leder + 4 Lagen Stoff ist wohl eine Haushaltsnähmaschine einfach am Ende…:-)
- Die Innenfächer im Deckel sind minimal zu klein für das Format von Fahrzeugschein/Zaharztbonusheft
- Und dann würde ich das nächste Mal einfach die Schabrackeneinlage* gleich an den Knickkanten vorher teilen, dann ist das Knicken noch einfacher.
Insgesamt bin ich jedoch sehr zufrieden (um nicht zu sagen stolz wie Bolle). Wieder ein Häkchen auf meiner Kann-ich-Liste. Challenge gemeistert.
Und ehrlich: das ist kein Hexenwerk! Man muss nicht alles aus zweifelhafter Fabrikation kaufen und selbstgemachtes muss auch nicht immer nach „aus der Waldorf-Kindergarten-Fundkiste zusammengetackert” aussehen.

In diesem Sinne: geht raus und macht einen Triathlon – oder lernt was neues! Das befriedigt so viel mehr als jeden Tag dieselben Ermahnungen vor Kinderohren verpuffen zu spüren. Oder unterm Abendbrot-Tisch zu kehren. Oder Klamotten zusammenzulegen. Tut’s für Euch!

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* Für meine „alten” Leser: ja, das klingt nach einer anderen Welt. Ist auch so. Dieser Nähkosmos ist voller Dinge, von denen ich bislang keine Ahnung hatte: Stoffdesigner, Mustergrössen, Vliesstärken, Fachbegriffe… Unglaublich, wie tief Themen sein können – vor allem seit dem Internet! Und daß sich dafür auch immer Leute interessieren! Und das meiste gratis (oder für kleines Geld… überhaupt: Schnitte als Ebook: kaufen, drucken, kleben, haben! – auch mitten in der Nacht!) Verlaufen könnte man sich… (Ich habe noch gar nicht angefangen von der Stickmaschinen-Szene, der Plotter-Szene, der Patchwork-Szene – haben sich all diese Leute früher tatsächlich im Gemeindesaal getroffen? So schnell und einfach wie heute war es jedenfalls noch nie, etwas neues zu lernen.)


1.Klasse, Bayern: null Punkte.

9.5.2016

1. Klasse Bayern Wenn Rakete die Schule schaffen soll, müssen wir wohl ins Rheinland ziehen – da gäbe es hierfür sicher Punkte. Muahahaaaa.


Kindermund

17.2.2016

Ich weiss, es ist still geworden hier. Dafür tobt das echte Leben umso radauiger, und das mag auch der Grund für ersteres sein. Der Tag wird wieder kommen, an dem hier wieder längeres zu lesen ist (gedanklich schleiche ich schon lange um einen Artikel zu „Integration” herum, ein großes Wort, das so schwer zu verwirklichen ist… wie wir in unserem lustigen Multikultiviertel hier gerade am eigenen Leib lernen).
Solange müssen es die Stilblüten von Risiko tun, der frische vier Jahre ist und nahezu täglich Klopper raushaut:

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„Risiko, was ist die grösste Zahl, die du kennst?” – „Hundertelfunddreissigtausendhundertelfunddreissig. Und noch eins drauf.”
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„Gut dass wir die Schuhe jetzt haben, weil die sind mir so kuschelig”
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„Ich mag das T-Shirt nicht mehr anziehen, das schwitzt mich so.”
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Und dann war da noch der Tag, an dem ich im Bad stand und Zähne putzte. Risiko marschierte an mir vorbei zum Klo, Hose runter, auf die Brille setzen, pinkeln. Runterrutschen, Hose hoch – „Risiko! Abputzen vielleicht?!” – da dreht er sich zur Klorolle, reisst zwei Blatt ab, liest imaginär davon ab wie von einem Glückskeksinlay „Verschenke deine Träume, doch träume nicht alleine”, wischt ab, wirft ins Klo, spülen, Hose hoch, an mir vorbei, raus.

Sein Unterhaltungswert ist enorm.
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Letzte Woche standen wir sehr früh auf, sassen schon um sechs im Auto und waren gute 5km gefahren, da tönt es von hinten: „Das ist aber ein seeehr langer Tunnel.”
Ich musste kurz überlegen. Es war noch dunkel.
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(Bonus von Rakete: sie spielt gern „rätseln”, umschreibt einen Begriff und wir raten.
„Also, das ist ganz oben. Das ist weiß und blau. Und da kommen die Teile von den Toten hin, die man noch brauchen kann.”
So kann man den Himmel also auch sehen.)


Haushaltshilfe

20.12.2015

„stilhäschen, wozu noch mal brauchst Du dauernd meinen Schneidplotter?”

„Der hilft mir so wunderbar im Haushalt, Schatz.”
Vorhin
Und es funktioniert sogar!
Staub zu Staub
[Demnächst wieder Nachwuchs hier oben rechts im Stickershop. Oder einfach per Mail anfragen…]


Jahresendkalauer

20.12.2015

„Und, wo habt Ihr Euren Baum dieses Jahr her?”
Von-der-Tann-Straße


Lieblingssstück: die Kinder-CD, die niemals nervt – mit Verlosung!

27.11.2015

Ich weiß, das ist eigentlich ein unhaltbares Versprechen. Aber wenn’s doch wahr ist!
Zugegeben, man muss es schon mögen, das Wortgespiele. Und wenn man Willy Astor schon einmal gehört hat, ahnt man vielleicht, was einen erwartet: ein Feuerwerk von Wortwitzen, gepaart mit (jedenfalls in meinen Ohren) erstaunlich vielseitiger Musik.
Auf der CD dem Album „Kindischer Ozean – Lauschliedergeschichten aus dem Einfallsreich” wird erzählt, wie die Familie Bröselböck in den Urlaub fährt und dabei so einiges erlebt. Die Geschichte ist hanebüchen und hangelt sich eigentlich nur von Song zu Song, das aber extrem unterhaltsam. Und die 20 Songs sind jeder für sich ein kleiner Kracher mit Ohrwurmgarantie. Hier findet sich Country, Musikantenstadel, Schlager und Blues, und neben Willy Astor spielen einige bekannte Musiker mit, z.B. Max Mutzke, Otto oder Günther Sigl von der Spider Murphy Gang. Und natürlich Mary Roos, die die laszive Kitzelqualle gibt. Ach, es ist ein einziger großer Spaß für Klein UND Groß!

Wer jemals „Conny”-, „Bibi und Tina” oder gar „Filly”-Hörspiele erdulden musste, für den ist der kindische Ozean Balsam fürs Gehirn. Und ich verspreche: selbst beim vierundvierzigsten Hören entdeckt man nochmal ein kleines Detail oder kapiert ein weiteres Wortspiel.

Man merkt es vielleicht: ich bin begeistert von dem Ding. Erst heute wieder wird es uns einige Kilometer Autobahn erträglicher machen.
Und weil ich möchte, daß mehr Eltern Spaß an den Dingen haben, bei denen es ihren Kindern die Bäuche schüttelt, habe ich einfach mal die Plattenfirma angeschrieben, die zwei CDs (ja, da bin ich oldschool) zum Verlosen hat springen lassen. Sonst bekomme ich nichts für die Werbung, ehrlich. Ich hätt’s ja eh gemacht. Weil, hab’ ichs schon gesagt? Das Ding ist Gold wert. Und übrigens geeignet ab drei Jahren, würde ich sagen. Ohne Obergrenze. Sogar Oma fand’s gut (und das ist ja quasi die Höchststufe von Lob).

alle anderen können in die Tonne!
Und ich will nicht einmal Likes sammeln oder Links oder Blogrollplätze! Ich verlose einfach nur unter allen Kommentatoren dieses Posts zweimal eine originalverpackte CD – Kommentierschluss ist der 6.Dezember um 12 Uhr mittags. Rechts- und Linksverdrehung ausgeschlossen. Ich freu mich sogar schon für Euch!

(Booah, watt Karma.)


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