Herzrasen – das etwas andere Fußballshirt

24.5.2010

Es ist ja bald wieder so weit: irgendwo kicken ein paar Knäblein und die Deutschen tragen ein paar Wochen lang noch schlimmere Shirts als ohnehin schon.
Das muß nicht sein! Zwar geht das beste Shirt von allen immernoch nicht in Serie, aber eine  Freundin von mir hat ein ebenso Weltklasse-T-Shirt entworfen, das es Nur jetzt! Nur für kurze Zeit! Genaugenommen: Nur bis Mittwoch (also übermorgen…) zu bestellen gibt. Und ich pushe das hier nicht nur, weil es farblich hervorragend ins Blog passt…

Herzrasen - das T-Shirt

Das (drunter machen wir’s ja nicht mehr: 100% Bio-)Shirt gibt es wie abgebildet in hellgrün mit weißem Flockdruck; eine genaue Größentabelle findet sich hier. Kosten pro Stück: lächerliche 18€ (plus 2,50€ Versand)!

Bestellungen und Anfragen (z.B. Versandkosten bei mehr als einem Shirt) bitte direkt an atelierhirnholz[at]gmx.net. Und bitte fix, denn Bestelleingang für die erste Auflage ist Mittwoch, der 26. Mai!


Kleinkrieg

19.5.2010

Sie wohnen in einer Spielstraße, für die der Begriff „verkehrsberuhigte Zone” nicht passt, weil sich keiner dran hält? Die Nutten im Eckhaus nicht und die Freier schon gar nicht? Deren Schrittgeschwindigkeit ist eine hohe, die Boliden brettern im fünften Gang um die versetzten Baumscheiben, die Formel 1 ist ein Dreck dagegen? Und dann parken die Vollpfosten ihre Karossen auch noch so bekloppt über drei Buchten, daß weder Anwohner einen Parkplatz finden noch Fußgänger am Gehweg vorbei kommen? Sie haben wirklich die Schnauze voll von diesen immergleichen asozialen Schwanzsklaven und ihren blechgewordenen Penisverlängerungen?

Dann stecken Sie Ihnen das nächste Mal doch einfach mal Pralinen hinter den Hummer-Scheibenwischer…
jekleiner


…oder ich fall um.

12.5.2010

Hatte ich mich beschwert, daß die Rakete kein Fläschchen nimmt? Es war die falsche Größe. Fläschchen sind für Babies. Verkleinerungen haben wir nicht mehr nötig!



[Direktlink zum Video]


Tips für werdende Mütter I

19.3.2010

Es ist ja nicht so, daß es an menschlichen Ratgebern mangeln würde oder auch nur an Büchern. Aber aus eigener Erfahrung (und nur um die geht es hier, immer!) kann ich sagen: alle Bücher, Hefte, Broschüren sind nur fürs gute Gewissen. Die wirklich hilfreichen Tips bekam jedenfalls ich nur von Müttern – und zwar von denen, die sich noch sehr gut an die ersten Tage mit Kind erinnern konnten, einfach, weil es noch nicht so lange her war wie wenn man die Schwiegermutter fragt. Aber die fragt man ja eh lieber nicht…

Bevor also auch mich die Kraft der Verklärung packt und hirnwäscht, will ich noch mal eben schnell (Haha! Und gleich der erste Tip: das haut nie mehr hin, abschminken!) niederschreiben, was für den Möhrchenprinzen und mich tatsächlich mal so richtig hilfreich war so rund um die Geburt. Vielleicht hilft’s der einen oder anderen ja auch.
(weiterlesen…)


latentfrei

30.12.2009

Dieter Bohlen hat das Wort wohl als erster komplett sinnverdreht; jetzt schlägt der Möbelschwede zu und macht es endgültig zum Schimpfwort:
talent
Und unten dran der „Made in China”-Aufkleber. Man sieht den Talentschuppen deutlich vor sich, eng, heiß, dreckig, die Arbeiter unterbezahlt und überarbeitet.

Möge den Guten nie mehr einer sagen, sie hätten Talent. Die anderen: einfach weiter tanzensingenschreibenmalen! Ihr seid eh nicht davon abzubringen.


Vernetzt!

23.12.2009

Da läuft ja gerade dieser Spot für irgendsoein Telefon oder vielleicht ist er auch für irgendeinen Handytarif, was weiß denn ich. Nicht erst seit der Rakete fühle ich mich manchmal unglaublich alt, neulich stand ich im Plattenladen in der CD-Abteilung eines Elektroriesen vor dem Top-100-Regal und kannte gerade mal zwei, drei Interpreten, der Rest sah für mich komplett aus wie Castingkinder. Und daß man Sting erkennt ohne den Schriftzug zu lesen (schließlich hatte man wie jeder ordentliche 90er-Twen das bekloppte Plakat in der Küche hängen), darauf braucht man wirklich nicht stolz sein.
Jedenfalls hat diese Firma mit dem Blutstropfenlogo das schon schlau gemacht, daß der Spot im Fernsehen läuft, sonst würde den ja niemand sehen, der dieses Websiebenpunktdrei oder wo wir da mittlerweile sind, noch nicht hat, sondern eben noch dringend braucht. Wahnsinnig dringend, weil heute ist Weihnachten und die Tochter muß einen Weihnachtsmann haben und man kann bei diesem Telefon so schön seine Kontakte (so heißt das nämlich heute, man hat keine Freunde und Bekannten mehr, alles wird elektrisch, also gefälligst auch die Sprache) mit Fotos durchblättern, und siehe da, der Autoschrauber! Hat einen Bart und, wichtiger: „Laut facebook hat er Zeit”, das ist ja ein Ding, angerufen wird er und sein fettes Hundchen und sie kommen und bescheren und die Tochter glaubt weiter alles was man ihr vorsetzt und alles ist wieder gut.

Liebe Kommunikationsbranche, ich danke Dir für diesen Einblick in die Zukunft, die Du so für uns vorsiehst und die Dir auch schon genug Leute abgekauft haben. Aber danke auch, die will ich gar nicht. Weil ich nicht möchte, daß die Telefone meiner Kontakte wissen, wann ich Zeit habe oder was ich gerade mache. Ich will nämlich, daß meine Freunde auch weiterhin einfach anrufen und mich das fragen. Geht das, bitte? Auch noch in zehn, zwanzig Jahren? Du würdest eine alte Frau sehr glücklich machen. Schon jetzt.


Bitte gehen Sie weiter…

29.10.2009

… es gibt hier nichts zu sehen.

Ich lache immer noch drüben bei Volker Strübing, der ein neues Handy hat:

In das kleine Wunderwerk ist eine 8 Megapixelkamera eingebaut – das heißt ich kann die doofen, schwammigen Handyfotos endlich in Postergröße ausdrucken, ohne dass etwas von der schlechten Qualität verloren geht!

Und jetzt weiter mit Musik. Nein, das nächste Mal, das geht nicht so nebenbei.
Nur kurz als Teaser: es gibt da draußen ein wundervolles, großartiges, fantastisches Singersongwriter(weil „Liedermacher” geht erst recht nicht)-Talent. Ich bin ganz hin und weg. Schalten Sie also auch das nächste Mal wieder ein, wenn sie das Stilhäschen sagen hören: „Bitte gehen Sie weiter.” Dann hören Sie schon, warum.
Ich bin derweil noch ein bißchen verliebt.


Die Rache des Pazifisten: Statistiken manipulieren

19.10.2009

Karrierebarometer: wie wichtig war das Schulfach Mathematik für Ihr Leben?

3% Elementar. Sonst zieht man ja bei jedem Balkendiagramm den kürzeren!

16% Bitte sprechen Sie Deutsch mit mir. Ist das Rechnen oder das mit den Zahlen?

81% Vollkommen egal. Ich bin Grafiker bei Gruner+Jahr.

aus der Eltern Nov 09

[Quelle: Eltern, Heft 11/2009, Seite 14]

Wär’s nicht so schlimm korinthenkackerisch und Eltern-Lesen peinlich, wär’s ein Fall für mindestens halbgar.


Mikroklimakatastrophe

6.10.2009

Lieber dm-Drogeriemarkt,

ich kauf’ ja unheimlich gerne bei Dir ein, Du bist mir die sympathischste Kette überhaupt, Dein Eigentümer engagiert sich nicht nur für die Angestellten, sondern auch für politische Utopien, Du bist günstiger als die anderen und Deine Eigenmarken, ach, ich gerate ins Schwärmen.

Zum Beispiel hast Du diese wundervolle Schnullerbox aus Kunststoff im Sortiment, für fantastische 1,95€ bekommt man da nicht nur eine platzsparende, saubere Aufbewahrung für den Unterwegs-Schnuller, nein, mit dem Ding kann man auch ganz schnell mal einen einzelnen Schnuller in der Mikrowelle desinfizieren. Da muß man kein Wasser aufsetzen und stundenlang abkochen, da reichen ein paar Tropfen Wasser und eine Minute bei 800 Watt. Anschließend, schreibst Du auf der Gebrauchsanweisung, solle man die Box „zwei Minuten ruhen” lassen, dann das Wasser abgießen und fertig.

Leider, und jetzt werde ich ein bißchen pampig, denn: wer, bitte benutzt desinfiziert denn im allgemeinen Schnuller, wenn nicht zu mindestens 50% Mütter? Und von denen vermutlich hauptsächlich die frischgebackenenen, denn den anderen ist Dreck im Magen schon längst pupsegal. Und weil ja auch Du selbst in Deinen Publikationen gerne das Stillen propagierst („Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind!” ist mein meistgelesener Satz seit der Geburt; vielleicht sollte ich doch wieder auf Romane umsteigen), sollte man also davon ausgehen: mindestens, na, ich bin mal großzügig, ein Drittel der Zielgruppe für diese Schnullerbox sind stillende Mütter. Na, dämmert’s schon?

Stichwort: Stilldemenz (sehr viel schöner als „keine wissenschaftliche Grundlage” – Pah! – liest sich das bei Merlix)! Solchen Frauen kannst Du doch nicht 2 Minuten Stehenlassen vorschreiben und ernsthaft glauben, sie erinnerten sich danach noch an die Dose!
Also, kleiner Vorschlag zur Güte (hey, in Amerika wären schon längst Anwälte unterwegs!), schreib’ doch bitte auf die Packung noch mit drauf:

„Bei kombinierten Mikrowellen-/Backofen-Geräten bitte unbedingt die Schnullerbox herausnehmen, bevor Sie den Ofen z.B. für die Mittagspizza vorheizen!”

stilldemenz

[sah vorher ungefähr so aus]

Macht nämlich sonst nicht nur die Schnullerbox weg, unangenehme Dämpfe, eine Menge Ärger und ein ausgefallenes Mittagessen (Horror für Stillende!) – auch der Schnuller ist dann unschön überzogen und ein Fall für den Müll, obwohl der die 200°C ausgehalten hätte.

Denn die meisten Deiner Produkte, lieber dm, die sind schon allerbeste Qualität. Und die anderen muß man halt besser beschriften.

Also, hau den Satz rein und mach’s besser,

Dein Stillhäschen


Club auf Tabellenplatz 7!

14.8.2009

Grade mal ein Spieltag vorbei und schon heißt es überall der Club im Abstiegskampf, meine Fresse, Ihr seid tolle Fans wirklich schnell.

Apropos Fresse: was habt Ihr denn, immerhin liegen wir auf Platz 7!

Schnullerliga


[Quelle]

Und die Bayern auf Platz eins, ach, ich gönn’s ihnen. Deutscher Schnullermeister, was für ein Titel.